„`html
10 Pflanzen, die Sie im Herbst niemals zurückschneiden sollten – Frühling ist ihre Zeit!
Wenn der kühle Herbstwind weht, greifen viele Gartenfreunde zur Heckenschere. Das Aufräumen vor dem Winter erscheint sinnvoll. Doch nicht alle Pflanzen profitieren von einem Rückschnitt im Herbst. Im Gegenteil: Manche Stauden, Sträucher und Blühpflanzen werden dadurch geschwächt, verlieren ihre Blüten im nächsten Jahr oder sterben sogar ganz ab.
Bevor Sie zur Schere greifen, sollten Sie innehalten. Hier sind 10 Pflanzen, die im Herbst keinesfalls geschnitten werden sollten – warten Sie stattdessen den Frühling ab.
1. Hortensien (bestimmte Sorten)
Hortensien begeistern im Sommer mit ihren eindrucksvollen Blüten. Doch ein falscher Schnitt raubt Ihnen die Blüte des kommenden Jahres. Die Großblättrigen (Hydrangea macrophylla) und Eichenblatt-Hortensien (Hydrangea quercifolia) bilden ihre Blütenknospen im Spätsommer und Herbst. Wer jetzt schneidet, entfernt also die Blütenanlage. Lassen Sie die Pflanzen über den Winter stehen und schneiden Sie erst im Frühling, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, die Triebe zurück.
2. Flieder
Die duftenden Fliederblüten, die Sie im Frühjahr lieben, entstehen schon im Vorjahr. Ein Rückschnitt im Herbst führt dazu, dass im Frühling nur kahle Äste zu sehen sind. Die beste Zeit, Flieder zu schneiden, ist direkt nach der Blüte. So hat der Strauch Zeit, neue Knospen für die nächste Saison anzulegen.
3. Clematis (frühblühende Sorten)
Clematis sind etwas knifflig, da einige an altem, andere an neuem Holz blühen. Frühblühende Sorten, wie die Waldrebe Clematis montana, entwickeln ihre Blütenknospen an den Zweigen des Vorjahres. Ein Schnitt im Herbst zerstört diese Knospen. Schneiden Sie diese Pflanzen erst nach der Blüte oder warten Sie bis zum Frühjahr und schneiden dann leicht zur Formgebung.
4. Forsythien
Ein Anblick, der Frühling einläutet: leuchtend gelbe Forsythienblüten. Schneiden Sie Forsythien im Herbst, werfen Sie praktisch die Blüten des nächsten Jahres weg. Die Blütenknospen entstehen im Sommer, daher ist der günstigste Zeitpunkt zum Schneiden direkt nach der Blüte, um die Form zu erhalten und zu lichten.
5. Azaleen und Rhododendren
Diese beliebten Immergrünen bilden ihre Blütenknospen schon Monate im Voraus. Ein Schnitt im Herbst bedeutet den Verlust der farbenfrohen Blütenpracht im Frühjahr. Entfernen Sie im Herbst nur abgestorbene oder beschädigte Zweige. Größere Schnittmaßnahmen sollten direkt nach der Blüte im späten Frühjahr erfolgen.
6. Kamelien
Kamelien blühen je nach Sorte im Spätwinter oder frühen Frühling. Für einen guten Blütenansatz darf im Herbst nicht geschnitten werden. Warten Sie mit dem Zurückschneiden bis nach der Blüte. Ein leichter Formschnitt fördert dann den Wuchs und neue Triebe.
7. Magnolien
Magnolien reagieren besonders empfindlich auf falsche Schnittzeiten. Die Blütenknospen bilden sich im Sommer und Herbst. Ein Schnitt im Herbst vernichtet die künftigen Blüten. Sollten Sie die Pflanze formen wollen, schneiden Sie nach der Blüte im Frühjahr vorsichtig.
8. Wisteria (Blauregen)
Blauregen wächst kräftig, doch im Herbst schnippeln schadet mehr, als es nützt. Die Blütenknospen sitzen an den Trieben, die während der Wachstumsperiode entstehen. Ein starker Herbstschnitt entfernt diese Knospen. Zur Kontrolle schneiden Sie im Hochsommer und im Spätwinter oder Frühling leicht zurück, um die typischen Blütentrauben zu fördern.
9. Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen (Tulpen, Narzissen, Hyazinthen)
Es ist verlockend, das welkende Laub im Herbst zu entfernen, sobald es umfällt. Tun Sie das nicht! Die Blätter versorgen die Zwiebeln noch mit Nährstoffen und speichern Energie für die nächste Blüte. Entfernen Sie das Laub erst, wenn es vollständig vergilbt und vertrocknet ist – meist im späten Frühling oder Frühsommer.
10. Schneeball (Viburnum)
Viele Schneeballarten, vor allem die früh blühenden, legen ihre Blütenknospen im Sommer an. Ein Schnitt im Herbst zerstört diese Knospen und verhindert die Blüte. Der beste Zeitpunkt zum Rückschnitt ist direkt nach der Blüte.
Warum der Schnitt im Frühling so wichtig ist
Ein Rückschnitt regt neues Wachstum an. Im Herbst hat dieses jedoch keine Zeit mehr, auszuhärten und ist somit anfällig für Frostschäden. Zudem bilden viele Frühjahrsblüher ihre Knospen bereits viele Monate vorher. Ein herbstlicher Schnitt entfernt somit die Blüten in spe.
Fazit
Ein Aufräumen im Herbst ist für den Garten durchaus sinnvoll, doch der richtige Zeitpunkt entscheidet. Während robuste Stauden wie Taglilien, Pfingstrosen oder Funkien im Herbst geschnitten werden können, sollten Pflanzen, die an altem Holz blühen oder ihre Knospen früh anlegen, stets bis zum Frühjahr warten.
Im Zweifelsfall gilt: Lieber die Schere weglegen und der Natur freien Lauf lassen. Ihre Mühe wird mit einem blühenden Garten im Frühling reich belohnt.
„`
