Werfen Sie Lavendelblätter nicht weg! So können Sie sie verwenden

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Werfen Sie Lavendelblätter nicht weg! So nutzen Sie sie sinnvoll

Lavendel ist bekannt für seine schönen lila Blüten und den beruhigenden Duft – doch was ist mit den schlanken grünen Blättern? Viele schneiden sie einfach ab und entsorgen sie im Kompost, ohne zu wissen, dass sie voller ätherischer Öle und verborgener Vorteile stecken. Wenn Sie einen Lavendelstrauch im Garten haben, sollten Sie diese Blätter keinesfalls verschwenden!

Egal, ob beim Rückschnitt, der Ernte oder beim Entfernen verblühter Stängel – Lavendelblätter lassen sich auf vielfältige, praktische und duftende Weise wiederverwenden. Hier erfahren Sie die besten Tipps, um sie zuhause, im Garten und für Ihre Wellness-Rituale sinnvoll einzusetzen.

1. Lavendelblätter für selbstgemachte Duftbeutel verwenden

Auch wenn die Blätter nicht so intensiv duften wie die Blüten, verströmen sie doch ein süßes, erdiges Lavendelaroma. Getrocknete Blätter sind perfekt für DIY-Säckchen, um zum Beispiel zu erfrischen:

  • Schränke
  • Schubladen
  • Sporttaschen
  • Schuhschränke

Trocknen Sie die Blätter vollständig und füllen Sie sie in kleine Stoffbeutel oder binden Sie sie in ein Stück Musselin oder Käsetuch. Für einen intensiveren Duft können Sie ein paar Tropfen Lavendelöl hinzufügen.

2. Beruhigenden Lavendelblatt-Tee zubereiten (sicher & lecker!)

Lavendelblüten sind zwar der gängigere Bestandteil für Tee, aber auch die Blätter eignen sich zum Aufbrühen – besonders wenn gerade keine Blüten verfügbar sind. Der Tee schmeckt mild und leicht minzig, ideal zum Entspannen am Abend.

So gelingt’s:

  • Einige frische oder getrocknete Blätter abspülen.
  • In heißem (nicht kochendem) Wasser 5–7 Minuten ziehen lassen.
  • Nach Belieben mit Honig oder Zitrone verfeinern.

Hinweis: Beginnen Sie zunächst mit einer kleinen Menge, da Lavendeltee für manche etwas stark sein kann.

3. Natürliches Raumdüfte-Simmerpot herstellen

Sie haben einen Topf und ein paar Minuten Zeit? Dann zaubern Sie einen natürlichen Raumduft. Geben Sie Lavendelblätter zusammen mit:

  • Orangen- oder Zitronenschalen
  • einer Zimtstange
  • einem Schuss Vanille

in einen Topf und lassen Sie das Ganze auf dem Herd sanft köcheln. Schon bald duftet das ganze Haus wie ein gemütlicher Kräutergarten.

4. Lavendelblätter in Öl oder Essig ansetzen

Lavendelöl oder -essig können Sie leicht selbst herstellen. Sie eignen sich für hausgemachte Reinigungssprays, Massageöle oder Salatdressings (je nach Basis).

Für Lavendelöl:

  • Ein sauberes Glas mit getrockneten Blättern füllen.
  • Mit einem Trägeröl (z. B. Oliven-, Jojoba- oder Süßmandelöl) bedecken.
  • 1–2 Wochen an einem sonnigen Fensterplatz ziehen lassen.
  • Abseihen und lagern.

Für Lavendelessig dasselbe Vorgehen mit weißem oder Apfelessig. Verdünnt mit Wasser eignet sich der Essig als natürlicher, wirksamer Reiniger.

5. Lavendelblätter ins Badewasser geben

Gönnen Sie sich ein entspannendes Bad, indem Sie getrocknete Lavendelblätter in ein Leinen- oder Netzbeutelchen geben und dieses ins Badewasser legen. Die warmen Temperaturen setzen die beruhigenden ätherischen Öle frei – perfekt zum Abschalten nach einem langen Tag.

Extra-Tipp: Kombinieren Sie das Bad mit Bittersalz oder ein paar Tropfen Lavendelöl für noch mehr Wohlfühlmomente.

6. Lavendelblätter in selbstgemachte Kerzen oder Wachs-Melts einarbeiten

Wenn Sie Kerzen oder Wachsschmelzer selbst herstellen, dürfen Lavendelblätter nicht fehlen. Sie verströmen zwar keinen so starken Duft wie Blüten oder Öle, sorgen aber für eine ansprechende Optik und ein sanftes Kräuteraroma – sowie eine rustikale, handgemachte Note.

7. Lavendelblätter in Feueranzünder und Kräuterbündel verwenden

Getrocknete Lavendelblätter sind leicht harzig und brennen gut mit angenehmem Duft. Ideal zum Beimischen in:

  • Feueranzünder (mit Kiefernzapfen, Wachs und Papier)
  • Getrocknete Kräuterbündel oder Smudge Sticks
  • Lagerfeuer oder Kaminfeuer für ein natürlich wohlriechendes Flammenspiel

Achten Sie darauf, dass die Blätter vollständig trocken sind, um Rauchentwicklung oder Schimmel zu vermeiden.

8. Lavendelblätter als natürlicher Schutz im Garten nutzen

Lavendelblätter vertreiben Schädlinge wie Blattläuse, Mücken und sogar Kaninchen. Streuen Sie gehackte, getrocknete Blätter um empfindliche Pflanzen oder zerreiben Sie einige Blätter und legen Sie sie in Sitzbereiche im Freien, um lästige Insekten fernzuhalten.

Auch im Kompost geben sie eine angenehme Duftnote ab und zersetzen sich wie andere Kräuterreste.

9. Kräuterspray mit Lavendel-Essig selbst herstellen

Mischen Sie zu gleichen Teilen Lavendelessig (wie oben beschrieben) und Wasser und füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche. So haben Sie einen natürlichen, ungiftigen Reiniger für Arbeitsflächen, Waschbecken und Glas. Lavendel wirkt leicht antibakteriell und hinterlässt einen frischen Duft.

10. Lavendelblätter trocknen und aufbewahren

Keine Zeit für die direkte Verwendung? Kein Problem. Sammeln Sie die Blätter, verteilen Sie sie auf einem Tablett und trocknen Sie sie an einem kühlen, dunklen Platz. Bewahren Sie sie anschließend luftdicht in einem Glas oder Beutel auf, bis Sie sie brauchen.

Fazit: Lavendelblätter verdienen mehr Aufmerksamkeit

Beim nächsten Rückschnitt des Lavendelstrauchs: Werfen Sie die Blätter nicht einfach weg. Sie sind zwar unscheinbar, aber vielseitig einsetzbar. Ob zum Basteln, Kochen, Entspannen oder im Garten – die Blätter schenken Ihnen sanften Duft und natürliche Vorteile, die oft übersehen werden.

Also: Schneiden, trocknen, aufbewahren und genießen. Ihr Lavendel gibt Ihnen mehr als nur hübsche Blüten.

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