„`html
Tomaten und Ringelblumen – das perfekte Team im Garten
Tomaten verlangen Gärtnern oft einiges ab: Stützen, Schnitt, Düngen und natürlich viel Aufmerksamkeit. Doch ein einfacher und besonders wirkungsvoller Trick, um Tomaten zu schützen, ist das Pflanzen von Ringelblumen in der Nähe.
Die leuchtend orange- und gelbfarbenen Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen. Sehen wir uns an, warum erfahrene Gärtner Ringelblumen rund um ihre Tomatenbeete setzen – und warum Sie das auch tun sollten.
1. Ringelblumen als natürliche Schädlingsabwehr
Tomaten ziehen viele Schädlinge an, von Blattläusen über Weiße Fliegen bis hin zu Tomaten-Gurkenwicklern und Wurzelgallennematoden. Ringelblumen besitzen allerdings natürliche Abwehrmechanismen, die diese Schädlinge fernhalten.
- Starker Duft: Ringelblumen geben ein charakteristisches Aroma ab, das vor allem fliegende Insekten wie Blattläuse und Weiße Fliegen verwirrt oder abschreckt.
- Wurzelabwehr: Besonders die französische Ringelblume (Tagetes patula) sondert Substanzen in den Boden ab, die Wurzelgallennematoden abtöten oder vertreiben – kleine schädliche Würmer, die an den Tomatenwurzeln eindringen.
Man kann Ringelblumen also als ein natürliches Sicherheitssystem für Tomaten betrachten.
2. Ringelblumen locken nützliche Insekten an
Während sie Schädlinge abschrecken, ziehen Ringelblumen nützliche Insekten an. Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen fühlen sich zu den Blüten hingezogen und ernähren sich von weichen Schädlingen wie Blattläusen.
So entsteht ein natürlicher Schutz für die Tomaten – ganz ohne Chemie.
3. Ringelblumen helfen, Unkraut zu reduzieren
Die kompakt wachsenden Ringelblumen bilden eine Art lebende Mulchschicht. Sie beschatten den Boden und verhindern, dass sich unerwünschtes Unkraut rund um die Tomaten breitmacht.
Weniger Unkraut bedeutet weniger Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe – das macht Ihre Tomatenpflanzen vitaler.
4. Förderung der Bodenqualität durch Ringelblumen
Einige Ringelblumenarten, vor allem die französische Ringelblume, geben durch ihre Wurzeln Stoffe an den Boden ab, die schädliche Bodenpilze unterdrücken und das Bodenleben positiv beeinflussen.
Obwohl sich diese Wirkung erst nach mehreren Nutzungszyklen deutlicher zeigt, verbessert schon eine Wachstumsperiode das mikrobiologische Gleichgewicht rund um Ihre Tomaten.
Für Gärtner, die Fruchtwechsel oder pfluglose Bodenbearbeitung betreiben, sind Ringelblumen daher eine wertvolle Ergänzung zur Bodengesundheit.
5. Mehr Bestäuber – bessere Tomatenerträge
Tomaten sind selbstbefruchtend und brauchen eigentlich keine Bienen. Doch zusätzliche Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge können die Fruchtbildung dennoch fördern.
Die knalligen Blüten der Ringelblumen wirken wie Signale für Bestäuber und locken sie an, was die Aktivität im Garten erhöht und so indirekt die Ernte unterstützt.
6. Farbige Akzente und gute Laune im Gemüsebeet
Neben all den praktischen Vorteilen bringen Ringelblumen Farbe und Lebendigkeit in den Garten. Sogar wenn die Tomatenpflanzen noch grün oder schwach sind, sorgen die sonnigen Blüten für ein freundliches Bild.
Insbesondere auf der Terrasse oder im Vorgarten wertet die Kombination aus essbaren Pflanzen und Blumen das Gesamtbild optisch auf.
Ringelblumen richtig mit Tomaten pflanzen
Wenn Sie Ringelblumen neben Tomaten setzen möchten, beachten Sie folgende Tipps:
- Beste Sorte: Französische Ringelblumen (Tagetes patula) sind ideal. Sie wachsen kompakt, schnell und sind besonders wirksam gegen Nematoden.
- Abstand: Pflanzen Sie alle 30 bis 60 Zentimeter eine Ringelblume zwischen oder um die Tomaten.
- Zeitpunkt: Ziehen Sie Ringelblumen etwa 4 bis 6 Wochen vor dem letzten Frost drinnen vor oder kaufen Sie Jungpflanzen, wenn Sie Tomaten auspflanzen.
- Standort: Ringelblumen bevorzugen wie Tomaten vollsonnige Plätze.
- Bewässerung: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, vermeiden Sie aber Blattnässe, um Krankheiten zu verhindern.
Pro-Tipp: Ringelblumen gedeihen auch gut in Kübeln zusammen mit Tomaten auf Balkon und Terrasse.
Vorsicht vor Überfüllung
Ringelblumen sind zwar echte Helfer, doch zu viele Pflanzen auf engem Raum sorgen für schlechte Luftzirkulation. Das begünstigt Feuchtigkeit und Pilzkrankheiten – besonders bei Tomaten.
Setzen Sie Ringelblumen daher gezielt am Rand oder zwischen den Tomatenreihen und achten Sie auf genügend Abstand.
Fazit: Ein unschlagbares Garten-Duo
Es ist kein Wunder, dass Gärtner so gern auf die Kombination aus Tomaten und Ringelblumen schwören. Die Blumen schützen, locken Nützlinge an, sorgen für Ordnung und fördern sogar die Bodenqualität.
Beim nächsten Tomatenanbau sollten die Ringelblumen deshalb auf keinen Fall fehlen. Ihr Garten wird es Ihnen mit gesünderen Pflanzen, weniger Schädlingen und einer reicheren Ernte danken.
„`
