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Kinder-Klassiker 1,18 € / Portion

Ofenkartoffeln mit Kräuterquark

Knusprige Ofenkartoffelspalten vom Blech mit einer Schüssel Kräuterquark
Vorbereitung: 15 Min.Kochzeit: 40 Min.Gesamt: 55 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Kartoffeln, festkochend 1,5 kg 1,80 €
Magerquark 500 g 0,89 €
Schmand 200 g 0,69 €
Milch 100 ml 0,12 €
Schnittlauch 1 Bund 0,69 €
Zwiebel 1 kleine 0,12 €
Knoblauch 1 Zehe 0,05 €
Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver 4 EL Öl + Gewürze 0,35 €
Gesamtkosten: 4,71 € 1,18 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: April 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 1,50 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

„Mama, kann ich die Gurke da auch reintunken?“ Jonas war damals sechs und hatte gerade begriffen, dass Kräuterquark nicht nur zu Kartoffeln passt. An dem Abend sind eine halbe Salatgurke, zwei Scheiben Brot und ein Apfelschnitz in der Quarkschüssel gelandet. Gegessen hat er alles, ohne zu murren.

Seitdem stehen die Ofenkartoffeln bei uns alle zwei Wochen auf dem Tisch. Für vier Personen liege ich bei 4,71 €, also knapp 1,20 € pro Portion, und der Aufwand besteht darin, Kartoffeln in Spalten zu schneiden und Quark glatt zu rühren. Den Rest macht der Ofen allein.

Festkochend, nicht mehlig

Das ist die einzige Entscheidung, bei der man hier wirklich etwas falsch machen kann. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen an den Kanten, nach zwanzig Minuten im Ofen sehen die Spalten aus wie zerbrochene Kekse. Festkochende behalten ihre Form, werden außen knusprig und innen weich. Auf dem Netz steht es immer drauf, meistens als grüner Punkt neben dem Wort festkochend.

Schälen musst du sie nicht. Ich bürste sie unter fließendem Wasser ab und schneide sie mit Schale — das spart Zeit, es geht weniger Kartoffel verloren, und die Schale wird im Ofen richtig knusprig. Bei den erdigen aus dem 2,5-kg-Netz lohnt sich das Bürsten doppelt.

Rohe Kartoffelspalten mit Öl und Paprikapulver in einer großen Schüssel
Mit Schale geschnitten und alle ungefähr gleich dick.

So geht es Schritt für Schritt

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 180 °C). Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Kartoffeln gründlich waschen und der Länge nach in Spalten schneiden: eine mittlere in sechs, eine große in acht. Wichtig ist, dass alle ungefähr gleich dick sind, sonst sind die dünnen schwarz, während die dicken noch roh sind.
  3. Die Spalten in einer großen Schüssel mit Öl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver vermengen. Mit den Händen geht das am besten — jede Spalte soll einen dünnen Ölfilm abbekommen.
  4. Auf dem Blech verteilen, mit Abstand und jede Spalte auf einer Schnittfläche liegend. Überlappen sie sich, dämpfen sie sich gegenseitig und werden weich statt knusprig. Lieber zwei Bleche als eines zu voll.
  5. 35 bis 40 Minuten backen, nach 20 Minuten einmal mit dem Pfannenwender wenden.
  6. In der Wartezeit den Quark anrühren.
  7. Fertig sind die Spalten, wenn die Kanten goldbraun sind und die Gabel ohne Widerstand hineingeht. Direkt vom Blech auf den Tisch, die Quarkschüssel in die Mitte.

Beim allerersten Mal habe ich die ganze Menge auf ein Blech gequetscht, weil ich keine Lust hatte, zweimal in den Ofen zu schieben. Herausgekommen sind blasse, weiche Kartoffelstücke, eher gedünstet als gebacken. Seitdem gilt bei mir: lieber eine Reihe weniger auf dem Blech.

Der Kräuterquark in drei Minuten

Magerquark ist von Haus aus fest und ein bisschen trocken. Damit er dippfähig wird, kommt Milch dazu: erst 100 ml einrühren, dann schauen. Er soll schwer vom Löffel fallen, aber nicht davonlaufen. Der Schmand macht ihn milder und cremiger, ganz ohne Sahne.

  1. Quark und Schmand in eine Schüssel geben, Milch dazugießen und mit dem Schneebesen glatt rühren.
  2. Zwiebel sehr fein würfeln, Knoblauch dazupressen oder fein hacken, beides unterrühren.
  3. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und unterheben, ein paar Röllchen für obendrauf zurücklegen.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zehn Minuten stehen lassen. Dann schmeckt er runder.

Rohe Zwiebel ist bei kleinen Kindern manchmal ein Streitpunkt. Bei uns rühre ich sie deshalb nur in die Hälfte des Quarks, die andere Hälfte bleibt pur mit Schnittlauch. Zwei kleine Schüsseln statt einer großen, und niemand diskutiert.

Kräuterquark mit Schnittlauch wird in der Schüssel glatt gerührt
Milch dazu, bis der Quark schwer vom Löffel fällt.

Wo hier gespart wird

Der Vergleich, der mich überzeugt hat: Eine Packung Tiefkühl-Kartoffelspalten wiegt 750 g und kostet je nach Woche 1,29 bis 1,79 €. Für vier hungrige Esser brauche ich zwei Packungen, also knapp 3 €. Meine 1,5 kg frische Kartoffeln kosten 1,80 € und ergeben mehr auf dem Blech. Dazu kommt, dass ich Kartoffeln sowieso im 2,5-kg-Netz kaufe, weil das Kilo darin fast immer günstiger ist als lose.

Beim Quark ist der 500-g-Becher Magerquark für 89 Cent der Anker. Fertiger Kräuterquark aus dem Kühlregal kostet für 200 g rund 99 Cent, auf 500 g gerechnet also gut das Zweieinhalbfache — und Schnittlauch ist darin mit der Lupe zu suchen. Der einzige Posten, bei dem ich schwanke, ist der frische Schnittlauch für 69 Cent. Im Sommer steht bei mir ein Topf auf dem Balkon, der kostet einmal 1,29 € und hält bis in den Herbst. Im Winter nehme ich die tiefgekühlte Variante für 0,79 €, die reicht für vier bis fünf Abende.

Was ich nicht mehr kaufe: Dip-Fixpulver. Es kostet 59 Cent, braucht trotzdem Quark und Milch und schmeckt nach Zwiebelaroma statt nach Zwiebel. Weitere Gerichte, bei denen meine beiden freiwillig zugreifen, stehen in den kinderfreundlichen Rezepten.

Was noch dazu passt

Wenn ich merke, dass ein Blech nicht reicht, kommt eine Schüssel Rohkost dazu: Möhrenstifte, Gurkenscheiben, Paprikastreifen. Alles, was gedippt werden kann, wird bei uns auch gegessen, das ist der ganze Trick an diesem Essen. Der übrige Quark hält sich zwei Tage im Kühlschrank und passt am nächsten Tag aufs Butterbrot oder zu Kartoffelpuffern, wenn du die herzhafte Variante magst.

Ich schreibe die Ofenkartoffeln meistens in dieselbe Woche wie den Rahmwirsing mit Kartoffeln. Dann kaufe ich einmal das große Netz, schleppe es einmal nach Hause und habe für zwei Abende die Beilage schon im Schrank stehen.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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