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Wie Sie Sansevierien richtig düngen, ohne die Wurzeln zu verbrennen
Sansevierien gelten als nahezu unverwüstliche Zimmerpflanzen. Sie vertragen es, wenn man sie mal vergisst zu gießen, und kommen auch mit wenig Licht klar. Doch beim Düngen machen viele Pflanzenfreunde Fehler. Ein falscher Schritt genügt, und die robusten Wurzeln geraten in Stress, verätzen oder wachsen nicht mehr weiter.
Die gute Nachricht: Sansevierien zu düngen ist ganz einfach – weniger ist dabei oft mehr. In diesem Beitrag erfahren Sie genau, wie Sie Ihre Sansevierie richtig mit Nährstoffen versorgen, ohne die Wurzeln zu schädigen oder das Wachstum zu bremsen.
Brauchen Sansevierien überhaupt Dünger?
Kurz gesagt: Ja, aber nur sparsam.
Sansevierien (Sansevieria oder Dracaena trifasciata) wachsen langsam. Sie brauchen keine starke Düngung wie blühende oder schnell wachsende Zimmerpflanzen. Düngen ist nur während der aktiven Wachstumsphase sinnvoll – und nur in kleinen Mengen.
Betrachten Sie Dünger eher als kleinen Snack statt als volle Mahlzeit.
Warum Sansevierien-Wurzeln so schnell verbrennen
- Zu hohe Konzentration des Düngers
- Zu häufiges Düngen
- Trockene Erde trifft auf konzentrierten Dünger
- Salzansammlungen im Substrat
Die Wurzeln von Sansevierien sind dick und fleischig. Sie speichern Wasser und sind deshalb sehr trockenheitsresistent, reagieren aber empfindlich auf zu viele Nährstoffe. Eine Überdüngung entzieht ihnen das Wasser und schadet, noch bevor man es bemerkt.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen?
Der Zeitpunkt ist wichtiger als die Wahl des Düngers.
- Geeignete Zeiten: Frühjahr, Sommer, früher Herbst (solange Wachstum aktiv)
- Vermeiden: Später Herbst und Winterruhe
Wenn Ihre Sansevierie keine neuen Blätter bildet, überspringen Sie das Düngen. Nährstoffe in der Ruhephase zuzugeben, stresst die Wurzeln nur unnötig.
Welchen Dünger sollten Sie wählen?
Halten Sie es einfach – auf komplizierte Mischungen können Sie verzichten.
- Ausgewogener Flüssigdünger (z. B. 10-10-10 oder 20-20-20)
- Dünger für Kakteen oder Sukkulenten
- Sanfter Zimmerpflanzendünger
Folgende Dünger lieber meiden:
- Stark stickstoffhaltige Dünger
- Langzeit-Düngerstäbchen für kleine Töpfe
- Unverdünnte Konzentratlösungen
Sanfte Düngerauswahl ist bei Sansevierien erfolgversprechender als starke Formeln.
Goldene Regel: Dünger immer verdünnen
Hier liegt die häufigste Fehlerquelle.
Auch wenn auf der Verpackung „sicher“ steht, sollten Sie den Dünger immer halb so stark oder sogar noch stärker verdünnen.
- Steht z. B. 1 Teelöffel pro Liter Wasser: lieber ½ Teelöffel verwenden
- Bei empfindlichen oder frisch umgetopften Pflanzen auf Viertelstärke reduzieren
Es fühlt sich vielleicht an wie zu wenig, aber Sansevierien wachsen mit sanfter, gleichmäßiger Nährstoffversorgung besser.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Dünger geben ohne Wurzelschäden
Mit dieser Vorgehensweise sind Sie auf der sicheren Seite:
- Schritt 1: Boden leicht feucht halten – niemals auf knochentrockenem Substrat düngen. Entweder vorher leicht gießen oder einen Tag nach der letzten Wassergabe düngen.
- Schritt 2: Dünger in zimmerwarmem Wasser gründlich verdünnen.
- Schritt 3: Dünger langsam und gleichmäßig gießen, bis das Wasser aus dem Topfboden austritt. Stellen Sie den Topf danach nicht ins Gießwasser zurück.
- Schritt 4: Fertig! Kein Nachgießen oder erneutes Düngen bis zum nächsten Termin.
In der Wachstumszeit reicht eine Düngergabe alle 4 bis 6 Wochen aus.
Wie oft sollten Sansevierien gedüngt werden?
- Frühling und Sommer: einmal im Monat
- Schnellwachsende oder große Pflanzen: alle 4 Wochen
- Kleinere oder langsam wachsende Pflanzen: alle 6 bis 8 Wochen
- Im Winter: gar nicht
Einmal eine Düngergabe vergessen – kein Problem. Eine zu hohe Dosierung hingegen verursacht schnell Schäden.
Anzeichen für Überdüngung
- Braune oder vertrocknete Blattränder
- Gelbe Blätter mit weichem Ansatz
- Weiße Salzkrusten auf der Erdoberfläche
- Wachstumsstopp trotz Düngen
Treten diese Symptome auf, sofort mit klarem Wasser ausgiebig spülen, um überschüssige Salze auszuwaschen, und das Düngen pausieren.
Organische Dünger: Eine sichere Alternative?
Organische Dünger können funktionieren, aber mit Vorsicht anwenden.
- Wurmhumus (als leichter, oberflächlicher Dünger)
- Sehr stark verdünnte Fischauszüge
- Komposttee in schwacher Konzentration und selten
Übermäßige Kompostauflagen oder sehr nährstoffreiche organische Mischungen sollten vermieden werden, da sie langsam zersetzen und die Wurzeln belasten können.
Frisch umgetopfte Sansevierien: Soll ich direkt düngen?
Lieber nicht. Frische Erde bringt genug Nährstoffe mit. Geben Sie der Pflanze 6 bis 8 Wochen Zeit, sich einzuleben, bevor Sie das erste Mal düngen. Zu früh zu füttern kann die Wurzeln schocken.
Ein letzter Tipp für gesunde Wurzeln
Spülen Sie den Topf alle paar Monate gründlich mit klarem Wasser durch, bis das Wasser frei ausläuft. So entfernen Sie Salzansammlungen durch Dünger und erhalten Ihre Sansevierien langfristig gesund.
Dieser kleine Schritt beugt größeren Problemen vor.
Fazit
Sansevierien zu düngen bedeutet nicht Wachstum erzwingen, sondern sanfte Unterstützung bieten. Eine leichte Nährstoffgabe, zum richtigen Zeitpunkt und gut verdünnt, ist der Schlüssel zu kräftigen, aufrechten Blättern und gesunden Wurzeln.
Im Zweifel lieber weniger düngen – Ihre Sansevierie wird es Ihnen mit einem ruhigen, stabilen Wachstum danken.
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