Schneiden Sie diese 7 Pflanzen vor März – oder sehen Sie zu, wie sie die ganze Saison kämpfen

Diese 7 Pflanzen sollten Sie vor März zurückschneiden – sonst kämpfen sie den ganzen Sommer

Der Winter neigt sich dem Ende zu, die Tage werden länger und Ihr Garten erwacht langsam aus dem Winterschlaf. Viele denken jetzt daran, einfach abzuwarten, bis der Frühling von selbst einsetzt. Doch der späte Winter ist die beste Gelegenheit für einen gezielten Schnitt. Mit wenigen Handgriffen sorgen Sie für kräftigere Pflanzen, reichlich Blüten und gesünderen Austrieb im ganzen Jahr.

Der Rückschnitt vor März ist kein radikaler Eingriff, sondern schenkt Ihren Pflanzen einen Neustart – ähnlich wie ein Haarschnitt nach dem Winter: leichter, sauberer und bereit zu wachsen. Wird diese wichtige Phase verpasst, verschwenden einige Pflanzen Energie an abgestorbene Zweige, wachsen sparrig oder blühen mager.

Wir zeigen Ihnen sieben Pflanzen, die jetzt besonders einen beherzten Schnitt brauchen.

1. Rosen

Rosen freuen sich über einen gründlichen Rückschnitt im späten Winter. Entfernen Sie alte, schwache und sich kreuzende Triebe, damit die Pflanze ihre Kraft auf kräftigen Neuaustrieb konzentrieren kann. Dabei formen Sie den Strauch und schneiden Frostgeschädigtes heraus. So entstehen im Sommer üppigere Pflanzen mit mehr Blüten.

Unterlassen Sie den Schnitt, wachsen Rosen oft unkontrolliert, blühen schwächer und sind anfälliger für Krankheiten. Ein sauberer Start zahlt sich die ganze Saison aus.

2. Hortensien (bestimmte Sorten)

Nicht alle Hortensien sind gleich. Glatte und Rispenhortensien blühen am neuen Holz – daher ist der späte Winter ideal zum Schneiden. Entfernen Sie abgestorbene Triebe und lichten Sie den Strauch aus, um die Luftzirkulation zu verbessern.

Diese Sorten reagieren mit größeren Blütenständen und einem gepflegten Erscheinungsbild. Wer zu spät schneidet, riskiert schwaches Wachstum und ungleichmäßige Formen.

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3. Lavendel

Lavendel mag keine verholzten Teile. Wird er zu lange nicht geschnitten, wird er dünn und verliert seine Form. Im späten Winter sollten Sie die Pflanze circa um ein Drittel zurückschneiden, knapp oberhalb des frischen grünen Austriebes.

So bleibt der Strauch kompakt und bildet dichte, duftende Blüten. Ohne Schnitt zerfällt der Lavendel, wird lichter und verliert an Ausstrahlung.

4. Schmetterlingsflieder

Dieser schnelle Wuchs blüht am neuen Holz und profitiert von einem starken Rückschnitt vor dem Frühling. Schneiden Sie die Sträucher auf etwa 30 bis 45 Zentimeter zurück.

Das Ergebnis sind höhere, blütenreiche Triebe, die Schmetterlinge anziehen. Ohne Schnitt wird der Flieder sparrig und verliert an Wirkung.

5. Ziergräser

Die hohen, goldenen Blütenstände sahen den ganzen Winter über schön aus, jetzt ist es Zeit für den Rückschnitt. Schneiden Sie die Gräser wenige Zentimeter über dem Boden zurück, bevor die neuen Triebe erscheinen.

So schaffen Sie Platz für frisches Wachstum und verhindern, dass die Horste wild und ungepflegt wirken. Lassen Sie den alten Austrieb stehen, erschwert das dem Nachwuchs das Durchdringen.

6. Clematis (Gruppe 3)

Einige Clematis blühen am neuen Holz und brauchen daher einen kräftigen Schnitt im späten Winter. Schneiden Sie die Triebe auf etwa 30 bis 45 Zentimeter zurück.

Dieser Schnitt fördert kräftiges Wachstum und eine reiche Blütenpracht. Ohne Rückschnitt werden die Ranken dünn, verwirrt und zeigen weniger Blüten. Ein mutiger Schnitt jetzt sorgt im Sommer für eine beeindruckende Blütenpracht.

7. Fruchtsträucher (Himbeeren & Blaubeeren)

Der späte Winter ist ideal, um Fruchtsträucher produktiv zu halten. Entfernen Sie abgestorbene Triebe bei Himbeeren und lichten Sie Blaubeeren aus, um das Innere der Pflanzen zu öffnen.

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Das verbessert die Luftzirkulation, mindert Krankheiten und steigert die Fruchtqualität. Wird der Schnitt vernachlässigt, sinken Erträge und die Pflanzen werden anfälliger.

Sicher und richtig schneiden

Sie brauchen keine teuren Werkzeuge – ein sauberes, scharfes Messer oder eine Gartenschere reichen völlig aus. Beachten Sie folgende Punkte:

  • Immer oberhalb eines gesunden Knospen- oder grünen Triebansatzes schneiden
  • Zuerst abgestorbene, beschädigte oder sich kreuzende Triebe entfernen
  • Regelmäßig einen Schritt zurücktreten und die natürliche Form prüfen
  • Werkzeuge zwischen den Pflanzen desinfizieren, um Krankheiten vorzubeugen

Denken Sie daran: Es geht nicht um Perfektion, sondern um stetige Verbesserung.

Warum der richtige Zeitpunkt entscheidend ist

Der späte Winter ist eine Schlüsselzeit, in der viele Pflanzen noch ruhen, aber bald mit voller Kraft austreiben. Ein Rückschnitt jetzt belastet sie weniger und schont die noch unentwickelten Knospen.

Wer bis zum vollen Frühling wartet, riskiert das Entfernen frischer Triebe, schwächt die Pflanzen und bremst ihr Wachstum. Setzen Sie jetzt an, dann startet Ihr Garten mit Vorsprung in die Saison.

Fazit

Ein gezielter Schnitt vor März bringt viel: kräftigere Pflanzen, satteren Austrieb, mehr Blüten und reichlich Ernte. Einfach, wirkungsvoll und ganz ohne Mehrkosten.

Also greifen Sie zur Gartenschere und gönnen Sie Ihren Pflanzen den nötigen Frischekick. Im Sommer freuen Sie sich über blühende Rosen und strahlende Sträucher – eine Investition, die sich lohnt.