8 robuste Stauden, die Sie im Oktober problemlos umpflanzen können
Wenn die kühle Herbstluft einzieht und der Garten zur Ruhe kommt, denken viele Gartenfreunde, dass ihre Arbeit bis zum Frühjahr erledigt ist. Dabei ist Oktober einer der besten Monate, um bestimmte Stauden umzusetzen. Das kühlere Wetter, feuchte Böden und das Zurückziehen der oberirdischen Teile ermöglichen den Pflanzen, ihre Energie in die Wurzelbildung zu stecken. So verläuft das Umpflanzen stressfrei – für Sie und Ihre Pflanzen.
Im Folgenden stellen wir acht robuste Stauden vor, die das Umpflanzen im Oktober nicht nur gut überstehen, sondern davon profitieren.
Warum ist Oktober ideal zum Umpflanzen?
- Kühlere Temperaturen – Weniger Wasserverlust durch Verdunstung und geringere Gefahr des Welkens.
- Feuchter Boden – Herbstregen hilft den Wurzeln, sich ohne häufiges Gießen einzuwurzeln.
- Beginnende Ruhephase – Das Absterben der Blattteile lenkt die Energie in die Wurzelbildung.
- Vorsprung fürs Frühjahr – Bis zum nächsten Frühling sind die Stauden eingewurzelt und wachsen besser.
Wichtig ist, beim Ausgraben die Wurzelballen möglichst intakt zu lassen und nach der Pflanzung gut zu wässern.
1. Funkien (Hostas)
Diese schattenliebenden Klassiker lassen sich im Oktober sehr leicht umsetzen. Ihr dichtes Laub zieht sich im Herbst zurück, sodass alle Kraft in die Wurzeln fließt. Größere Horste können Sie dabei auch gleich teilen, um neue Pflanzen für schattige Stellen oder Beete zu gewinnen.
Tipp: Pflanzen Sie Funkien in gut durchlässigen Boden und gießen Sie gründlich, damit keine Luftlöcher entstehen. Eine leichte Mulchschicht schützt die neuen Wurzeln vor Frost.
2. Taglilien
Taglilien sind sehr robust und erholen sich rasch nach dem Umpflanzen. Im Oktober zeigen die Blätter erste Gelbzeichen – ein guter Zeitpunkt zum Teilen. Eine Teilung alle drei bis vier Jahre sorgt für reichhaltige Blüten.
Tipp: Schneiden Sie das Laub vor dem Ausgraben auf 15 bis 20 cm zurück und pflanzen Sie die Teilstücke sofort um, damit die Wurzeln nicht austrocknen.
3. Pfingstrosen
Viele halten Pfingstrosen für schwierig, doch der Herbst eignet sich hervorragend zum Umpflanzen. Die kühleren Bodentemperaturen fördern die Wurzelbildung und stressen die Pflanzen weniger. Achten Sie darauf, dass die „Augen“ (Knospen am Wurzelstock) nicht zu tief liegen.
Tipp: Die Augen sollten höchstens 5 cm unter der Bodenoberfläche liegen, damit Sie im Frühjahr zuverlässig blühen.
4. Schwertlilien (Iris)
Vor allem Bart-Iris profitieren im Herbst vom Ausgraben und Teilen. Das Laub ist weniger vital, und die kühlen Nächte erleichtern die Pflanzung. Wenn die Rhizome zu dicht stehen, blühen die Pflanzen oft nicht mehr – eine Teilung bringt neuen Schwung.
Tipp: Schneiden Sie das Laub auf ca. 10 cm, setzen Sie die Rhizome an die Bodenoberfläche in sonnigen, durchlässigen Boden.
5. Sonnenhut (Echinacea)
Robuste Sonnenhutstauden vertragen das Umpflanzen im Herbst gut. Die langen Pfahlwurzeln nehmen das neue Substrat schnell an. Da die Blüten verblüht sind, können die Pflanzen die Kraft ganz in die Wurzelbildung stecken.
Tipp: Nach dem Umpflanzen kräftig wässern. Wenn Sie nicht teilen, können Sie die verblühten Samenstände für Vögel stehen lassen.
6. Phlox
Hoher Garten-Phlox wächst oft zu dicht und braucht alle paar Jahre einen Rückschnitt. Der Herbst ist ideal zum Teilen, da die bessere Luftzirkulation Pilzkrankheiten im folgenden Jahr vorbeugt.
Tipp: Wählen Sie einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem Boden. Pflanzen Sie die Teilstücke im Abstand von 45 bis 60 cm.
7. Sonnenhut (Rudbeckia)
Diese goldgelben Spätsommerblüher lassen sich im Oktober gut umsetzen. Im Herbst verwurzeln die Pflanzen neu, sodass sie im nächsten Jahr kräftiger und blühfreudiger wachsen.
Tipp: Schneiden Sie die Stängel zurück und wässern Sie nach dem Umpflanzen gründlich, damit sich die Wurzeln gut entfalten können.
8. Fetthennen (Sedum)
Robuste Sorten wie der aufrechte ‚Herbstfreude‘ sind nahezu unverwüstlich. Nach der Blüte im Herbst können sie problemlos versetzt werden.
Tipp: Wählen Sie einen sonnigen, trockenen Standort mit gut durchlässigem Boden. Sedum bevorzugt nährstoffarme Erde, deshalb nicht zu viel Dünger geben.
Schnelle Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umpflanzen im Oktober
- Pflanze einen Tag vor dem Ausgraben gut wässern, um das Graben zu erleichtern.
- Breit, aber nicht tief ausheben, um möglichst viele Wurzeln zu sichern.
- Vorsichtig heben und zügig an den neuen Standort setzen.
- Bei Bedarf den Boden mit Kompost verbessern (außer bei Pflanzen wie Fetthennen).
- Gründlich angießen, damit keine Luftlöcher bleiben.
- Leicht mulchen, um die Wurzeln durch den Winter zu schützen.
Fazit
Das Umpflanzen im Oktober gibt trittfesten Stauden die Möglichkeit, sich in einer ruhigen Phase unter der Erde einzuleben, bevor sie im Frühjahr kräftig austreiben. Funkien, Taglilien, Pfingstrosen, Iris, Sonnenhut, Phlox, Rudbeckia und Fetthennen nehmen die Arbeit im Herbst dankbar an und bedanken sich im nächsten Wachstum mit gesundem, vitalem Wachstum.
Greifen Sie also zur Schaufel und Gartenhandschuhen: Ein bisschen Herbstarbeit ist die beste Voraussetzung für einen farbenfrohen, vielfältigen Staudengarten im kommenden Jahr.
