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Günstig backen 1,04 € / Portion

Puddingschnitten mit Streuseln

Puddingschnitten mit goldbraunen Streuseln, ein Stück auf einem Teller
Vorbereitung: 30 Min.Kochzeit: 35 Min.Gesamt: 65 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Weizenmehl 600 g 0,66 €
Milch 950 ml 1,09 €
Butter 175 g 1,25 €
Vanillepuddingpulver 2 Päckchen 0,50 €
Zucker 240 g 0,24 €
Ei 1 Stück 0,23 €
Trockenhefe 1 Päckchen 0,12 €
Vanillezucker, Salz 1 Päckchen, 1 Prise 0,06 €
Gesamtkosten: 4,15 € 1,04 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: Mai 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 1,50 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

Auf dem Tisch in der Turnhalle standen im letzten Frühjahr vierzehn Bleche und Torten nebeneinander, alle mit einem Zettel davor: Stück 1 Euro. In der Mitte eine dreistöckige Buttercremetorte, an der eine Mutter offenbar den halben Samstag gesessen hatte. Rechts außen mein Blech mit Puddingschnitten.

Nach vierzig Minuten war mein Blech leer und die Torte stand noch zu zwei Dritteln da. Nicht, weil meine Schnitten besser gewesen wären — sondern weil Kinder mit klebrigen Fingern lieber ein Stück nehmen, das sie in der Hand halten können, und weil in der Turnhalle bei 22 Grad niemand mehr Sahne anfassen wollte.

Seitdem backe ich nichts anderes mehr, wenn ich etwas mitbringen soll. Ein ganzes Blech kostet mich 4,15 €, das sind bei zwanzig Stücken 21 Cent pro Stück.

Warum Pudding und nicht Sahne

Zwei Becher Schlagsahne kosten 1,38 €, dazu Sahnesteif, und dann fängt das Problem erst an: Der Kuchen muss kalt bleiben. Er muss kalt ins Auto, kalt in die Halle, und wenn dort keine Kühlung steht, hast du nach einer Stunde ein Problem.

Pudding hat dieses Problem nicht. Er wird beim Abkühlen fest, bleibt fest und ist bei Zimmertemperatur genau so, wie er sein soll. Ich stelle das Blech morgens auf die Arbeitsplatte, decke ein Geschirrtuch darüber und trage es nachmittags durch die halbe Stadt.

Und geschmacklich? Meine Kinder nennen das Ding „Cremeschnitte“, und keiner von beiden hat je gefragt, wo die Sahne ist.

Die Rechnung mit dem Puddingpulver

Ein Tütchen Vanillepuddingpulver kostet beim Discounter 25 Cent und ist für einen halben Liter Milch gedacht. Ich nehme zwei Tütchen auf 750 ml Milch — also anderthalb mal so viel Pulver, wie draufsteht.

Das ist der ganze Kniff. Beim ersten Versuch hatte ich mich an die Packungsangabe gehalten, zwei Tütchen auf einen Liter. Der Pudding war lecker, aber beim Anschneiden lief er unter dem Messer weg, und ich habe die Stücke mit dem Pfannenwender vom Blech gelöffelt. Mit 750 ml wird er so fest, dass die Schnitte am Rand stehen bleibt.

Zum Vergleich: Fertigpudding im Becher kostet 45 Cent für 500 g. Für die Menge, die auf dieses Blech kommt, wären das rund 1,35 € statt 50 Cent plus Milch. Selbst kochen dauert fünf Minuten und spart hier fast einen Euro.

So backe ich die Schnitten

  1. Für den Teig 200 ml Milch handwarm machen, 50 g Butter darin weich werden lassen. In eine Schüssel 400 g Mehl, 60 g Zucker, das Päckchen Trockenhefe, eine Prise Salz und das Ei geben, die Milch-Butter-Mischung dazu und fünf Minuten kneten. Zugedeckt eine Stunde gehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Pudding kochen: 750 ml Milch mit 80 g Zucker aufkochen, zwei Tütchen Puddingpulver mit sechs Esslöffeln kalter Milch glatt rühren, einrühren und eine Minute sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen.
  3. Frischhaltefolie direkt auf die Puddingoberfläche legen und den Topf beiseitestellen. Der Pudding soll handwarm sein, wenn er aufs Blech kommt — kalt lässt er sich nicht mehr streichen.
  4. Für die Streusel 200 g Mehl, 100 g Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und 125 g kalte Butter in Stücken mit den Fingern zu groben Krümeln verreiben. Nicht kneten, sonst wird ein Teigklumpen daraus.
  5. Den gegangenen Hefeteig auf einem gefetteten Blech ausrollen oder mit den Händen bis in die Ecken drücken. Am Rand einen Zentimeter hochziehen, damit der Pudding nicht überläuft.
  6. Pudding gleichmäßig darauf verteilen und glatt streichen.
  7. Streusel darüberstreuen, ruhig großzügig und bis an die Ränder.
  8. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 30 bis 35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
  9. Vollständig auskühlen lassen, erst dann schneiden. Warm sieht der Schnitt aus wie ein Unfall.
Katrins Tipp: Die Butter für die Streusel gehört direkt aus dem Kühlschrank in die Schüssel. Ich habe sie einmal vorher weich werden lassen, weil ich dachte, das ginge leichter — es entstand ein einziger großer Klumpen, den ich anschließend mit dem Messer in Brocken hacken musste. Kalte Butter, kalte Hände, und wenn es warm ist in der Küche, die Streusel zwischendurch zehn Minuten kalt stellen.
Blech mit Puddingschicht auf dem Hefeteig, daneben die Streusel
Der Pudding muss handwarm sein, dann lässt er sich glatt streichen.

Wo hier gespart wird

Der größte Posten ist die Butter mit 1,25 € für 175 g. Davon stecken 125 g in den Streuseln, und genau da lohnt es sich nicht zu sparen: Mit Margarine werden die Streusel flach und weich statt knusprig. Ich habe es probiert, es war kein guter Tausch.

Gespart wird stattdessen an drei anderen Stellen. Keine Sahne (1,38 € gespart), kein Fertigpudding (85 Cent gespart), kein gekaufter Hefeteig aus dem Kühlregal — der kostet 1,29 €, während meiner aus 400 g Mehl, etwas Milch und Hefe für rund 60 Cent entsteht.

Die Milch ist mit 1,09 € für knapp einen Liter der zweite große Posten. Da geht nichts weg, sie ist der Pudding. Wer eine offene Packung H-Milch im Schrank hat, nimmt die — für den Pudding merkt kein Mensch einen Unterschied.

Am nächsten Tag

Das Blech hält abgedeckt zwei Tage, danach werden die Streusel weich. Bei uns stellt sich die Frage selten. Wenn doch etwas übrig bleibt, kommen die Stücke in die Brotdose, wo sie sich besser halten als jedes Sahnestück.

Beim nächsten Mal streue ich eine Handvoll abgetropfte Sauerkirschen aus dem Glas auf den Pudding, bevor die Streusel draufkommen. Wer den gleichen Streuselteig schon einmal ausprobieren will, findet ihn auch auf dem Apfelblechkuchen mit Zimtstreuseln; und wenn dir der Hefeteig einmal in Fleisch und Blut übergegangen ist, sind die Zimtschnecken für den Sonntagmorgen der nächste logische Schritt. Weitere Bleche, die eine ganze Klasse satt bekommen, stehen unter Kuchen und Blechkuchen.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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