Schimmel im Badezimmer, an Fensterrahmen oder in feuchten Ecken ist nicht nur unschön, sondern kann auch die Raumluft beeinträchtigen. Viele greifen deshalb sofort zu starken chemischen Reinigern. Dabei lassen sich kleinere Schimmelflecken oft auch mit einfachen Hausmitteln entfernen – vorausgesetzt, der Befall ist oberflächlich.
Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Schimmel beseitigen und gleichzeitig dafür sorgen, dass er nicht so schnell zurückkehrt.
Wichtig: Bei großflächigem Schimmelbefall (mehr als etwa 0,5 m²), wiederkehrendem Schimmel oder wenn die Ursache in einem Feuchtigkeitsschaden liegt, sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden.
Warum entsteht Schimmel?
Schimmel benötigt vor allem drei Dinge:
- Feuchtigkeit
- Wenig Luftzirkulation
- Organische Rückstände (z. B. Staub)
Typische Problemstellen sind:
- Badezimmer
- Fensterrahmen
- Silikonfugen
- Außenwände
- Keller
- Bereiche hinter Möbeln
Diese Hausmittel können helfen
Für oberflächlichen Schimmel benötigen Sie oft nur wenige Zutaten:
- Weißer Haushaltsessig (nicht für kalkhaltige Natursteine geeignet)
- Natron
- Warmes Wasser
- Mikrofasertuch
- Weiche Bürste
- Schutzhandschuhe
Schritt 1: Raum gut lüften
Öffnen Sie vor Beginn Fenster und Türen, damit ausreichend Frischluft vorhanden ist.
Tragen Sie möglichst Handschuhe und vermeiden Sie es, Schimmel trocken abzubürsten, da dabei Sporen aufgewirbelt werden können.
Schritt 2: Essig auftragen
Befeuchten Sie ein Tuch oder eine Sprühflasche mit Essig und behandeln Sie die betroffene Stelle.
Lassen Sie den Essig etwa 20 bis 30 Minuten einwirken.
Schritt 3: Mit Natron nachreinigen
Geben Sie etwas Natron auf einen feuchten Schwamm oder stellen Sie eine dicke Paste aus Natron und Wasser her.
Reiben Sie die Oberfläche vorsichtig ab.
Natron hilft dabei, Verschmutzungen zu lösen und Gerüche zu neutralisieren.
Schritt 4: Mit klarem Wasser abwischen
Entfernen Sie alle Rückstände mit einem feuchten Tuch.
Anschließend die Fläche gründlich trocknen.
Gerade Feuchtigkeit begünstigt neues Schimmelwachstum.
Schimmel dauerhaft vorbeugen
Die eigentliche Ursache ist fast immer zu hohe Feuchtigkeit.
Deshalb helfen folgende Gewohnheiten:
- Zwei- bis dreimal täglich stoßlüften.
- Nach dem Duschen das Bad gut trocknen lassen.
- Nasse Handtücher nicht dauerhaft im Raum liegen lassen.
- Möbel einige Zentimeter von Außenwänden abrücken.
- Die Raumtemperatur möglichst konstant halten.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden
- Schimmel einfach überstreichen.
- Die betroffenen Stellen dauerhaft feucht lassen.
- Aggressive Chemikalien ohne ausreichende Belüftung verwenden.
- Schimmel ignorieren, wenn er immer wiederkehrt.
Wann sollten Sie einen Fachbetrieb rufen?
Ein Experte sollte eingeschaltet werden, wenn:
- der Schimmel immer wieder auftritt,
- sich die Flecken großflächig ausbreiten,
- Tapeten oder Putz bereits beschädigt sind,
- ein Wasserschaden vermutet wird,
- gesundheitliche Beschwerden auftreten.
Natürliche Reinigung als erste Lösung
Kleine, oberflächliche Schimmelflecken lassen sich häufig mit einfachen Hausmitteln wie Essig und Natron entfernen. Noch wichtiger als die Reinigung ist jedoch, die Ursache der Feuchtigkeit zu beseitigen. Nur so bleibt die Wand langfristig schimmelfrei.
Mit regelmäßigem Lüften, einer guten Luftzirkulation und einer trockenen Umgebung können Sie das Risiko neuer Schimmelbildung deutlich reduzieren – oft ganz ohne aggressive Chemikalien.