Diese 10 Kräuter leiden ohne Rückschnitt – Schneiden Sie sie richtig?

Diese 10 Kräuter brauchen regelmäßigen Schnitt – so gelingt das Zurückschneiden richtig

Kräuter selbst anzubauen ist eine tolle Sache: Frische Kräuter bringen Geschmack und Vielfalt in Küche und Garten. Doch ein oft übersehener Punkt ist das richtige Schneiden. Werden Kräuter nicht regelmäßig geschnitten, wachsen sie schnell zu langbeinig, entwickeln bittere Noten oder sehen unschön aus.

Hier stellen wir 10 beliebte Kräuter vor, die ohne regelmäßigen Schnitt kaum gedeihen, und zeigen, wie man sie am besten pflegt.

Warum das Schneiden von Kräutern unerlässlich ist

Regelmäßiges Zurückschneiden bringt mehr als nur ein ordentliches Aussehen:

  • Kräftigeres, buschigeres Wachstum
  • Intensivere Aromen
  • Längere Lebensdauer der Pflanze
  • Weniger Schädlinge und Krankheiten

Wer nur die Spitzen wegschneidet, regt die Pflanze zum Seitentrieb an. Wird nicht geschnitten, wachsen lange, holzige Stiele, und es entstehen weniger genießbare Blätter.

1. Basilikum

Problem: Basilikum blüht schnell und wird bitter, wenn es nicht regelmäßig geschnitten wird.

So schneiden Sie richtig: Schneiden Sie oberhalb eines Blattpaars, sobald die Pflanze 6–8 Blätter hat. Blüten sollten Sie vermeiden, es sei denn, Sie wollen Samen ernten.

Tipp: Immer von oben schneiden, um Seitentriebe und eine buschige Form zu fördern.

2. Minze

Problem: Minze wuchert stark, wird aber ohne Schnitt langbeinig und schwach.

So schneiden Sie richtig: Schneiden Sie alle paar Wochen etwa ein Drittel der Pflanze zurück. Die Pflanze verträgt kräftige Schnitte sehr gut.

Tipp: Häufig ernten und in Töpfen halten, um die Ausbreitung zu kontrollieren.

3. Thymian

Problem: Thymian wird holzig und kahl, wenn er nicht geschnitten wird.

So schneiden Sie richtig: Im frühen Frühjahr etwa ein Drittel zurückschneiden und während der Saison leicht nachschneiden.

Tipp: Vermeiden Sie Schnitte in alte, holzige Triebe, da diese nicht mehr gut austreiben.

4. Oregano

Problem: Oregano wird langbeinig und verliert an Geschmack, wenn Sie nicht regelmäßig ernten.

So schneiden Sie richtig: Die oberen Drittel, knapp oberhalb der Blattknoten, regelmäßig zurückschneiden.

Tipp: Vor der Blüte schneiden, so bleibt das Aroma frisch und intensiv.

5. Salbei

Problem: Salbei wird holzig und verliert an Aroma, wenn er nicht regelmäßig geschnitten wird.

So schneiden Sie richtig: Neue Triebe vor allem im Frühjahr regelmäßig zupfen. Ältere Pflanzen einmal im Jahr kräftig zurückschneiden.

Tipp: Nicht ganz bis zur Basis schneiden, immer grünes Wachstum stehen lassen.

6. Petersilie

Problem: Petersilie blüht schnell, wird dann zäh und bitter.

So schneiden Sie richtig: Stiele stets an der Basis abschneiden, um das Wachstum anzuregen.

Tipp: Ernten Sie, sobald die äußeren Blätter 10 cm groß sind—nicht zu lange warten!

7. Koriander

Problem: Koriander neigt bei Hitze schnell zum Blühen und verliert dabei Geschmack.

So schneiden Sie richtig: Ernten Sie die Blätter häufig von außen nach innen.

Tipp: Säen Sie alle 2–3 Wochen nach für eine kontinuierliche Versorgung. Nach dem Blühen verliert er sein Aroma.

8. Zitronengras

Problem: Ohne Schnitt wird Zitronengras holzig und zerzaust.

So schneiden Sie richtig: Schneiden Sie die äußeren Halme an der Basis, wenn sie etwa 1,5 cm dick sind.

Tipp: Entfernen Sie abgestorbene Blätter, um einen gesunden Wuchs zu fördern.

9. Schnittlauch

Problem: Schnittlauch wächst lang und schlapp ohne regelmäßigem Rückschnitt.

So schneiden Sie richtig: Schneiden Sie die Halme alle paar Wochen auf 3–5 cm über dem Boden zurück.

Tipp: Verwenden Sie eine scharfe Schere für saubere Schnitte und entfernen Sie Blüten, wenn Sie das Aroma erhalten wollen.

10. Estragon

Problem: Estragon wird holzig und kahl, wenn er vernachlässigt wird.

So schneiden Sie richtig: Schneiden Sie im Hochsommer die Pflanze um die Hälfte zurück, um frische Triebe zu fördern.

Tipp: Regelmäßiges Schneiden erhält das frische und leicht süßliche Aroma.

Zusätzliche Tipps für erfolgreiches Kräuterschneiden

  • Nutzen Sie saubere, scharfe Scheren oder Gartenscheren, um die Pflanze nicht zu verletzen.
  • Schneiden Sie am besten morgens, wenn die ätherischen Öle am stärksten sind und die Pflanzen frisch aussehen.
  • Entfernen Sie nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal, damit die Kräuter genügend Blattfläche zum Wachsen behalten.
  • Blüten sollten Sie stets entfernen, falls Sie keine Samen ziehen möchten.

Fazit: Früh schneiden, regelmäßig schneiden

Wer aromatische Kräuter über die ganze Saison ernten möchte, für den ist der regelmäßige Schnitt unverzichtbar. Mit wenigen Handgriffen steigern Sie Ertrag, Qualität und Gesundheit Ihrer Pflanzen deutlich.

Also Schere schnappen, raus in den Garten und Ihren Kräutern etwas Aufmerksamkeit schenken. Sie werden Sie mit sattem, duftendem und schmackhaftem Wachstum belohnen – garantiert.