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Diese Pflanzen sollten Sie niemals nebeneinander pflanzen – Das müssen Sie wissen
Im Gartenbau ist das Wissen um die richtige Pflanzenkombination entscheidend für ein gesundes und ertragreiches Wachstum. Manche Pflanzen unterstützen sich gegenseitig, andere hingegen behindern sich oder ziehen Schädlinge an. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Pflanzen auf keinen Fall zusammen gepflanzt werden sollten, damit Ihr Garten gedeiht und gesund bleibt.
Warum ist Mischkultur so wichtig?
Mischkultur bezeichnet das bewusste Nebeneinanderpflanzen verschiedener Pflanzenarten, die sich positiv beeinflussen können. Einige Pflanzen vertreiben Schädlinge, verbessern den Geschmack oder fördern die Bodenqualität. Doch nicht alle Kombinationen sind vorteilhaft: Manche Pflanzen hemmen sich gegenseitig oder fördern Krankheiten. Es ist deshalb genauso wichtig zu wissen, welche Pflanzen nicht zusammenpassen.
Pflanzen, die Sie keinesfalls zusammen anbauen sollten
1. Tomaten und Kartoffeln
Tomaten und Kartoffeln gehören beide zur Familie der Nachtschattengewächse, doch nebeneinander gepflanzt führen sie schnell zu Problemen. Beide sind anfällig für Krautfäule, eine Pilzkrankheit, die sich rasch ausbreitet und die Ernte zerstört. Zudem konkurrieren sie um dieselben Nährstoffe, was zu schwächerem Wachstum beider Pflanzen führt.
Lösung: Halten Sie Tomaten und Kartoffeln immer weit voneinander entfernt und wechseln Sie sie jährlich im Beet, um Bodenkrankheiten zu vermeiden.
2. Zwiebeln und Bohnen
Zwiebeln, ebenso wie andere Lauchgewächse (Knoblauch, Porree), hemmen das Wachstum von Bohnen. Sie stören die für Bohnen wichtigen stickstoffbindenden Bakterien an den Wurzeln, was zu geringerer Entwicklung und Ertrag der Bohnen führt.
Lösung: Pflanzen Sie Zwiebeln und Bohnen in getrennten Beeten, damit beide optimal gedeihen.
3. Möhren und Dill
Obwohl Dill oft als Begleiter für Möhren empfohlen wird, kann er die Möhren vor allem im jungen Stadium hemmen. Zudem zieht Dill die Karottenfliege an, welche großen Schaden an der Möhrenernte anrichten kann.
Lösung: Bauen Sie Dill fern von Möhren an. Nutzen Sie Dill stattdessen als Schutzpflanze für Kohl oder andere Gemüsesorten.
4. Kohl und Erdbeeren
Kohl ist eine Starkzehrer-Pflanze, die mit Erdbeeren um Nährstoffe konkurriert. Außerdem lockt Kohl Schädlinge wie Blattläuse und Kohlweißlinge an, die sich leicht auf Erdbeeren übertragen und deren Gesundheit beeinträchtigen.
Lösung: Pflanzen Sie Kohl und Erdbeeren in unterschiedlichen Gartenbereichen, um Konkurrenz und Schädlingsbefall zu vermeiden.
5. Paprika und Fenchel
Fenchel ist ein schlechter Nachbar für viele Gemüsearten, einschließlich Paprika. Aus seinen Wurzeln werden hemmende Stoffe freigesetzt, die das Wachstum von Paprika beeinträchtigen. Paprika, die ohnehin empfindlich sind, wachsen neben Fenchel schlechter und bringen geringere Erträge.
Lösung: Fenchel immer separat kultivieren, damit Gemüsepflanzen ungestört wachsen können.
6. Mais und Tomaten
Mais und Tomaten sind große Pflanzen, die viel Raum und Nährstoffe benötigen. Zusammen gepflanzt geraten sie in Konkurrenz, was das Wachstum und die Ernte mindert. Beide sind zudem anfällig für ähnliche Schädlinge wie Maiszünsler und Tomatenfruchtwürmer, die sich gegenseitig befallen können.
Lösung: Säen Sie Mais und Tomaten deshalb in unterschiedlichen Gartenbereichen mit ausreichend Abstand.
7. Gurken und aromatische Kräuter
Gurken vertragen sich nicht gut mit stark duftenden Kräutern wie Salbei, Rosmarin oder Thymian. Diese Kräuter konkurrieren mit Gurken um Licht und Nährstoffe. Außerdem kann ihr intensiver Duft die Bestäubung der Gurkenblüten stören, was zu weniger Früchten führt.
Lösung: Pflanzen Sie Gurken und aromatische Kräuter getrennt, damit beide ihre optimale Entwicklung erreichen.
Allelopathie verstehen: Chemische Kriegsführung im Garten
Einige Pflanzen geben chemische Substanzen ab, die das Wachstum anderer Pflanzen hemmen – ein Phänomen, das als Allelopathie bekannt ist. Dieses Prinzip kann zwar gezielt gegen Unkraut eingesetzt werden, doch zu nah stehende Pflanzen können darunter leiden. Schwarzwalnuss zum Beispiel produziert Juglon, das Wachstumshemmungen bei Tomaten, Kartoffeln und Paprika verursacht. Zu wissen, welche Pflanzen allelopathisch wirken, schützt Ihren Garten vor unerwünschten Schäden.
Fazit
Ein erfolgreicher Garten entsteht nicht nur durch die Wahl der Lieblingspflanzen, sondern vor allem durch ein Verständnis ihrer Wechselwirkungen. Indem Sie die genannten ungünstigen Kombinationen vermeiden, fördern Sie das gesunde Wachstum und eine reiche Ernte. Gute Planung und ein wachsames Auge sind der Schlüssel zu einem blühenden und ertragreichen Garten.
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