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Günstige Abendessen 1,53 € / Portion

Nudelpfanne mit Wiener Würstchen und Erbsen

Eine große Pfanne cremige Nudeln mit Würstchenscheiben, Erbsen und Möhren
Vorbereitung: 10 Min.Kochzeit: 20 Min.Gesamt: 30 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Nudeln (Spirelli oder Hörnchen) 500 g 0,79 €
Wiener Würstchen im Glas 1 Glas (8 Stück, ca. 400 g) 1,89 €
TK-Erbsen 450 g 0,89 €
Sahneschmelzkäse 200 g 0,99 €
Milch 250 ml 0,29 €
Möhren 2 Stück (ca. 150 g) 0,25 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Reibekäse 100 g 0,72 €
Öl zum Anbraten 1 EL 0,06 €
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver, Petersilie nach Geschmack 0,12 €
Gesamtkosten: 6,12 € 1,53 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: Juli 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 2 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

Im Kühlschrank standen an dem Donnerstag: ein Rest Butter, drei Eier, eine angebrochene Milch und die Tube Tomatenmark, die dort seit Ostern wohnt. Nichts, woraus ein Abendessen für vier wird. Einkaufen war für Freitag geplant, weil ich am Donnerstag bis halb sechs arbeite und danach noch Jonas vom Training holen muss.

Was mich gerettet hat, stand im Vorratsschrank ganz oben: ein Glas Wiener Würstchen, gekauft im Angebot, mindestens haltbar bis irgendwann nächstes Jahr. Dazu eine Packung Spirelli, ein Beutel TK-Erbsen und der Becher Sahneschmelzkäse, den ich immer für genau solche Abende da habe.

Zwanzig Minuten später stand eine volle Pfanne auf dem Tisch, 6,12 € für alles zusammen, 1,53 € pro Person. Und Lina hat das Wort erfunden, das bei uns bis heute gilt: Würstchennudeln. Andere Sachen mit Nudeln, die genauso schnell gehen, findest du unter Nudelgerichte.

Warum bei mir immer Wiener im Glas stehen

Würstchen aus dem Kühlregal sind nach vier, fünf Tagen fällig. Die aus dem Glas halten anderthalb Jahre, stehen zwischen den Dosentomaten und interessieren niemanden, bis sie gebraucht werden. Acht Stück im 400-g-Glas kosten bei Aldi zwischen 1,79 € und 1,99 €, im Angebot auch mal 1,49 €. Das sind rund 47 Cent pro Portion für den Fleischanteil eines ganzen Abendessens.

Wichtig ist nur eins: abtropfen lassen und das Glaswasser wegschütten, nicht mit in die Pfanne. Das habe ich einmal anders gemacht, weil ich dachte, da sei Geschmack drin. War da auch — nur der falsche. Die ganze Pfanne roch danach wie ein Würstchenstand um zehn Uhr abends.

Wiener Würstchen aus dem Glas, TK-Erbsen, Nudeln und Schmelzkäse auf der Arbeitsplatte
Alles außer Zwiebel und Möhren hält monatelang im Schrank.

Wie ich die Pfanne mache

  1. Reichlich Wasser salzen und die Nudeln nach Packung kochen, aber eine Minute kürzer. Bevor du abgießt, eine Tasse Nudelwasser abschöpfen und stehen lassen — die brauchst du später fast sicher.
  2. Währenddessen die Zwiebel würfeln und die Möhren in dünne Scheiben schneiden. Die Würstchen abgießen, abtropfen lassen und in etwa einen Zentimeter dicke Ringe schneiden.
  3. Einen Esslöffel Öl in einer großen, hohen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Möhren fünf Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Zwiebel glasig ist und die Möhren an den Rändern weich werden.
  4. Die gefrorenen Erbsen direkt aus dem Beutel dazugeben, nicht auftauen. Drei Minuten mitbraten und dabei ein paarmal wenden, bis kein Eis mehr an ihnen hängt.
  5. Die Würstchenringe dazu und zwei Minuten mitbraten, bis sie an den Schnittflächen leicht Farbe bekommen. Länger nicht, sonst werden sie zäh und platzen auf.
  6. Die Milch angießen, Hitze zurückdrehen und den Sahneschmelzkäse löffelweise einrühren. Er braucht zwei, drei Minuten und darf dabei nicht kochen, sonst trennt er sich.
  7. Die abgetropften Nudeln in die Pfanne geben und alles vorsichtig wenden, bis jede Nudel Soße abbekommen hat. Wenn es zu dick wirkt, schluckweise Nudelwasser dazu, bis die Soße gerade so an den Nudeln hängt.
  8. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Muskat und einem halben Teelöffel Paprikapulver abschmecken. Den Reibekäse darüberstreuen, Deckel drauf, zwei Minuten bei kleinster Hitze stehen lassen. Zum Schluss die Petersilie darüber.
Katrins Tipp: Wenn du die Pfanne stattdessen überbacken willst, füll alles in eine Auflaufform, streu den Käse darüber und schieb sie zehn Minuten bei 200 Grad in den Ofen. Ich mache das nur, wenn der Ofen sowieso schon an ist — sonst frisst das Vorheizen mehr Strom, als der ganze Käse gekostet hat.
Würstchenringe, Erbsen und Möhren in der Pfanne, Milch wird angegossen
Erst braten, dann Milch und Schmelzkäse — und nie kochen lassen.

Der Fehler, den ich genau einmal gemacht habe

Der Sahneschmelzkäse war alle, im Kühlschrank stand aber ein Rest Frischkäse. Sieht ähnlich aus, dachte ich, wird schon gehen. Ich habe ihn bei voller Hitze in die Milch gerührt, und die Soße ist innerhalb einer halben Minute geflockt — kleine weiße Krümel in einer dünnen, wässrigen Brühe. Retten ließ sich das nicht mehr.

Frischkäse funktioniert schon, aber nur bei kleiner Hitze und mit einem Löffel Mehl, das vorher mit den Zwiebeln mitgeschwitzt wird. Schmelzkäse dagegen ist genau dafür gemacht, sich in warmer Milch aufzulösen, und kostet in der 200-g-Packung 99 Cent. Für die 25 Cent Unterschied riskiere ich das nicht noch einmal.

Das Zweite, was schiefgehen kann: Nudeln, die vorher schon gar waren. Sie kochen in der Soße nach und werden matschig. Eine Minute kürzer klingt nach Kleinigkeit, macht aber den Unterschied zwischen einer Nudelpfanne und einem Nudelbrei.

Wo das Geld gespart wird

Der Trick an diesem Rezept ist, dass fast nichts davon frisch sein muss. Nudeln, Wiener im Glas, TK-Erbsen und Schmelzkäse liegen zusammen bei 4,56 € und halten alle monatelang. Nur die Zwiebel und die zwei Möhren kommen aus dem Gemüsefach, und die kosten zusammen 37 Cent. Wenn keine da sind, lasse ich sie weg und nehme eine Handvoll TK-Gemüse mehr.

Beim Fleisch liegt der eigentliche Unterschied. Dieselbe Pfanne mit 250 g Hackfleisch statt Würstchen kostet 1,80 € statt 1,89 € — ähnlich viel, aber das Hack muss frisch gekauft und am selben Tag verarbeitet werden. Das Glas dagegen wartet, bis es gebraucht wird, und genau dafür ist es da. Bei Schinkenwürfeln aus dem Kühlregal wärst du bei 2,29 € für 200 g.

Was ich nicht mehr kaufe: die fertigen Nudelpfannen aus der Tiefkühltruhe. 750 g für 3,49 €, das reicht bei uns für zwei Personen. Für 6,12 € bekomme ich hier vier satt, und in der Pfanne ist mehr drin als in der Packung. Wer noch weiter runter will, macht die Version ganz ohne Wurst als Makkaroni mit Käsesauce für unter einem Euro pro Portion.

Ich schreibe hier viel über Rechnen und Vergleichen, aber ehrlich gesagt ist mir an diesem Rezept etwas anderes wichtiger: Es nimmt mir an einem langen Donnerstag die Entscheidung ab. Ich weiß, dass das Glas oben im Schrank steht, ich weiß, dass es zwanzig Minuten dauert, und ich weiß, dass beide Kinder essen, ohne zu diskutieren. Wenn du das Ganze lieber aus dem Ofen magst, steht die überbackene Variante bei den Käse-Makkaroni aus dem Ofen.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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