Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Mit ihren eleganten Blüten bringen sie Farbe und Leben in jeden Raum. Doch nach der Blüte sehen viele Pflanzen traurig aus: Die Blüten fallen ab, die Blätter wirken schlapp und neue Triebe lassen lange auf sich warten.
Viele glauben dann, die Orchidee sei nicht mehr zu retten. Tatsächlich benötigen Orchideen nach der Blüte oft nur die richtige Pflege. Einige Hobbygärtner verwenden dabei ein einfaches Hausmittel als ergänzende Nährstoffquelle.
Warum blühen Orchideen nicht mehr?
Nach der Blüte legen viele Orchideen eine natürliche Ruhephase ein. Während dieser Zeit sammelt die Pflanze Energie für neue Blätter, Wurzeln und Blütentriebe.
Bleibt die Blüte dauerhaft aus, können verschiedene Ursachen dahinterstecken:
- Zu wenig Licht.
- Falsches Gießverhalten.
- Staunässe.
- Zu trockene Luft.
- Nährstoffmangel.
- Zu niedrige Temperaturen.
Mit der richtigen Pflege kann sich die Pflanze häufig wieder gut erholen.
Die einfache Zutat
Viele Pflanzenfreunde verwenden Reiswasser als natürliche Ergänzung zur Pflege ihrer Orchideen.
Reiswasser enthält geringe Mengen an Mineralstoffen und Stärke. Es ersetzt keinen ausgewogenen Orchideendünger, kann jedoch gelegentlich als ergänzende Pflege eingesetzt werden.
So bereiten Sie das Reiswasser vor
Sie benötigen:
- 2 Esslöffel ungekochten Reis.
- 500 ml Wasser.
Schritt 1
Spülen Sie den Reis kurz mit Wasser ab.
Schritt 2
Geben Sie den Reis in das Wasser und lassen Sie ihn etwa 30 Minuten ziehen.
Schritt 3
Seihen Sie das Wasser ab.
Verwenden Sie ausschließlich ungesalzenes und ungewürztes Reiswasser.
Anwendung
Gießen Sie die Orchidee etwa einmal im Monat mit einer kleinen Menge Reiswasser.
Zwischen den Anwendungen sollte die Pflanze wie gewohnt mit klarem Wasser gegossen werden.
Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser vollständig ablaufen kann, damit keine Staunässe entsteht.
Weitere Pflegetipps
Damit Orchideen neue Triebe bilden können, sollten Sie außerdem auf folgende Punkte achten:
- Einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne wählen.
- Nur gießen, wenn das Substrat fast trocken ist.
- Luftwurzeln nicht abschneiden.
- Verblühte Blüten entfernen.
- Einen speziellen Orchideendünger während der Wachstumsphase sparsam verwenden.
Häufige Fehler
Vermeiden Sie diese typischen Pflegefehler:
- Zu häufig gießen.
- Wasser im Übertopf stehen lassen.
- Die Pflanze dauerhaft dunkel stellen.
- Normale Blumenerde verwenden.
- Zu viel Dünger geben.
Geduld zahlt sich aus
Orchideen wachsen langsamer als viele andere Zimmerpflanzen. Neue Blätter oder Blütentriebe können mehrere Wochen oder sogar Monate benötigen.
Mit einer konstanten Pflege, ausreichend Licht und den richtigen Bedingungen entwickeln viele Pflanzen nach ihrer Ruhephase wieder kräftige Wurzeln und neue Blütenstiele.
Fazit
Auch ältere Orchideen sind oft längst nicht verloren. Mit einem hellen Standort, einer angepassten Bewässerung und gelegentlich etwas ungesalzenem Reiswasser als ergänzende Pflege können Sie die Pflanze bei ihrer natürlichen Entwicklung unterstützen. Entscheidend sind jedoch Geduld und eine dauerhaft gute Pflege – denn nur so kann die Orchidee ihre ganze Blütenpracht erneut entfalten.