Wie man eine Rose veredelt – Schritt für Schritt
Rosen sind wegen ihrer Schönheit und ihres Duftes sehr beliebt. Sie sind so vielseitig, dass die meisten Rosen, die wir sehen, nicht nur eine übliche Art sind – oft sind sogar zwei oder drei Sorten miteinander veredelt.
Dies wird gemacht, um von den kräftigen Wurzeln und Stämmen robusterer Arten und von der spektakulären Blüte schwächerer Arten zu profitieren – oder sogar um Rosen zu erhalten, die auf keine andere Weise zu gewinnen wären.
Wann sollte man Rosen veredeln?
Da das Veredeln für beide Pflanzen, insbesondere für das Veredeln von Knospen, ein sehr aggressiver Prozess ist, kann es nicht zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Um die Erfolgschancen einer Veredelung zu maximieren, sollten wir den besten Zeitpunkt für die Pflanze wählen.
Bei Rosen ist dies in der Regel im Sommer nach der Blüte der Fall. Der beste Zeitpunkt, um die Blütenknospen auszuschneiden und zu veredeln, liegt etwa eine Woche nach dem Verblühen der Blumen an den Stielen.
Es ist wichtig, die Pflanzen einige Tage vor dem Entfernen der Knospen reichlich zu gießen. Am Tag der Veredelung sollte jedoch besser nicht gegossen werden. Die beste Tageszeit ist morgens oder bei Sonnenuntergang.
Rosengraft Schritt für Schritt
- Das zu veredelnde Material wird von bereits geblühten Trieben genommen. Die Dicke variiert je nach Sorte – sie reicht von der Dicke eines Daumens bis zur Dicke eines Bleistifts bei kräftigeren Sorten.
- Die zur Veredelung bestimmten Knospen werden von diesem Ast entnommen: Im Idealfall sind die Knospen leicht abgespreizt.
- Die als Unterlage verwendeten Pflanzen werden von Mai bis Juli durch Stecklinge vermehrt. Die Wurzeln dürfen erst ab Ende November festgelegt werden.
- In die Rinde des Stammes wird ein waagerechter Schnitt gemacht, dann ein weiterer, senkrechter Schnitt von der Mitte des ersten Schnitts aus. So entsteht das für diese Veredelungsart typische „T“.
- Die Knospen werden abgetrennt und über dem „T“ eingesetzt. Der Knoten muss sich über dem Pfropfreis befinden.
- Nach etwa 15 Tagen wird die Bindung geöffnet, um die Verbindung zu lockern und das freie Wachstum des Pfropfens zu ermöglichen. In gemäßigten Klimazonen kann die Veredelung entweder noch im Winter austreiben oder erst im folgenden Frühjahr.
- Die Krone der Unterlage wird nach und nach entfernt, während der Trieb wächst. Der Stängel bleibt am Ast, sodass die ganze Kraft der Pflanze in diesen Zweig gelenkt wird.
