Wie man einen Kiwi im Topf zieht – Schritt für Schritt
Wussten Sie, dass Sie Kiwis in einem Topf anbauen können? Kiwis müssen nicht mehr nur die Früchte sein, die Sie im Supermarkt kaufen, denn Sie können zu Hause viele verschiedene Sorten winterharter Kiwis züchten! Diese sogenannten „harten“ Kiwis sind kleiner und süßer als die aus dem Supermarkt (also noch leckerer!). Sie werden auch Mini-Kiwis genannt und wachsen in Trauben. Heute zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie beim Anbau von Kiwis erfolgreich sind. Achten Sie besonders auf die folgenden Schritte.
Wie man Kiwis Schritt für Schritt anbaut
- Beginnen Sie damit, eine Kiwi-Pflanze zu kaufen, die bereits in einer Baumschule gezogen wurde. Es ist viel einfacher und sicherer, Kiwis so zu bekommen, als sie aus Samen zu ziehen. Wenn Sie sich dennoch entscheiden, Kiwis aus Samen zu ziehen, folgen Sie später denselben Anweisungen!
- Stellen Sie Ihr Pflanzgefäß in die Nähe eines Rankgitters, damit die Kiwi hochwachsen kann.
- Füllen Sie Ihren Topf etwa zu einem Drittel mit Pflanzerde und einer Düngermischung.
- Nehmen Sie die Kiwi-Pflanze vorsichtig aus dem Behälter und setzen Sie sie mittig in das Gefäß.
- Nehmen Sie männliche und weibliche Pflanzen aus dem Behälter und pflanzen Sie sie jeweils an die Seiten der zentralen Pflanze. (Kiwis für Kinder sollten männliche und weibliche Pflanzen enthalten, besonders wenn Sie die winterharte Sorte kultivieren!)
- Füllen Sie den Rest des Gefäßes mit lockerer Erde bis zum oberen Rand auf. Lassen Sie 5 bis 7 cm Platz zum Gießen.
- Stecken Sie einen Stab in das Gefäß neben das Rankgitter, um das Wachstum zu unterstützen.
Pflegetipps für Kiwis
- Gießen Sie die Kiwi-Pflanzen mindestens zweimal pro Woche in warmen Klimazonen. Lassen Sie die Erde während der Wachstumszeit nicht komplett austrocknen, sondern halten Sie sie stets feucht.
- Bedecken Sie den Boden um die Pflanzen mit einer 10 cm dicken Schicht kernloser Strohhalme, um die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten und das Unkrautwachstum zu hemmen.
- Düngen Sie die Pflanzen ein Jahr, nachdem Sie sie in Ihren Garten umgepflanzt haben, mit einem 10-10-10-Dünger.
- Achten Sie auf Schädlinge und Krankheiten. Die häufigsten Schaderreger sind Pilze, die während der Blütezeit und bei sehr feuchter Witterung angreifen.
- Nematoden sind eine Krankheit, die Kiwi-Pflanzen befallen kann. Sie führen zu Gelbfärbung der Blätter und verlangsamen das Wachstum. Schließlich gibt es noch Insekten, die Löcher in die Blätter fressen und so zu deformierten Früchten führen können.
Bestäubung
- Die Bestäubung der Kiwis ist sehr wichtig, da sie nicht nur die Fruchtbildung, sondern auch die Größe der Früchte beeinflusst – mit einer Steigerung von bis zu 20 %.
- Wenn Bienen in der Nähe sind, gibt es keinen Grund zur Sorge. Andernfalls kann der Einsatz von Sprühgeräten, die einen Luftstrom erzeugen, hilfreich sein. Diese sorgen auf natürliche Weise für Bewegung der Luft, ohne Feuchtigkeit hinzuzufügen.
- Was die Düngung betrifft, so ist die Kiwi eine sehr nährstoffbedürftige Pflanze. Professionelle Anbauer führen zunächst eine Boden- und Blattanalyse durch, um die Düngerdosierung besser bestimmen zu können. In städtischen Gärten wird diese Praxis meist nicht angewendet, da der Aufwand nicht gerechtfertigt ist.
- Neben Grundnährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sollte auch auf Spurenelemente geachtet werden. Zunächst achtet man besonders auf stickstoffreiche Dünger bis zum Beginn der Produktion, da Stickstoff für das vegetative Wachstum der Pflanze entscheidend ist. Nach dem Erreichen der vollen Fruchtbildung wählt man ausgewogenere Düngermischungen, wobei Kalium eine stärkere Rolle spielt.
Produktive Sorten sind weiblich – die beliebtesten sind:
- Abbott: Mittelgroße Früchte, glänzend strohgrünes Fruchtfleisch, süß-säuerlicher Geschmack, sehr dünne und aromatische Schale.
- Bruno: Ebenfalls mittelgroße, einheitlich geformte Früchte mit glänzend strohgrünem, saftigem Fruchtfleisch und angenehmem, leicht säuerlichem Geschmack.
- Hayward: Etwas größere und gleichmäßiger gewachsene Frucht. Das Fruchtfleisch ist hell strohgrün, mit einem süßen, leicht säuerlichen und sehr angenehmen Geschmack – ausgewogen und aromatisch.
- Monty: Mittelgroße und meist weniger einheitliche Früchte. Ihr Fruchtfleisch ist hell strohgrün, mit süßem, leicht säuerlichem und ebenfalls aromatischem Geschmack.
- La Gracie: Früchte mit grün-brauner Schale, die von langen leicht entfernbaren Haaren bedeckt ist. Das Fruchtfleisch ist grün, duftend und leicht säuerlich.
- Jones: Relativ große, ovale Früchte mit dunkelbrauner Schale und hellgrünem, süßem Fruchtfleisch, mittlerer Säure und angenehmem Aroma.

Anna – Autorin bei Marezepte
Anna ist die Autorin und Betreiberin von Marezepte.com. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Gartentipps und Haushaltstipps, die den Alltag einfacher, natürlicher und praktischer machen.
Mit einem besonderen Fokus auf leicht umsetzbare Lösungen teilt Anna hilfreiche Tipps rund um Pflanzenpflege, Gartenarbeit und Haushalt, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Leser geeignet sind. Ihre Inhalte basieren auf Erfahrung, Recherche und bewährten Methoden aus dem Alltag.
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