24 Cent. So viel kostet bei uns ein Bananenmuffin, wenn ich die 2,93 € für ein volles Blech durch zwölf teile. In der Bäckerei am Bahnhof liegt einer für 1,60 € in der Vitrine, im gleichen geriffelten Papierförmchen, und er ist kleiner als meiner.
Angefangen hat das Ganze mit drei Bananen, die keiner mehr anfassen wollte. Braun gefleckt, weich, seit Tagen in der Obstschale zwischen den Äpfeln. Meine beiden essen Bananen nur, solange der Stiel noch grün ist — sobald ein Fleck darauf ist, wird verhandelt. Zerdrückt im Teig fragt kein Mensch mehr nach, und am nächsten Morgen sind die Muffins das Erste, was aus der Brotdose verschwindet.
Du brauchst kein Handrührgerät, keine Küchenmaschine und keine Muffinförmchen aus dem Backregal. Eine Schüssel, eine Gabel, ein Löffel. Zehn Minuten Teig, 20 bis 25 Minuten Ofen.
Warum es die braunen sein müssen
Eine überreife Banane ist deutlich süßer als eine feste gelbe, weil sich beim Nachreifen ein Teil der Stärke in Zucker verwandelt. Für den Teig heißt das: Ich komme mit 80 g Zucker aus, während in den meisten Muffinrezepten 150 g oder mehr stehen. Und sie lässt sich mit der Gabel in einer halben Minute zu Mus drücken, während eine feste Banane in Scheiben zerfällt und im Teig als gelbe Klümpchen liegen bleibt.
Drei mittelgroße Bananen wiegen mit Schale rund 400 g, geschält bleiben etwa 300 g Fruchtfleisch übrig. Mehr darf es ruhig sein, dann werden die Muffins feuchter. Weniger als 250 g würde ich nicht nehmen, sonst schmeckt der Teig nach Mehl und nicht nach Banane.
Die Haferflocken sind der zweite Unterschied zu einem normalen Rührteig. 60 g zarte Flocken ziehen Feuchtigkeit, geben den Muffins etwas Biss und machen sie am zweiten Tag weniger trocken. Kosten: elf Cent. Wenn du keine da hast, nimm einfach 60 g Mehl mehr.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Muffinblech mit zwölf Mulden vorbereiten: Papierförmchen hinein oder aus Backpapier zugeschnittene Quadrate (dazu unten mehr).
- Die drei geschälten Bananen in einer großen Schüssel mit der Gabel zerdrücken. Ein paar kleine Stückchen dürfen bleiben, die schmecken später niemand heraus.
- Die 2 Eier, 80 ml Öl, 120 ml Milch, 80 g Zucker, den Vanillezucker und eine Prise Salz dazugeben und mit derselben Gabel verrühren, bis die Masse gleichmäßig ist. Das dauert eine Minute, nicht länger.
- 220 g Mehl mit dem Päckchen Backpulver, den 60 g Haferflocken und einem gestrichenen Teelöffel Zimt vermischen und auf die Bananenmasse geben.
- Mit dem Löffel nur so lange rühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig darf klumpig aussehen. Wirklich.
- Die Schokotropfen unterheben, davon einen Esslöffel für obendrauf zurückbehalten.
- Den Teig mit zwei Esslöffeln in die Förmchen verteilen. Sie sollen zu gut zwei Dritteln voll sein, nicht randvoll. Die restlichen Schokotropfen darüberstreuen.
- 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Stäbchenprobe in der Mitte eines Muffins: Bleibt kein feuchter Teig kleben, sind sie fertig.
- Fünf Minuten im Blech ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Warm aus dem Förmchen gepult reißt der Boden ab.

Mein erster Versuch war zäh wie Gummi
Beim ersten Mal habe ich alles gemacht, wie ich es beim Kuchen mache: Handrührgerät, Stufe drei, ordentlich durchrühren, bis der Teig schön glatt ist. Herausgekommen sind zwölf feste, gummiartige Halbkugeln mit langen Löchern im Inneren. Meine Tochter hat einen halben gegessen und den Rest liegen lassen, was bei ihr und Schokolade etwas heißen will.
Der Fehler: Sobald Mehl auf Flüssigkeit trifft und man kräftig rührt, entsteht Kleber im Teig. Bei Brot willst du das, bei Muffins ruiniert es dir das Ergebnis. Seitdem rühre ich mit dem Löffel und höre auf, sobald ich kein weißes Mehl mehr sehe — auch wenn es im ersten Moment falsch aussieht. Die Muffins gehen im Ofen trotzdem auf, sie werden nur locker statt fest.
Wo hier gespart wird
Der größte Posten sind mit 79 Cent die Schokotropfen, also gut ein Viertel der Gesamtkosten. Lass sie weg, und du bist bei 18 Cent pro Muffin. Bei uns bleiben sie drin, weil sie den Unterschied machen zwischen „Was ist das denn?“ und einer leeren Dose um zehn Uhr vormittags. Wer sparen will, kauft eine Tafel Zartbitterschokolade für 0,89 € und hackt die Hälfte davon grob — reicht für zwei Ladungen.
Bananen kaufe ich nie im Sechserbund, sondern lose. Da nehme ich gezielt die mit den Flecken, die am Rand der Kiste liegen. Für Muffins sind das genau die richtigen, und sie kosten dasselbe wie die grünen, die drei Tage brauchen. Wenn du oft backst: Bananen, die dir zu schnell reif werden, schälen, zerdrücken und portionsweise einfrieren. 300 g im Gefrierbeutel sind genau eine Ladung Muffins.
Und der Vergleich, der bei mir den Ausschlag gibt: Eine Packung Mini-Muffins aus dem Supermarktregal kostet 2,29 € für acht Stück, das sind 29 Cent pro Stück bei halber Größe. Zwölf richtige Muffins aus meinem Ofen kosten zusammen 2,93 €. Denselben Teig backe ich übrigens auch als Bananenbrot in der Kastenform, wenn ich vier oder fünf Bananen loswerden muss — die Muffins sind die Brotdosen-Version, weil sie schon portioniert sind und nichts geschnitten werden muss.

Aufbewahren, einfrieren, mitnehmen
In einer Dose mit Deckel halten die Muffins drei Tage, ohne trocken zu werden. Ich lege ein Blatt Küchenpapier auf den Boden, das nimmt die Feuchtigkeit auf, die sonst die Förmchen aufweicht. Was am dritten Tag noch da ist — bei uns selten — wandert in den Gefrierbeutel. Morgens gefroren in die Brotdose gelegt, ist der Muffin bis zur großen Pause aufgetaut.
Für die Dose eignen sie sich besser als Kuchen, weil nichts krümelt und nichts klebt. Was bei uns sonst noch mitgeht, findest du unter Mitnehmen und Brotdose, zum Beispiel die Waffeln für die Brotdose oder die Apfel-Haferflocken-Riegel.
Ehrlich gesagt backe ich sie meistens sonntagabends, wenn die Küche sowieso schon dreckig ist. Dann steht die Dose Montagmorgen fertig auf der Anrichte, und ich muss um kurz nach sieben nicht überlegen, was in die Brotdosen kommt. Das ist mir die halbe Stunde wert.
