🍲 Jedes Rezept mit ausgerechneten Kosten pro Portion Budget-Finder →
Aufläufe aus dem Ofen 1,93 € / Portion

Einfache Lasagne für vier – ohne teure Zutaten

Lasagne mit goldbrauner Käsekruste in der Auflaufform, ein Stück herausgenommen
Vorbereitung: 30 Min.Kochzeit: 45 Min.Gesamt: 75 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Lasagneplatten 250 g 0,99 €
Gemischtes Hackfleisch 400 g 2,88 €
Gehackte Tomaten 2 Dosen à 400 g 1,10 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Möhre 1 Stück 0,10 €
Tomatenmark 2 EL 0,15 €
Milch 500 ml 0,58 €
Butter 40 g 0,37 €
Mehl 40 g 0,05 €
Geriebener Gouda 150 g 1,07 €
Öl, Salz, Pfeffer, Oregano, Muskat, Prise Zucker nach Bedarf 0,30 €
Gesamtkosten: 7,71 € 1,93 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: April 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 2 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

7,49 €. So viel kostet die Familienlasagne aus der Kühltheke, die bei uns im Rewe im Regal liegt, 1 kg für angeblich vier Personen. Bei uns reicht sie für drei, weil mein Neunjähriger seit letztem Sommer isst wie ein Erwachsener.

Meine Lasagne kostet 7,71 €. Das klingt erst mal nach einem Unentschieden – bis man auf die Menge schaut: Aus dieser Rechnung wird eine volle Auflaufform mit gut 1,8 Kilo, und nach dem Essen ist bei uns noch ein Eckchen für die Brotdose übrig. Pro Portion sind das 1,93 €.

Der Grund, warum Lasagne als teures Essen gilt, ist die Zutatenliste aus dem Kochbuch: Parmesan, Béchamel im Glas, Sahne, Rotwein, Mozzarella. Nichts davon steht hier drin. Béchamel rühre ich aus Butter, Mehl und Milch selbst, und statt Parmesan kommt geriebener Gouda drauf.

Die Béchamel ist der einzige Schritt, der Aufmerksamkeit braucht

Butter schmelzen, Mehl einrühren, Milch nach und nach dazugießen und dabei rühren. Das ist alles. 40 g Butter, 40 g Mehl, 500 ml Milch – zusammen etwa 1 €, während das kleinste Glas Béchamelsoße im Regal bei 1,79 € liegt und nicht einmal für eine Form reicht.

Wichtig ist nur die Reihenfolge: Die Milch kommt in Schüben, nicht auf einmal. Beim ersten Schub sieht es aus, als würde daraus nie eine Soße, weil alles zu einem festen Klumpen wird. Rühr weiter, gieß nach, dann löst er sich. Wer die ganze Milch auf einmal hineinkippt, bekommt Klümpchen, die auch der Schneebesen nicht mehr rettet.

Béchamelsoße wird im Topf mit dem Schneebesen glatt gerührt
Butter, Mehl, Milch: eine Béchamel für rund 1 € statt 1,79 € aus dem Glas.

Schritt für Schritt

  1. Zwiebel fein würfeln, Möhre schälen und fein raspeln. Zwei Esslöffel Öl in einer großen Pfanne erhitzen und beides fünf Minuten dünsten.
  2. Das Hackfleisch dazugeben und bei kräftiger Hitze krümelig braten, bis nichts Rosafarbenes mehr zu sehen ist und der Pfannenboden anfängt zu bräunen.
  3. Tomatenmark einrühren und eine Minute mitrösten. Dann die beiden Dosen gehackte Tomaten dazu, Salz, Pfeffer, einen Teelöffel Oregano und eine gute Prise Zucker.
  4. Die Soße 15 Minuten offen köcheln lassen. Sie soll dünnflüssiger sein, als du es von einer Bolognese gewohnt bist – die trockenen Lasagneplatten ziehen später viel Flüssigkeit.
  5. Für die Béchamel die Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl einrühren und eine Minute unter Rühren hell anschwitzen. Die Milch in vier Schüben zugießen, jedes Mal glatt rühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen und einmal aufkochen lassen.
  6. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Schichten: zwei Esslöffel Hacksoße auf den Boden der Form streichen, damit nichts anklebt. Dann Platten, Hacksoße, ein Schöpflöffel Béchamel, wieder Platten – insgesamt drei Lagen Platten. Die letzte Schicht ist Béchamel, sie muss die Platten vollständig bedecken.
  8. Den geriebenen Käse gleichmäßig darüberstreuen.
  9. Die Form mit Alufolie abdecken und 30 Minuten backen. Dann die Folie abnehmen und weitere 15 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist.
  10. Zehn Minuten stehen lassen, bevor du schneidest. Ohne diese zehn Minuten läuft dir die erste Portion über den ganzen Teller.
Lasagne wird in der Auflaufform geschichtet
Drei Lagen Platten, und die letzte Schicht ist immer Béchamel.

Warum meine erste Lasagne geknirscht hat

Beim allerersten Versuch habe ich die Soße so dick gekocht, wie ich sie für Spaghetti mache. Die Lasagne kam nach 45 Minuten aus dem Ofen, sah wunderbar aus – und an den Rändern waren die Platten hart wie Zwieback. Mein Mann hat tapfer weitergegessen, meine Tochter hat gesagt, es macht Krach im Mund.

Der Fehler war nicht die Backzeit, sondern die Flüssigkeit. Trockene Lasagneplatten kochen im Ofen in der Soße, und wenn die zu dick ist, saugen sie sich außen nicht voll. Seitdem gilt bei mir: Wenn die Hacksoße aussieht, als wäre sie fast zu flüssig zum Servieren, ist sie genau richtig für die Lasagne. Und die Alufolie in der ersten halben Stunde ist keine Kür, sie hält den Dampf in der Form.

Zweiter Punkt aus demselben Abend: die Ränder. Wenn Platten seitlich aus der Soße herausschauen, werden genau diese Stellen hart. Ich breche die Platten inzwischen passend, so dass sie die Form ausfüllen, und schiebe an den Rändern lieber einen Löffel Soße extra hinterher.

Katrins Tipp: Backpapier zwischen Lasagne und Alufolie legen, wenn die oberste Schicht Tomatensoße ist. Die Säure greift die Folie an, sie wird stumpf und hinterlässt kleine graue Flecken. Bei mir liegt deshalb immer Béchamel obenauf – dann brauchst du das Backpapier gar nicht erst.

Wo genau das Geld gespart wird

Der größte Posten ist das Hackfleisch mit 2,88 € für 400 g. Klassische Rezepte nehmen 500 g und mehr. Ich komme mit 400 g aus, weil die geraspelte Möhre und die zweite Dose Tomaten die Soße auffüllen – die Möhre kostet 10 Cent und ersetzt gefühlt 100 g Fleisch.

Der zweite Sparposten ist der Käse. Ein Stück Parmesan kostet je nach Woche zwischen 2,50 € und 4 €. Geriebener Gouda liegt bei 1,79 € für 250 g, und ich brauche 150 g davon. Auf einer Lasagne, die goldbraun überbacken ist, schmeckt der Unterschied deutlich kleiner, als der Preis vermuten lässt. Wer will, mischt einen Esslöffel Semmelbrösel unter den Käse, dann wird die Kruste knuspriger.

Der dritte ist die selbst gerührte Béchamel: 1 € statt 1,79 € für ein Glas, das ohnehin zu klein wäre. Rechne ich alles zusammen, lande ich bei 7,71 € für eine Form, aus der vier satte Portionen und meistens noch ein Rest werden.

Was du ersetzen kannst: Statt Milch geht auch Milch mit einem Schuss Wasser, wenn der Karton fast leer ist. Statt Gouda tut es jeder geriebene Käse aus der Kühltheke. Und wer kein Hackfleisch will, nimmt 200 g rote Linsen – die kosten 60 Cent und machen aus derselben Form ein Essen für unter 1,40 € pro Portion.

Was ein Fehler wäre: an den Lasagneplatten zu sparen und nur zwei Lagen zu machen, um die Packung zu strecken. Dann kippt das Verhältnis, die Lasagne wird zur Auflaufsuppe und lässt sich nicht mehr schneiden. Drei Lagen sind das Minimum.

Am nächsten Tag ist sie fast noch besser

Bei uns steht die Lasagne meistens sonntags im Ofen, weil ich dann die Ruhe für die Béchamel habe. Was übrig bleibt, kommt in eine Dose und geht am Montag mit in die Schule – kalt gegessen, was ich nie verstehen werde, aber mein Sohn schwört darauf.

Wenn du auf den Geschmack kommst und noch mehr aus der Auflaufform willst, findest du in den Eintöpfen und Aufläufen auch den Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf, der mit denselben Zutaten arbeitet, und den Gnocchi-Auflauf mit Tomatensoße für die Abende, an denen es schneller gehen muss.

Ich stelle die Form übrigens grundsätzlich in die Mitte des Tisches und lasse jeden sich selbst nehmen. Das erste Stück fällt immer auseinander, das ist bei jeder Lasagne so und bei mir auch nach zehn Jahren noch. Nimm es einfach selbst, dann sieht es niemand.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

Alle Rezepte von Katrin →