10 Pflanzen, die Sie niemals in der Nähe von Tomaten anpflanzen sollten

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Diese 10 Pflanzen sollten Sie niemals neben Tomaten anbauen

Tomaten gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Hausgarten, geschätzt wegen ihrer Vielseitigkeit, ihres Geschmacks und ihres Nährwerts. Doch nicht alle Pflanzen sind gute Nachbarn für Tomaten. Die Methode der Mischkultur – also das gemeinsame Anpflanzen bestimmter Pflanzen zum gegenseitigen Vorteil – kann das Wachstum, die Gesundheit und den Ertrag der Tomatenpflanzen stark beeinflussen. Während manche Pflanzen das Tomatenwachstum fördern, können andere ihm schaden, indem sie um Nährstoffe konkurrieren, Schädlinge anlocken oder Krankheiten verbreiten.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen zehn Pflanzen vor, die Sie keinesfalls neben Tomaten setzen sollten, und erklären die Gründe dafür. Wenn Sie diese Zusammenhänge kennen, gelingt es Ihnen, Ihren Garten so zu gestalten, dass Ihre Tomaten bestmöglich gedeihen.

1. Mais

Mais und Tomaten sind beide Starkzehrer, sie benötigen viele Nährstoffe aus dem Boden. Werden sie nebeneinander gepflanzt, konkurrieren sie um dieselben Ressourcen, was zu schlechtem Wachstum und geringeren Erträgen bei beiden führt. Zudem ist Mais eine hohe Pflanze, die Tomaten beschatten und ihnen so wertvolles Sonnenlicht rauben kann. Ein weiteres Problem ist, dass Mais den Tomatenfruchtwurm anzieht, der erhebliche Schäden an Tomaten verursachen kann.

2. Kartoffeln

Tomaten und Kartoffeln zählen zur selben Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse und sind daher anfällig für ähnliche Krankheiten wie Krautfäule. Stehen sie nebeneinander, erhöht sich die Gefahr, dass sich bodenbürtige Krankheiten wie die Früh- und Spätfäule schneller ausbreiten. Außerdem konkurrieren beide um wichtige Nährstoffe, insbesondere um Kalium, was zu Mangelerscheinungen führen kann.

3. Fenchel

Fenchel wirkt allelopathisch, das heißt, er gibt Substanzen in den Boden ab, die das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmen können. Tomaten reagieren besonders empfindlich darauf, was sich in verkümmertem Wachstum und niedrigerem Ertrag zeigt. Fenchel zieht außerdem bestimmte Schädlinge an, die Tomaten schaden können. Deshalb sollte Fenchel an einem eigenen Standort im Garten wachsen, getrennt von Tomaten und anderen Gemüsesorten.

4. Kohlgewächse (Brassica)

Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl und Rosenkohl sind keine idealen Nachbarn für Tomaten. Sie benötigen viel Platz und viele Nährstoffe, was zu Konkurrenz führt. Zudem geben Kohlgewächse Stoffe ab, die das Wachstum der Tomaten hemmen können. Ihr dichtes Laub schattet außerdem und sorgt für feuchte Bedingungen, die Pilzkrankheiten begünstigen.

5. Walnussbäume

Walnussbäume produzieren das giftige Juglon, das in Wurzeln, Blättern und Nüssen enthalten ist und im Boden jahrelang wirken kann. Dieses Toxin schädigt viele Pflanzen, darunter auch Tomaten. Werden Tomaten zu nahe an Walnussbäumen gepflanzt, leiden sie unter Blattvergilbung, Welken und können sogar absterben. Achten Sie daher darauf, Tomaten weit genug von Walnussbäumen entfernt anzusiedeln.

6. Auberginen

Auberginen gehören ebenfalls zur Familie der Nachtschattengewächse und sind offen für dieselben Krankheiten und Schädlinge wie Tomaten. Wenn diese Pflanzen zusammenstehen, steigt das Risiko für Verticillium-Welke und Befall durch Blattläuse oder Minierfliegen. Daher sollten Tomaten und Auberginen möglichst räumlich getrennt wachsen.

7. Dill

Dill ist zwar für manche Pflanzen ein guter Begleiter, für Tomaten jedoch nicht optimal. Junge Dillpflanzen ziehen zwar nützliche Insekten an, doch mit zunehmendem Alter schütten sie Wachstumshemmstoffe aus. Zudem lockt Dill den Tomatenhornwurm an, einen Schädling, der Tomaten schnell entlauben kann. Besser pflanzen Sie Dill nicht direkt neben Tomaten oder ernten ihn, bevor er zu hoch wächst.

8. Gurken

Gurken und Tomaten benötigen ähnliche Wachstumsbedingungen, eignen sich aber nicht als gute Nachbarn. Beide sind anfällig für Pilzkrankheiten wie Mehltau, was durch das gemeinsame Wachstum begünstigt wird. Außerdem sind Gurken sehr wuchsfreudig und können mit Tomaten um Platz, Nährstoffe und Wasser konkurrieren. Es ist sinnvoll, ihnen ausreichend Abstand zu geben oder sie an getrennten Stellen anzubauen.

9. Himbeeren

Himbeeren und Tomaten sind beide empfindlich gegenüber der Verticillium-Welke, einer gefährlichen Pilzkrankheit im Boden. Stehen sie nah beieinander, steigt die Ansteckungsgefahr deutlich. Zudem haben Himbeeren ein stark verzweigtes Wurzelsystem, das Tomaten bei der Nährstoff- und Wasseraufnahme Konkurrenz macht. Deshalb sollten Sie Tomaten nicht in der Nähe von Himbeeren oder anderen anfälligen Pflanzen setzen.

10. Sonnenblumen

Sonnenblumen locken zwar Bienen und andere Bestäuber an, sind aber keine guten Nachbarn für Tomaten. Sie sondern Hemmstoffe ab, die das Wachstum der Tomaten beeinträchtigen können. Ihr ausladendes Wurzelsystem konkurriert stark um Nährstoffe und Wasser. Außerdem werfen Sonnenblumen durch ihre Größe Schatten, der den Tomaten das benötigte Sonnenlicht entzieht.

Tipps für eine erfolgreiche Mischkultur mit Tomaten

  • Wählen Sie passende Begleiter: Pflanzen Sie Tomaten neben Basilikum, Tagetes, Kapuzinerkresse oder Karotten. Diese Helfer vertreiben Schädlinge, verbessern den Geschmack und fördern das Wachstum.
  • Fruchtfolge beachten: Vermeiden Sie es, Tomaten jedes Jahr an derselben Stelle zu pflanzen, um Krankheiten im Boden vorzubeugen und Nährstoffmangel zu verhindern.
  • Ausreichend Platz schaffen: Lassen Sie Ihren Tomaten genug Raum zum Wachsen und vermeiden Sie zu dichte Pflanzungen, die Konkurrenz und Krankheiten fördern können.
  • Regelmäßig kontrollieren: Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten und reagieren Sie schnell, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Fazit

Mischkultur ist ein wirkungsvolles Mittel, um einen gesunden und ertragreichen Garten anzulegen. Wichtig ist dabei, die Pflanzen zu kennen, die Sie lieber nicht neben Tomaten pflanzen sollten. Wenn Sie den zehn genannten Pflanzen aus dem Weg gehen, schützen Sie Ihre Tomaten vor Schädlingen, Krankheiten und Nährstoffkonkurrenz und sichern so eine reiche Ernte. Mit einer sorgfältigen Planung Ihrer Nachbarschaften genießen Sie den ganzen Sommer über gesunde und kräftige Tomatenpflanzen.

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