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Aufläufe aus dem Ofen 1,12 € / Portion

Blumenkohlauflauf unter heller Soße

Blumenkohlauflauf mit goldbrauner Käse-Semmelbrösel-Kruste in einer weißen Auflaufform
Vorbereitung: 20 Min.Kochzeit: 35 Min.Gesamt: 55 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Blumenkohl 1 Kopf (ca. 800 g) 1,49 €
Kartoffeln, festkochend 600 g 0,72 €
Reibekäse (Gouda) 150 g 1,07 €
Milch 400 ml 0,46 €
Butter 30 g 0,27 €
Mehl 30 g 0,04 €
Semmelbrösel 3 EL 0,10 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Gemüsebrühe, gekörnt 1 TL 0,05 €
Öl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss nach Bedarf 0,15 €
Gesamtkosten: 4,47 € 1,12 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: März 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 1,50 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

1,49 € — so viel stand am Donnerstag am Blumenkohl bei Aldi. Ein ganzer Kopf, knapp ein Kilo, und daraus wird bei uns eine randvolle Auflaufform: Röschen und Kartoffelscheiben, eine helle Soße aus Milch darüber, Semmelbrösel und Käse obenauf. Die ganze Form kostet mich knapp 4,50 €, also etwa 1,12 € pro Teller.

Ich mache diesen Auflauf am liebsten donnerstags oder freitags, wenn das Gemüsefach schon Lücken hat und ich trotzdem etwas auf den Tisch stellen will, das nach Mühe aussieht. Mein Großer isst Blumenkohl nämlich ausschließlich so — unter Soße und Käse, wo er nicht mehr wie Blumenkohl aussieht. Auf dem Teller neben Salzkartoffeln rührt er ihn nicht an. Ich habe irgendwann aufgehört, mich darüber zu ärgern, und backe ihn einfach.

Einen Fehler aus meinem ersten Versuch gebe ich dir gleich mit, damit du ihn nicht wiederholst: Ich habe den Blumenkohl damals brav weich gekocht, so wie meine Mutter das für Blumenkohl mit Butterbröseln macht. Nach 35 Minuten im Ofen war daraus ein grauer Brei geworden, den keiner mehr erkannt hat. Acht Minuten im Salzwasser reichen. Der Rest passiert von allein in der Form.

Blumenkohl und Kartoffeln vorbereiten

Vom Blumenkohl schneide ich die Röschen ab, ungefähr in Bissengröße. Den Strunk werfe ich nicht weg: außen die harte Schale abschälen, das Innere in Würfel schneiden, mitkochen. Das sind gut zwei Handvoll zusätzliches Gemüse, für die ich nichts extra bezahlt habe.

Die Kartoffeln schäle ich und schneide sie in Scheiben von etwa einem halben Zentimeter. Festkochend oder vorwiegend festkochend, mehligkochende zerfallen mir zu schnell. Kartoffeln und Blumenkohl kommen zusammen in einen Topf mit Salzwasser: erst die Kartoffelscheiben fünf Minuten, dann die Röschen dazu, weitere acht Minuten. Danach beides in ein Sieb abgießen und kurz ausdampfen lassen — je trockener das Gemüse in die Form kommt, desto weniger wässrig wird der Auflauf.

Blumenkohlröschen und Kartoffelscheiben auf einem Holzbrett vorbereitet
Acht Minuten Vorkochen reichen — der Rest passiert im Ofen.

Wenn du TK-Röschen nimmst, kochst du sie gar nicht vor. Die kommen gefroren direkt in die Form. Sie ziehen dann etwas Wasser, also gebe ich in dem Fall zwei Esslöffel Milch weniger in die Soße.

Die helle Soße: Mehlschwitze statt Sahne

Hier liegt der eigentliche Trick am Preis. Ein Becher Sahne kostet um die 90 Cent und reicht gerade so für eine Form. Butter, Mehl und Milch in der gleichen Menge kosten mich zusammen etwa 75 Cent — und die Soße wird dicker, bleibt beim Backen an den Röschen hängen statt auf den Boden zu laufen.

Butter im Topf schmelzen lassen, das Mehl einrühren und eine gute Minute unter Rühren mitgaren, bis es leicht nach Keksen riecht. Dann die Milch nach und nach dazu, immer mit dem Schneebesen rühren. Nicht alles auf einmal, sonst gibt es Klümpchen — und wenn doch, einmal kräftig durchschlagen, dann sind sie weg. Aufkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und reichlich frisch geriebener Muskatnuss würzen, einen Teelöffel Gemüsebrühe einrühren. Die Soße soll dickflüssig vom Löffel laufen, nicht fest stehen.

Helle Soße aus Butter, Mehl und Milch wird im Topf mit dem Schneebesen gerührt
Butter, Mehl, Milch: diese Soße kostet keine 75 Cent.

Die Zwiebel schneide ich in feine Würfel und dünste sie vorher in der Butter an, bevor das Mehl dazukommt. Das ist ein Zwischenschritt von zwei Minuten und macht aus einer weißen Soße eine, die nach etwas schmeckt.

Zur Konsistenz: Sie soll dickflüssig vom Löffel laufen wie kalte Buttermilch, nicht wie Pudding stehen bleiben. Ist sie zu dick geraten, rühre ich einen Schuss Milch nach; ist sie zu dünn, lasse ich sie zwei Minuten offen weiterköcheln. Im Ofen zieht sie ohnehin noch an, weil das Gemüse Flüssigkeit aufnimmt. Wer keine Muskatnuss im Schrank hat: eine Prise gemahlener Muskat aus dem Streuer tut es auch, nur eben etwas weniger.

Schritt für Schritt in die Form

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform (etwa 30 × 20 cm) dünn mit Öl auspinseln.
  2. Kartoffelscheiben fünf Minuten in Salzwasser kochen, dann die Blumenkohlröschen und die Strunkwürfel dazugeben und weitere acht Minuten kochen. Abgießen und ausdampfen lassen.
  3. Zwiebelwürfel in der Butter glasig dünsten, Mehl einstreuen, eine Minute rühren.
  4. Milch nach und nach mit dem Schneebesen einrühren, aufkochen, mit Salz, Pfeffer, Muskat und Gemüsebrühe abschmecken.
  5. Kartoffeln und Blumenkohl in die Form geben und einmal locker durchmischen. Nicht schichten — so kommt jeder an beides.
  6. Die Soße gleichmäßig darübergießen und die Form einmal kurz auf der Arbeitsplatte aufstoßen, damit sie nach unten durchläuft.
  7. Semmelbrösel und Reibekäse mischen und über den Auflauf streuen. Die Brösel nehmen den Käse mit und sorgen dafür, dass die Kruste knusprig statt gummiartig wird.
  8. 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Anschneiden fünf Minuten stehen lassen, sonst läuft alles auseinander.

Wo bei diesem Auflauf das Geld bleibt

Der teuerste Posten sind die 150 g Reibekäse mit gut einem Euro. Weniger geht, aber dann fehlt der Kruste etwas. Was ich stattdessen mache: den Käse mit den Semmelbröseln strecken. Drei Esslöffel Brösel wiegen kaum etwas und lassen 100 g Käse aussehen wie 200 g. Semmelbrösel kaufe ich übrigens seit Jahren nicht mehr — altbackene Brötchen kommen in den Mixer und dann in ein Schraubglas.

Beim Blumenkohl lohnt sich der Blick auf den Preis pro Kilo. Im Frühjahr und im Herbst kostet ein Kopf oft 1,29 bis 1,79 €. Wird er teurer als zwei Euro, greife ich zur Tiefkühlpackung: 750 g für etwa 1,29 €, ganzjährig gleich, kein Putzen, kein Abfall. Geschmacklich merkt das unter der Soße niemand.

Und der Klassiker unter den Fehlern: das Gemüse nass in die Form kippen. Dann steht am Ende Wasser unter der Soße, die Kruste schwimmt und der Auflauf schmeckt fade. Ein paar Minuten im Sieb ausdampfen lassen kostet nichts und rettet das Ergebnis.

Ich rechne solche Abende gern einmal durch, weil es mich jedes Mal wieder erstaunt: Eine Tiefkühlpizza für die ganze Familie sind zwei bis drei Stück, also mindestens 4,50 €, und satt ist danach keiner richtig. Diese Form kostet dasselbe, hat zwei Gemüsesorten drin und liefert bei uns noch einen Nachschlag. Der Ofen läuft in beiden Fällen — nur bleibt hier am Ende mehr auf dem Tisch. Weitere Rezepte nach diesem Prinzip — viel Gemüse, wenig Teures — findest du bei den Eintöpfen und Aufläufen.

Katrins Tipp: Die grünen Blätter am Blumenkohlkopf sind kein Abfall. Die zarten inneren schneide ich in Streifen und koche sie mit den Röschen mit, sie schmecken wie milder Kohl. Beim Wiegen an der Kasse zahlst du sie sowieso mit — bei einem Kopf sind das gut 100 g, die sonst in der Biotonne landen.

Mit Kochschinken, wenn Fleisch sein muss

Mein Mann isst den Auflauf fleischlos ohne Kommentar, mein Sohn fragt jedes Mal, ob nicht doch was drin ist. Für ihn streue ich 100 g gewürfelten Kochschinken zwischen das Gemüse, bevor die Soße draufkommt. Das kostet etwa 90 Cent extra, also gut 20 Cent pro Portion, und macht aus dem vegetarischen Essen eines, bei dem er nicht mehr nachfragt.

Genauso gut funktionieren gewürfelte Wiener Würstchen aus dem Glas oder ein Rest Bratenfleisch vom Vortag. Ich lege ihn nicht obendrauf, sondern nach unten in die Form — oben würde er trocken werden.

Zwei weitere Abwandlungen, die bei uns durchgegangen sind: ein Teelöffel mittelscharfer Senf in der Soße, der macht sie deutlich kräftiger, ohne dass Kinder „scharf“ rufen. Und ein hart gekochtes, in Scheiben geschnittenes Ei pro Person zwischen die Röschen gelegt, wenn ich weiß, dass der Auflauf als alleiniges Abendessen reichen muss. Vier Eier kosten 92 Cent und machen aus der Form eine, nach der niemand um halb neun noch ein Brot verlangt.

Vorbereiten, aufwärmen, Reste

Die Form lässt sich komplett vorbereiten und mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen. Ich mache das sonntags manchmal für Montagabend. Dann braucht sie im Ofen fünf bis zehn Minuten länger, weil sie kalt hineingeht. Die Brösel-Käse-Mischung streue ich erst kurz vorm Backen drauf, sonst zieht sie Feuchtigkeit.

Reste wärme ich nicht in der Mikrowelle auf, da wird die Kruste weich. Ein kleiner Teller mit Alufolie abgedeckt bei 160 °C für 15 Minuten in den Ofen, die letzten drei Minuten ohne Folie — dann ist er fast wie frisch. Kalt schmeckt er meinen Kindern übrigens auch, in der Brotdose als kalter Auflaufwürfel.

Portion Blumenkohlauflauf auf einem Teller mit cremiger heller Soße
Die Bröselschicht macht den Unterschied zu einem weichen Auflauf.

Bei uns kommt nichts weiter dazu außer ein paar Gurkenscheiben oder ein Klecks Senf für die Erwachsenen. Wenn du es cremiger magst als hier beschrieben, schau dir das Kartoffelgratin ganz ohne Sahne an, da funktioniert dieselbe Mehlschwitze mit doppelter Kartoffelmenge. Und wenn du den Blumenkohl lieber in größeren Stücken magst, ist der überbackene Blumenkohl mit Kartoffeln die etwas rustikalere Variante desselben Gedankens.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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