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Günstige Abendessen 1,30 € / Portion

Djuvec-Reis aus dem Ofen

Djuvec-Reis mit Paprika und Erbsen in der Auflaufform, daneben eine Schale Joghurt
Vorbereitung: 15 Min.Kochzeit: 40 Min.Gesamt: 55 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Paprika, gemischt 3 Stück (ca. 500 g) 2,10 €
Ajvar, mild 200 g 0,74 €
Langkornreis 350 g 0,63 €
TK-Erbsen 250 g 0,50 €
Naturjoghurt 250 g 0,38 €
Gehackte Tomaten 200 g 0,28 €
Gemüsebrühe 700 ml 0,15 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Öl 2 EL 0,10 €
Knoblauch, Salz, Pfeffer, Paprikapulver nach Bedarf 0,20 €
Gesamtkosten: 5,20 € 1,30 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: März 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 1,50 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

„Ist das jetzt Paella?“, hat mein Sohn gefragt, als ich das Blech auf den Tisch gestellt habe. Ich habe Nein gesagt, er hat trotzdem zweimal nachgenommen. Seitdem heißt Djuvec-Reis bei uns am Tisch trotzdem manchmal Paella, und ich habe es aufgegeben, das zu korrigieren.

Das Gericht ist ein Balkanklassiker und für mich eines der dankbarsten Ofenessen überhaupt: Reis, Paprika, Erbsen, Zwiebel, ein guter Löffel Ajvar und Brühe kommen roh zusammen ins Blech, der Ofen macht den Rest. Kein Umrühren, kein zweiter Topf, kein Abgießen. Ein volles Blech kostet mich 5,20 €, das sind 1,30 € pro Portion.

Was ist Djuvec-Reis überhaupt?

Djuvec (gesprochen ungefähr „Djuwetsch“) ist ein Gemüsereis, den es in Serbien, Bosnien und Kroatien in unzähligen Varianten gibt — mal als Beilage zum Grillfleisch, mal als eigenständiges Essen. Die Grundidee ist immer gleich: Langkornreis gart in gewürzter Brühe zusammen mit Paprika und was sonst gerade da ist. Was ihn vom deutschen Gemüsereis unterscheidet, ist das Ajvar: eine Paste aus gerösteter Paprika und Auberginen, die dem ganzen Blech Farbe und Tiefe gibt.

Muss der Reis vorher gekocht werden?

Nein, und genau das ist der Vorteil. Der Reis kommt trocken ins Blech und zieht die Brühe im Ofen auf. Das Verhältnis, das bei mir immer funktioniert: doppelte Menge Flüssigkeit zum Reis, also 350 g Reis auf 700 ml Brühe. Dazu kommt noch das Wasser aus den Tomaten und der Paprika, deshalb rechne ich lieber knapp als großzügig.

Wichtig ist, dass du das Blech oder die Form für die ersten 25 Minuten mit Alufolie abdeckst. Ohne Deckel verdampft die Brühe an der Oberfläche, bevor der Reis unten weich ist — dann hast du oben harte Körner und unten Matsch. Nach dem Abnehmen der Folie darf die Oberfläche in den letzten Minuten ruhig etwas Farbe bekommen.

Wie geht das Schritt für Schritt?

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform oder ein tiefes Blech mit einem Esslöffel Öl ausstreichen.
  2. Zwiebel würfeln, Paprika entkernen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Beides in die Form geben.
  3. Den trockenen Reis, die gefrorenen Erbsen und die gehackten Tomaten dazugeben.
  4. Ajvar, Paprikapulver, den durchgepressten Knoblauch, Salz, Pfeffer und den restlichen Esslöffel Öl mit der heißen Brühe verrühren, bis sich das Ajvar aufgelöst hat.
  5. Die Brühe über das Blech gießen und alles einmal gründlich durchmischen. Danach glatt streichen, damit der Reis überall unter Flüssigkeit liegt.
  6. Mit Alufolie fest abdecken und 25 Minuten backen.
  7. Folie abnehmen, vorsichtig umrühren und weitere 12 bis 15 Minuten ohne Abdeckung backen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist.
  8. Aus dem Ofen nehmen und fünf Minuten mit Folie ruhen lassen. Danach mit der Gabel auflockern und mit dem Joghurt servieren.
Reis, Paprikastücke, Erbsen und Ajvar in der Form, bevor die Brühe dazukommt
Alles roh in die Form — der Ofen erledigt den Rest.

Welches Ajvar soll ich nehmen?

Mildes. Beim ersten Mal habe ich blind zum Glas gegriffen, auf dem „pikant“ stand, und den ganzen Löffel hineingerührt. Meine Tochter hat nach drei Gabeln das Wasserglas leergetrunken und den Rest stehen lassen, mein Sohn hat sich Brot geholt. Seitdem kaufe ich ausschließlich die milde Sorte und stelle Chiliflocken für die Erwachsenen auf den Tisch.

Ein Glas mit 350 g kostet bei Aldi und Lidl je nach Woche zwischen 1,19 und 1,49 €. Für ein Blech brauchst du etwa 200 g, der Rest hält sich im Kühlschrank locker zwei Wochen und schmeckt aufs Brot oder in eine Tomatensoße. In den türkischen und Balkan-Läden gibt es größere Gläser oft nochmal günstiger.

Katrins Tipp: Nimm die Paprika, die im Angebot ist, nicht die Farbe, die im Rezept steht. Rote und gelbe sind süßer, grüne kräftiger — im Blech schmeckt man den Unterschied kaum, aber im Preis liegen oft 80 Cent dazwischen. Ich kaufe die 500-g-Schale mit gemischten Farben, die ist fast immer die günstigste Variante.

Was kostet das Blech?

Der größte Posten ist mit 2,10 € die Paprika. Wenn sie im Winter über 3 € das Kilo kostet, nehme ich eine Schale weniger und stocke mit 200 g TK-Gemüsemischung auf, das kostet 40 Cent. Der Reis selbst schlägt mit 63 Cent zu Buche — 1 kg Langkornreis liegt bei etwa 1,79 € und reicht bei uns für drei solcher Bleche.

Gespart wird hier vor allem an der Methode: Es gibt keinen Topf zum Vorkochen und kein Reiswasser, das man weggießt. Der Reis nimmt die komplette Brühe samt Gewürzen auf, deshalb reichen so wenige Zutaten für so viel Geschmack. Der Fehler wäre, zu viel Flüssigkeit zu nehmen — daraus wird ein Risotto ohne Sämigkeit, und das rettet auch der Käse nicht mehr. Weitere Abendessen dieser Art stehen unter Günstige Abendessen.

Hauptgericht oder Beilage?

Bei uns steht es als Hauptgericht auf dem Tisch, mit einem Klecks Naturjoghurt pro Teller. Der Joghurt ist kein Beiwerk — er nimmt der Paprika die Schärfe und macht den trockenen Reis cremig. 250 g kosten 38 Cent und werden zusammen mit einer Prise Salz und etwas Knoblauch glatt gerührt.

Als Beilage reicht dieselbe Menge für sechs bis acht Personen, zum Beispiel zu Bratwürsten oder Hähnchenschenkeln vom Blech. Wenn du Fleisch direkt mitgaren willst, funktioniert das Prinzip auch in der Pfanne — dann schau dir die Hähnchen-Reis-Pfanne mit Gemüse an. Und wenn es noch schneller gehen muss, quillt Couscous in fünf Minuten statt vierzig, siehe Couscous-Pfanne mit Möhren und Erbsen.

Was übrig bleibt, packe ich am nächsten Morgen kalt in die Brotdosen. Djuvec-Reis schmeckt kalt fast besser als warm, weil sich die Paprika über Nacht durchzieht — und meine Kinder essen ihn in der Schule, obwohl sie zu Hause behaupten, sie mögen keine gekochte Paprika.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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