Zitronenbaum, den ganzen Sommer voller Früchte: besser als der aus der Baumschule | Ich habe noch nie so große und saftige Zitronen gegessen

Zitronenbaum voller Früchte den ganzen Sommer: Besser als aus der Baumschule | Ich habe noch nie so große und saftige Zitronen gegessen

Einen Zitronenbaum zu Hause zu haben, bedeutet, eine der am häufigsten verwendeten Früchte in unserer Küche stets griffbereit zu haben, unter anderem als Gewürz, das der gesamten Terrasse oder dem Garten einen besonderen Duft verleiht. Sehen wir uns also einen Leitfaden an, um zu lernen, wie man einen Zitronenbaum pflegt.

Zitronenbaum voller Früchte den ganzen Sommer: Wie pflegt man ihn?

Wenn man einen Zitronenbaum im Garten oder auf der eigenen Terrasse haben möchte, kann man ihn ganz einfach aus nur einer Zitrone durch die Verwendung ihrer Kerne ziehen. Für den Anbau und die Pflege eines Zitronenbaums ist es nicht zwingend erforderlich, ihn direkt in den Boden zu pflanzen; man kann ihn auch im Topf kultivieren und somit auf dem Balkon halten. Schauen wir uns an, wie das funktioniert und wie der Zitronenbaum richtig gepflegt wird.

Zitronenkerne pflanzen

Wer einen schönen Zitronenbaum zu Hause haben möchte, muss ihn nicht kaufen – man kann einfach mit dem Einpflanzen von Zitronenkernen beginnen. Dafür nimmt man einen Topf mit einem Durchmesser von 30 cm und füllt ihn mit Erde, die reich an Nährstoffen und Mineralien ist. Ist die Erde vorbereitet, wird ein Kern eingepflanzt und regelmäßig gegossen, bis die Pflanze keimt. Je nach Außentemperatur dauert dies 4 bis 6 Wochen. Sobald die Pflanze eine Höhe von 15–20 cm erreicht hat, sollte sie umgetopft werden.

Wo stellt man den Zitronenbaum auf?

Zitronen benötigen einen sonnigen Standort. Daher empfiehlt es sich, sie draußen aufzustellen, wo sie möglichst lange Sonnenlicht erhalten, und insbesondere im Sommer darauf zu achten, dass die Pflanze mindestens 6 bis 8 Stunden täglich direktem Licht ausgesetzt ist. Der Baum sollte ebenso vor Wind und Zugluft geschützt werden. Aus diesem Grund ist es ideal, ihn an einer sonnigen Hauswand zu platzieren.

Die Pflanze vor Winterfrost schützen

Wenn der Winter naht und es kalt wird, ist es ratsam, die Pflanze vor Frost zu schützen. Man kann sie unter einen Unterstand stellen oder in einem Gewächshaus unterbringen. Es ist auch empfehlenswert, den Zitronenbaum nach Süden auszurichten, damit er möglichst viel Licht erhält. Ein trockener, beheizter Innenraum ist zu vermeiden, denn die Pflanze benötigt eine gewisse Luftfeuchtigkeit. Junge Pflanzen können im Haus oder im Eingangsbereich gehalten werden, wobei die Temperatur niemals unter 12°C fallen sollte. Eine weitere Möglichkeit, die Zitronen zu schützen, besteht darin, sie richtig abzudecken.

Die Pflanze düngen

Eine gute Düngung ist ebenfalls wichtig für die Pflege des Zitronenbaums. Dabei sind Stickstoff, Phosphor und Kalium erforderlich (die auch für alle Zitrusfrüchte wichtig sind). Die Düngung ist zur Fruchtreifezeit unverzichtbar und sollte auch regelmäßig während anderer Jahreszeiten, insbesondere im Frühling, erfolgen. Die Dünger sollten die für diese Pflanze notwendigen Nährstoffe enthalten und organische (tierische oder pflanzliche) mit mineralischen Bestandteilen wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Molybdän kombinieren. Man kann auch eigenen Kompost verwenden, dieser sollte aber nicht mehr als 10 % der Gesamtmenge ausmachen.

Umtopfen in einen größeren Topf

Gelegentlich muss der Zitronenbaum in einen größeren Topf umgetopft werden, damit die Wurzeln – und somit die Pflanze – sich weiterentwickeln können. Das Umtopfen ist auch wichtig, weil dadurch die Erde erneuert und nährstoffreicher wird, was sich wiederum positiv auf das Wachstum auswirkt. Die beste Zeit für das Umtopfen ist vom späten Frühling bis zum Frühsommer, also etwa im Juni. Bei jungen Pflanzen sollte der Vorgang alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden, bei älteren reicht ein Intervall von etwa vier Jahren. Man sollte keine zu großen Töpfe kaufen; ein Durchmesser von 70–80 cm ist optimal. Plastiktöpfe sind nicht empfehlenswert, am besten eignen sich Töpfe aus Stein oder Terrakotta.

Zitronenbaum schneiden

Was den Rückschnitt betrifft, sollte der Zitronenbaum nur einmal im Jahr, und zwar vor der Blüte, geschnitten werden. Der ideale Zeitraum dafür ist das späte Winterende oder der Frühlingsanfang, also zwischen Februar und März. Es genügt ein leichter Rückschnitt, indem man die Äste etwas auslichtet und jene entfernt, die gebogen und/oder vertrocknet sind. Es ist wichtig, dass nach dem Schnitt Luft und Licht von allen Seiten zur Pflanze gelangen können.

Die Pflanze gießen

Was das Gießen angeht, handelt es sich beim Zitronenbaum um eine Pflanze, die regelmäßig gewässert werden muss, wobei man stehende Nässe vermeiden sollte. Die Pflanze sollte täglich gegossen werden, und die Erde sollte stets feucht, aber nicht zu nass sein. Während der Blüte- und Fruchtbildungsphase muss die Gießmenge erhöht werden, da der Baum nun mehr Wasser benötigt. Woran erkennt man, dass der Zitronenbaum zu wenig Wasser bekommen hat? An gelben Blättern – dieses Anzeichen deutet auf Wassermangel hin.

Pflanze veredeln

Für mehr Blüten und Früchte empfiehlt sich eine Veredelung. Die beste Zeit hierfür ist das Frühjahr. Falls man keine Erfahrung im Gärtnern hat, sollte man den Zitronenbaum in eine Gärtnerei oder zu einer vertrauenswürdigen Floristin bringen: Wer den Baum veredeln möchte, sollte das einem Fachmann überlassen, um keine Schäden durch Unachtsamkeit zu riskieren.

Schädlinge, die die Pflanze befallen

Abschließend sei noch auf Schädlinge hingewiesen; insbesondere die Pilze sind die tückischsten Feinde des Zitronenbaums, da sie zu vertrockneten und gelben Ästen und Blättern führen können. Um die Pflanze zu retten, sollten die befallenen Zweige geschnitten und die kranken Blätter entfernt werden. Es gibt zudem eine Pilzart, die die Rinde angreift, dunkle, gummiartige Stellen verursacht und bis zu den Wurzeln vordringt, sodass diese verfaulen. Um dies zu bekämpfen, müssen die befallenen Rindenbereiche entfernt und die Wunden mit Kupfersalzen behandelt werden. Um Bettwanzen zu entfernen, sollte die Schicht, die sich auf den Ästen bildet, abgetragen und mit Alkohol und einem Wattebausch abgerieben werden.