Aber als Schneiderin reichen eine Nadel und ein Maßband aus, um Ihre Hose zu kürzen.

Als Schneiderin reicht eine Nadel und ein Maßband, um Ihre Hose zu kürzen

So wird eine Hose gekürzt: Eine Nadel und ein Maßband genügen, ohne zu einem Profi gehen zu müssen.

Oft kauft man Hosen, die sich dann als zu lang für die eigene Körpergröße erweisen; in diesem Fall muss man nicht unbedingt zur Schneiderin gehen, sondern es reicht, sich selbst auszuprobieren – und zwar nur mit einer Nadel und einem Maßband. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Eine Hose kürzen: Wie macht man das schnell?

Es kommt häufig vor, dass man sich ein Kleidungsstück kauft, das man sehr mag, es aber nicht sofort anziehen kann, weil es einfach zu lang ist.

Die Hose, die wir mit so viel Liebe gekauft haben, ist so lang, dass sie einfach nicht getragen werden kann. Die erste Reaktion ist dann meist, zur Schneiderin zu gehen.

Genau das tun wir: Wir gehen zur Schneiderin in der Hoffnung, dass sie unser Problem löst, als wäre das wirklich die einzige Option, die wir haben – und haben sollten.

Ein Besuch bei der Schneiderin bedeutet, Maße zu nehmen, aber vor allem zu warten, bis der Profi einen Termin zum Abholen der Hose vergibt, was meist nicht sofort möglich ist. All das führt oft zu Umständlichkeiten und vor allem zu echter Frustration, denn eigentlich möchte man das neue Kleidungsstück ja sofort vorzeigen.

Doch genau diese unangenehme Situation kann letztlich auch dazu führen, dass wir uns selbst erproben. Wie ist das gemeint? Denn oft ist die Lösung, dass wir selbst aktiv werden und zu unserem eigenen Schneider werden.

Das klingt auf den ersten Blick vielleicht beängstigend, weil man Angst hat, etwas falsch zu machen oder es nicht ordentlich hinzubekommen, aber das ist tatsächlich unbegründet.

Die Hose zu Hause kürzen: Die einfachste Methode

Tatsächlich ist das Kürzen einer Hose fast kinderleicht, und es genügt eine Nadel und ein Maßband.

Doch wie kürzt man eine Hose zu Hause? Das sind die Schritte, denen Sie nacheinander folgen müssen, um eine Hose in Ihre optimale Länge zu bringen.

Das Kürzen einer Hose zu Hause ist möglich und erfordert eigentlich keine professionelle Ausbildung. Natürlich ermöglicht es eine Schneiderlehre, sauber und vor allem schneller zu arbeiten, auch dank einer Nähmaschine. Aber das ist keineswegs zwingend; Sie können diesen Vorgang auch vollkommen selbstständig zu Hause durchführen.

Wie bereits erwähnt, müssen Sie sich zunächst mit einer Nadel und einem Maßband ausstatten – sowie der nötigen Motivation und etwas Neugier, es einfach auszuprobieren.

Im ersten Schritt messen Sie die Hose ab, um herauszufinden, wie viel gekürzt werden soll.

Nachdem Sie festgestellt haben, wie viel Sie kürzen möchten, legen Sie die Hose auf eine ebene Fläche und positionieren beide Hosenbeine genau übereinander. Mit dem Maßband messen Sie vom unteren Rand aus die Zentimeter ab, die entfernt werden sollen.

Nachdem das erledigt ist, ziehen Sie mit Kreide Linien, die als Orientierung dienen, wie viel Stoff abgenommen werden muss. Damit die Linie gerade wird, ziehen Sie sie mit einem Lineal und halten sich dabei am besten an der Tischkante fest. Diese Linie zeichnen Sie sowohl oben als auch unten, also auch am Ende des Hosenbeins. So stellen Sie sicher, dass die Linie exakt gerade ist und nicht einfach nur „nach Gefühl“ verläuft.

Vorgehen und Tipps

Sind die beiden Hilfslinien gezogen, schneiden Sie entlang der unteren Linie. Dann trennen Sie von innen her die originäre Naht der Hose unten und seitlich auf. So öffnen Sie das Hosenbein von einer Seite.

Lösen Sie die Naht auf etwa zwölf Zentimeter auf. Zeichnen Sie anschließend mit Kreide erneut eine Linie mit etwa zwölf Zentimeter Abstand.

Später sollten Sie mit der Nähmaschine eine Naht nur an der Seite des Hosenbeins machen, die Sie zuvor aufgetrennt haben. Diese Naht soll nicht mit der gegenüberliegenden Hosenbeinseite zusammengenäht werden, sondern nur innen einen kleinen Umschlag bilden. Das verhindert, dass der Stoff ausfranst oder sich löst. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle vier Seiten, die Sie zuvor aufgetrennt haben. Dabei unbedingt überstehende Fäden entfernen.

Ist das erledigt, nehmen Sie erneut Kreide und markieren mit einem Lineal zwei Linien als Orientierung für den inneren Besatz. Es empfiehlt sich, diesen Besatz etwas breiter zu machen, damit der genähte Teil nicht zu schnell ausreißt.

Nachdem Sie die beiden Linien markiert haben, helfen Sie sich mit einer Nadel, um die Enden zusammenzustecken, die als innerer Umschlag dienen sollen.

Danach geht es an die Nähmaschine: Nähen Sie die beiden Enden des inneren Umschlags zusammen. Fixieren Sie sie zuvor mit der Nadel, damit sie nicht verrutschen, und ziehen Sie die Nadel während des Nähens wieder heraus.

Nach diesem Schritt nähen Sie den verbleibenden Teil des Hosenbeins, also den oberen Bereich, den Sie zuvor aufgetrennt haben. Mit der Nähmaschine verbinden Sie die aufgegangene Naht mit der Seitennaht.

Stecken Sie anschließend die Nadeln am inneren Umschlag fest und bügeln Sie mehrmals darüber. Nähen Sie dann mit der Nadel den seitlichen Bereich, also den Anfang des inneren Umschlags, zur zusätzlichen Sicherung fest – an allen vier Seiten.

So erhalten Sie eine perfekt gekürzte Hose.

Natürlich sind mehrere Schritte nötig, aber im Gegenzug erhalten Sie die Hose, die Sie sich wünschen – genau in Ihrer Lieblingslänge – und das alles, ohne einen Termin bei der Schneiderin vereinbaren zu müssen. Ab heute brauchen Sie das nicht mehr, und die beschriebenen Schritte werden Ihnen dabei helfen. Folgen Sie der Anleitung einfach Schritt für Schritt, und schon können Sie Ihre neue Lieblingshose tragen!