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Aufläufe aus dem Ofen 1,82 € / Portion

Hähnchenschenkel und Kartoffelspalten auf einem Blech

Blech mit gebratenen Hähnchenunterschenkeln auf knusprigen Kartoffelspalten
Vorbereitung: 15 Min.Kochzeit: 50 Min.Gesamt: 65 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Hähnchenunterschenkel 8 Stück (ca. 1,2 kg) 5,15 €
Kartoffeln 1,2 kg 1,44 €
Zwiebeln 2 Stück 0,24 €
Knoblauch 3 Zehen 0,15 €
Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver edelsüß nach Bedarf 0,30 €
Gesamtkosten: 7,28 € 1,82 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: März 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 2 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

Hähnchenbrustfilet kostet bei uns 9,29 € das Kilo. Hähnchenunterschenkel kosten 4,29 €. Es ist dasselbe Tier, es kommt in denselben Ofen, und der Unterschied macht bei einem Familienessen fünf Euro aus.

Ich habe lange gebraucht, um das zu begreifen. Unterschenkel sahen für mich nach Grillabend im Sommer aus, nicht nach Dienstagabend. Bis mir aufgefallen ist, was im Ofen mit den Kartoffeln darunter passiert: Das Fett aus der Haut wird flüssig, läuft nach unten und zieht in die Spalten. Die schmecken danach wie Bratkartoffeln, für die man sonst Speck gebraucht hätte. Man muss nichts dazugeben. Man muss nur die Reihenfolge auf dem Blech stimmen lassen.

Ein volles Blech für vier Personen kostet mich 7,28 €, also 1,82 € pro Portion mitsamt Fleisch. Arbeitszeit: zehn Minuten schnippeln, danach fünfzig Minuten Ofen, in denen ich einmal wende und sonst nichts tue. Mehr Abendessen für weniger Aufwand gibt es in der Rubrik Aufläufe aus dem Ofen kaum.

Warum die Kartoffeln unter das Fleisch gehören

Unterschenkel haben Haut, und unter der Haut sitzt Fett. Sobald es im Ofen heiß wird, tropft es ab. Liegen die Kartoffelspalten genau darunter, nehmen sie es auf und werden außen dunkel und knusprig. Liegen sie daneben, bleiben sie blass. Das ist der ganze Unterschied zwischen diesem Blech und einem beliebigen Ofengemüse.

Also kommen die Kartoffeln zuerst aufs Blech, in einer Schicht, und das Fleisch obendrauf. Nicht daneben, nicht darunter, sondern direkt darüber.

Der zweite Punkt ist das Paprikapulver. Ein Teelöffel edelsüßes Paprikapulver kostet keine drei Cent und färbt die Haut rotbraun, lange bevor sie von selbst Farbe bekäme. Für meine Kinder sieht das aus wie das Grillhähnchen vom Marktstand, und damit ist die Hälfte der Abendessensdiskussion schon erledigt.

Rohe Kartoffelspalten und Hähnchenunterschenkel auf dem Blech vor dem Backen
Eine Schicht Kartoffeln, das Fleisch obendrauf — so tropft das Fett dahin, wo es hingehört.

Schritt für Schritt

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, bei Umluft reichen 180 °C.
  2. Kartoffeln waschen, aber nicht schälen, und längs in Spalten schneiden. Eine mittlere Kartoffel ergibt sechs Spalten, eine große acht.
  3. Zwiebeln schälen und in dicke Achtel schneiden, die Knoblauchzehen mit der flachen Messerklinge andrücken und ungeschält lassen.
  4. Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch in eine große Schüssel geben, zwei Esslöffel Öl, Salz, Pfeffer und einen Teelöffel Paprikapulver dazu und mit den Händen durchmischen, bis jede Spalte glänzt.
  5. Alles auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und flach verteilen. Die Spalten sollen nebeneinanderliegen, nicht übereinander.
  6. Die Hähnchenunterschenkel trocken tupfen, mit dem restlichen Öl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver einreiben und mit der Hautseite nach oben auf die Kartoffeln legen.
  7. Blech auf die mittlere Schiene schieben und 50 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten die Kartoffeln am Blechrand einmal mit dem Pfannenwender wenden, das Fleisch bleibt dabei liegen.
  8. Fertig ist es, wenn die Haut dunkelbraun und trocken aussieht und beim Einstechen am Knochen klarer Saft austritt. Fünf Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann direkt vom Blech auf die Teller.
Katrins Tipp: Leg die geschnittenen Kartoffelspalten zehn Minuten in kaltes Wasser und tupfe sie danach mit einem Geschirrtuch gründlich trocken. Das spült die Stärke von der Schnittfläche und macht die Kruste hörbar knuspriger. Kostet nichts außer zehn Minuten, die der Ofen sowieso zum Vorheizen braucht.

Der Fehler mit dem zu vollen Blech

Beim ersten Mal habe ich alles auf mein kleines Blech gequetscht, weil ich das große nicht suchen wollte. Die Kartoffeln lagen zu zweit und zu dritt übereinander, das Wasser konnte nicht weg, und nach fünfzig Minuten hatte ich weiche, blasse Spalten unter knuspriger Haut. Gegessen haben wir es trotzdem, aber schön war das nicht.

Seitdem gilt bei mir: eine Schicht, immer. Wenn es eng wird, nehme ich lieber zwei Bleche und schiebe sie auf zwei Schienen ein, die ich nach der Hälfte der Zeit tausche. Wer lieber alles in einer Form haben möchte, ist mit Ofenkartoffeln mit Kräuterquark besser bedient, da darf es ruhig gedrängt zugehen.

Wo genau das Geld gespart wird

Der große Posten ist das Fleisch. 1,2 Kilo Unterschenkel kosten mich 5,15 €. Dieselbe Menge Brustfilet läge bei über elf Euro, und satt macht sie kein bisschen mehr. Ein fertiges Grillhähnchen kostet je nach Woche 6,99 bis 7,99 €, dann ist aber noch keine einzige Kartoffel gekauft.

Der zweite Posten ist die Beilage, die hier keine extra Arbeit macht. 1,2 Kilo Kartoffeln kosten 1,44 €, und weil sie im Hähnchenfett braten, brauche ich weder Butter noch Sahne noch eine Soße dazu. Wenn du das Fleisch weglassen möchtest, wird aus demselben Blech für rund 60 Cent pro Portion eine reine Kartoffelbeilage — nur eben ohne den Braten-Geschmack.

Ersetzen lässt sich einiges: Statt zwei Zwiebeln geht auch eine, statt Knoblauch tut es ein zusätzlicher halber Teelöffel Paprikapulver, und wer scharf mag, mischt etwas Rosenpaprika unter. Ich lege gern noch ein paar Möhrenstücke dazu, wenn welche im Fach liegen, die weg müssen.

Ein Fehler wäre, die Kartoffeln zu schälen. Die Schale gibt die Kruste, spart dir zehn Minuten Arbeit und wandert nicht in den Müll. Ein zweiter Fehler wäre Alufolie über dem Blech: Darunter dämpft alles, und genau das willst du hier nicht.

Am nächsten Tag

Bleibt ein Schenkel übrig, zupfe ich das Fleisch am Morgen vom Knochen und lege es kalt in die Brotdose oder schneide es klein für eine Pfanne mit Reis, ähnlich wie bei der Hähnchen-Reis-Pfanne mit Gemüse. Die Knochen wandern bei mir mit einer Zwiebelschale in einen Topf Wasser und köcheln eine Stunde vor sich hin — daraus wird die Brühe für die Suppe am Freitag, und die hat mich dann exakt null Euro gekostet.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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