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Schlechte Nachbarn: 9 Pflanzenkombinationen, die im Garten nichts zu suchen haben
Gartenarbeit ist eine erfüllende Beschäftigung, die nicht nur Schönheit und Ertrag bringt, sondern auch viel Freude bereitet. Doch nicht alle Pflanzen vertragen sich gut. Ähnlich wie Menschen können auch Pflanzen unangenehme Nachbarn haben. Dieses Phänomen, bekannt als „Allelopathie“, beschreibt, wenn eine Pflanze Stoffe abgibt, die das Wachstum einer anderen hemmen. Außerdem konkurrieren manche Pflanzen um Nahrung, ziehen Schädlinge an oder schaffen ungünstige Bedingungen für ihre Nachbarn.
Für einen gesunden und ertragreichen Garten ist es deshalb wichtig zu wissen, welche Pflanzen man besser nicht nebeneinander kultiviert. Im Folgenden stellen wir neun Pflanzenpaare vor, die keine guten Gartenpartner sind – und erklären, warum das so ist.
1. Tomaten und Mais
Warum sie nicht zusammenpassen:
Tomaten und Mais sind beides Starkzehrer, die viele Nährstoffe benötigen. Stehen sie nebeneinander, kämpfen sie um dieselben Ressourcen, was das Wachstum bremst und die Ernte schmälert. Zudem zieht Mais den Maiszünsler an, einen Schädling, der auch Tomaten befällt und Krankheiten verbreiten kann.
Bessere Alternativen:
Tomaten profitieren von Begleitpflanzen wie Basilikum oder Ringelblumen, die Schädlinge fernhalten und das Wachstum fördern. Mais wächst gut zusammen mit Bohnen und Kürbis, dem klassischen „Drei Schwestern“-Prinzip.
2. Kartoffeln und Sonnenblumen
Warum sie nicht zusammenpassen:
Sonnenblumen geben bestimmte Chemikalien ab, die das Wachstum von Kartoffeln hemmen können. Außerdem ziehen sie Vögel und Schädlinge an, die Kartoffelpflanzen schädigen. Durch ihre Höhe werfen Sonnenblumen zudem Schatten, der Kartoffeln, die viel Licht benötigen, schadet.
Bessere Alternativen:
Kartoffeln gedeihen gut mit Kren oder Bohnen, die Schädlinge abwehren und den Boden verbessern. Sonnenblumen passen gut zu Gurken oder Salat.
3. Gurken und aromatische Kräuter
Warum sie nicht zusammenpassen:
Obwohl Kräuter wie Salbei und Rosmarin Schädlinge fernhalten, hemmen sie oft das Wachstum von Gurken. Gurken bevorzugen feuchten Boden und hohe Luftfeuchtigkeit, während viele aromatische Kräuter trockene Bedingungen lieben. Dieser Unterschied beeinträchtigt beide Pflanzen.
Bessere Alternativen:
Gurken wachsen gut zusammen mit Bohnen, Erbsen und Radieschen. Aromatische Kräuter kombiniert man besser mit Möhren oder Kohl.
4. Zwiebeln und Erbsen
Warum sie nicht zusammenpassen:
Zwiebeln und andere Lauchgewächse (wie Knoblauch und Lauch) stoßen Wachstumshemmer aus, die Erbsen und andere Hülsenfrüchte beeinträchtigen. Erbsen bevorzugen stickstoffreichen Boden, den Zwiebeln nicht liefern, was Erträge mindert.
Bessere Alternativen:
Zwiebeln passen gut zu Möhren, Salat und Rote Beete. Erbsen wachsen gut neben Möhren, Gurken und Radieschen.
5. Brokkoli und Erdbeeren
Warum sie nicht zusammenpassen:
Brokkoli benötigt viele Nährstoffe und entzieht dadurch dem Boden wichtige Mineralien, die Erdbeeren brauchen. Zudem wollen Erdbeeren leicht sauren Boden, während Brokkoli einen neutral bis leicht alkalischen pH-Wert bevorzugt, was beiden das Wachstum erschwert.
Bessere Alternativen:
Brokkoli gedeiht gut neben Zwiebeln, Kartoffeln und Sellerie. Erdbeeren harmonieren mit Spinat, Salat und Thymian.
6. Bohnen und Zwiebeln
Warum sie nicht zusammenpassen:
Bohnen und Zwiebeln sind ein weiteres klassisches Beispiel für schlechte Nachbarn. Zwiebeln setzen Stoffe frei, die das Wachstum der Bohnen hemmen. Gleichzeitig bevorzugen Bohnen stickstoffreichen Boden, welchen Zwiebeln nicht bieten. Das beeinträchtigt beide Pflanzensorten.
Bessere Alternativen:
Bohnen wachsen gut mit Mais, Gurken und Kartoffeln. Zwiebeln entwickeln sich besser neben Möhren, Salat und Tomaten.
7. Kohl und Weinreben
Warum sie nicht zusammenpassen:
Kohlgewächse, wie Brokkoli und Blumenkohl, setzen Hemmstoffe frei, die das Wachstum von Weinreben behindern. Zudem benötigen Weinreben gut durchlässigen Boden, während Kohl dauerhaft feuchte Erde bevorzugt. Diese unterschiedlichen Ansprüche machen sie zu unpassenden Partnern.
Bessere Alternativen:
Kohl wächst gut neben Kräutern wie Dill und Rosmarin, die Schädlinge vertreiben. Weinreben profitieren von Begleitpflanzen wie Klee oder anderen Hülsenfrüchten.
8. Paprika und Fenchel
Warum sie nicht zusammenpassen:
Fenchel wirkt allelopathisch, das heißt, er gibt Hemmstoffe ab, die das Wachstum näherrückender Pflanzen wie Paprika beeinträchtigen. Außerdem zieht Fenchel bestimmte Schädlinge an, die Paprika schaden können. Deshalb sollten Fenchel und die meisten anderen Pflanzen räumlich getrennt wachsen.
Bessere Alternativen:
Paprika gedeiht gut mit Basilikum, Zwiebeln und Tomaten. Fenchel sollte man isoliert im Garten pflanzen.
9. Spargel und Knoblauch
Warum sie nicht zusammenpassen:
Knoblauch und andere Lauchgewächse konkurrieren mit Spargel um Nährstoffe und setzen Stoffe frei, die das Spargelwachstum hemmen. Spargel ist als mehrjährige Pflanze empfindlich und braucht mehrere Jahre zur Etablierung, weshalb schlechte Nachbarn ihm besonders schaden.
Bessere Alternativen:
Spargel gedeiht gut mit Petersilie, Basilikum und Tomaten. Knoblauch passt besser zu Möhren, Salat und Roter Beete.
Tipps für erfolgreiches Mischpflanzen
- Vorab informieren: Prüfen Sie immer, ob Pflanzen nebeneinander gedeihen können, bevor Sie sie zusammen pflanzen.
- Fruchtfolge beachten: Wechseln Sie die Pflanzorte regelmäßig, um Bodenermüdung und Krankheitsdruck zu verringern.
- Barrieren nutzen: Bei notwendigen benachbarten Pflanzen, die nicht gut harmonieren, können Trennungen zum Beispiel durch Hochbeete helfen.
- Bodengesundheit pflegen: Testen und verbessern Sie regelmäßig Ihren Boden, um optimale pH-Werte und Nährstoffgehalte zu gewährleisten.
- Förderung nützlicher Insekten: Blühpflanzen wie Ringelblumen und Kapuzinerkresse locken Nützlinge an und halten Schädlinge fern.
Fazit
Wer die schlechten Nachbarn im Garten kennt und beherzigt, kann seinen Garten gesund und ertragreich gestalten. Durch das Vermeiden ungünstiger Pflanzenkombinationen und die bewusste Auswahl passender Nachbarn wächst Ihr Garten harmonisch und liefert reiche Ernte. Egal ob Gemüse, Kräuter oder Blumen – mit ein wenig Planung gedeiht Ihre grüne Oase prächtig.
Mit diesen Tipps sind Sie bestens vorbereitet für einen Garten, in dem jede Pflanze ihr volles Potenzial entfalten kann. Viel Erfolg und Freude bei der Gartenarbeit!
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