DIY Kartoffelturm: Bau deinen eigenen mit Milchkästen!

DIY Kartoffelturm bauen mit Milchkisten – platzsparend und ertragreich

Sie suchen nach einer kreativen und platzsparenden Methode, um Ihre eigenen Kartoffeln anzubauen? Egal, ob Sie nur einen kleinen Balkon, einen Mini-Garten oder einfach Lust auf ein neues Gartenprojekt haben – ein selbstgebauter Kartoffelturm aus Milchkisten ist die ideale Lösung! Dieses innovative Gärtnerverfahren ermöglicht eine reiche Kartoffelernte auf engem Raum in vertikaler Anordnung. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige zum Bau Ihres eigenen Kartoffelturms: von den benötigten Materialien über die Schritt-für-Schritt-Anleitung bis hin zu Pflegetipps.

Warum einen Kartoffelturm bauen?

Kartoffeltürme sind perfekt für Hobbygärtner, die ihren Anbauplatz optimal ausnutzen möchten. Die Vorteile im Überblick:

  • Platzsparend: optimal für kleine Gärten, Terrassen oder Balkone
  • Höherer Ertrag: Durch das Schichten von Erde und Kartoffeln wächst die Ernte nach oben
  • Verbesserte Drainage: Milchkisten sorgen für gute Wasserableitung und verhindern Staunässe
  • Flexibel: Milchkisten sind leicht und lassen sich bei Bedarf einfach versetzen
  • Umweltfreundlich: Durch die Wiederverwendung von Milchkisten leisten Sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit

Benötigte Materialien

Vor dem Bau sollten Sie folgende Materialien bereitlegen:

  • Milchkisten: 4 bis 6 Stück, je nach gewünschter Turmhöhe
  • Vlies oder Jute: Zum Auskleiden der Kisten, damit die Erde nicht herausfällt
  • Hochwertige Pflanzerde: gut durchlässig, idealerweise mit Kompost vermischt
  • Speisekartoffeln als Pflanzmaterial, sortenabhängig passend für Ihr Klima
  • Stroh oder Mulch: zur Feuchteregulierung und Temperaturstabilisierung
  • Kabelbinder oder Bindfaden: zum Sichern der Kisten
  • Schere oder Messer: zum Zuschneiden des Vlieses

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Kartoffelturm

Schritt 1: Milchkisten vorbereiten

Reinigen Sie die Milchkisten sorgfältig von Schmutz. Eventuell raue Kanten können mit Schleifpapier geglättet werden, um Verletzungen vorzubeugen. Achten Sie darauf, dass die Kisten stabil und unbeschädigt sind.

Schritt 2: Kisten auskleiden

Schneiden Sie das Vlies passend für die Innenseiten der Kisten zu. Kleiden Sie Boden und Seitenflächen aus, die Oberseite bleibt frei. So wird verhindert, dass Erde herausfällt, gleichzeitig kann Wasser abfließen. Befestigen Sie das Vlies mit Kabelbindern oder kleinen Klammern.

Schritt 3: Kisten stapeln

Stellen Sie die erste Kiste an den gewünschten Standort. Stapeln Sie die weiteren Kisten darauf, sodass die Ecken sauber ausgerichtet sind. Sichern Sie die Kisten mit Kabelbindern oder Bindfaden, damit der Turm stabil steht. Ideal sind 4 bis 6 Kisten.

Schritt 4: Unterste Kiste füllen

Füllen Sie die unterste Kiste zur Hälfte mit der vorbereiteten Pflanzerde. Diese nährstoffreiche Grundlage ist wichtig für das Wachstum der Kartoffeln.

Schritt 5: Saatkartoffeln einsetzen

Setzen Sie 3 bis 4 Saatkartoffeln gleichmäßig auf die Erde. Bedecken Sie sie anschließend mit einer weiteren Schicht Erde, wobei oben etwa 5 cm (2 Zoll) frei bleiben, um später zu gießen.

Schritt 6: Wiederholen

Stellen Sie die nächste Kiste darauf und wiederholen Sie das Befüllen und Pflanzen wie zuvor. Fahren Sie fort, bis der Turm voll ist.

Schritt 7: Abschluss

In der obersten Kiste legen Sie die letzte Schicht Saatkartoffeln an und bedecken sie mit Erde. Eine Mulch- oder Strohabdeckung hilft dabei, die Feuchtigkeit zu halten und die Bodentemperatur zu regulieren.

So pflegen Sie Ihren Kartoffelturm richtig

Gießen

Kartoffeln brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit. Gießen Sie regelmäßig, so dass die Erde stets feucht, aber nicht nass ist. Die Drainage durch die Milchkisten schützt vor Staunässe, trotzdem sollten Sie Überwässerung vermeiden.

Düngen

Alle paar Wochen empfiehlt sich das Ausbringen eines ausgewogenen Düngers oder zusätzlichem Kompost. Da Kartoffeln Starkzehrer sind, unterstützt die Nährstoffzufuhr eine reiche Ernte.

Anhäufeln

Während das Kraut wächst, hüllen Sie die Pflanzen mit Erde ein. Das sogenannte Anhäufeln fördert die Bildung zusätzlicher Knollen und schützt sie vor grün werdenden, giftigen Stellen durch Sonnenlicht.

Schädlingsbekämpfung

Behalten Sie Kartoffelkäfer und Blattläuse im Auge. Entfernen Sie die Schädlinge per Hand oder greifen Sie zu biologischen Schutzmaßnahmen, um Ihre Pflanzen zu schützen.

Ernte Ihrer Kartoffeln

Nach etwa 10 bis 12 Wochen zeigen die Pflanzen Blüten – ein Zeichen dafür, dass die Knollen wachsen. Sobald das Laub beginnt zu vergilben oder zu welken, ist die Erntezeit gekommen.

  • Von oben beginnen: Nehmen Sie die oberste Kiste ab und ernten Sie die Kartoffeln.
  • Schrittweise nach unten: Entfernen Sie Kiste für Kiste und sammeln Sie die Ernte.
  • Genießen Sie die frischen Kartoffeln: perfekt zum Kochen, Lagern oder Weitergeben.

Tipps für eine erfolgreiche Kartoffelernte

  • Die passende Sorte wählen: Sorten wie Yukon Gold oder Red Pontiac eignen sich besonders gut für den Turmanbau.
  • Fruchtfolge beachten: Pflanzen Sie nicht jedes Jahr Kartoffeln im gleichen Turm, um Krankheiten vorzubeugen.
  • Qualität der Erde: Verwenden Sie hochwertige Pflanzerde und Kompost für optimalen Pflanzenwuchs.
  • Standort mit ausreichend Sonne: Der Turm sollte täglich mindestens 6 bis 8 Stunden Sonnenlicht erhalten.

Fazit

Ein Kartoffelturm aus Milchkisten ist eine einfache, nachhaltige und effiziente Möglichkeit, eigene Kartoffeln zu ziehen – ideal für kleine Flächen. Mit wenigen Materialien und leicht verständlichen Schritten schaffen Sie sich Ihren platzsparenden Gartenhelfer und können sich auf eine reiche Ernte freuen. Ob erfahrener Gärtner oder Anfänger, dieses Projekt macht Spaß und nutzt Ihren Raum bestens aus. Also ran an die Milchkisten und los geht’s!