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Günstige Abendessen 1,57 € / Portion

Ofengemüse vom Blech mit Feta

Goldbraunes Ofengemüse vom Blech mit gebräunten Feta-Brocken
Vorbereitung: 20 Min.Kochzeit: 45 Min.Gesamt: 65 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Kartoffeln 800 g 0,96 €
Möhren 300 g 0,45 €
Paprika (rot und gelb) 2 Stück 1,49 €
Zwiebeln 2 Stück 0,24 €
Zucchini 1 mittelgroße (ca. 300 g) 0,89 €
Feta (Schafskäse) 200 g 1,79 €
Knoblauch 2 Zehen 0,10 €
Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, getrocknete Kräuter nach Bedarf 0,35 €
Gesamtkosten: 6,27 € 1,57 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: Juli 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 2 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

1,49 € für zwei Paprika. Das stand am Dienstag im Angebotszettel von Lidl, und weil sie sonst gut das Doppelte kosten, sind sie im Wagen gelandet, obwohl ich gar nicht wusste, was ich damit machen will. So fängt bei uns fast jedes Blech Ofengemüse an: nicht mit einem Rezept, sondern mit dem, was gerade billig war.

Deshalb ist das hier auch weniger ein festes Rezept als ein Bauplan. Kartoffeln als Grundlage, zwei bis drei andere Gemüse dazu, Öl, Salz, getrocknete Kräuter, und in den letzten zehn Minuten kommt Feta drüber. Für vier Personen liege ich bei 6,27 €, also 1,57 € pro Portion. Was aufs Blech kommt, entscheidet der Angebotszettel, nicht ich.

Wie das Gemüse geschnitten wird

Das Einzige, worauf es wirklich ankommt: Alles muss ungefähr gleich lange brauchen. Kartoffeln sind am härtesten, also schneide ich sie am kleinsten — Spalten von etwa zwei Zentimetern Dicke, ungeschält, nur gut gewaschen. Möhren kommen in schräge Scheiben von einem knappen Zentimeter, Zwiebeln in dicke Spalten, damit sie nicht verbrennen, Paprika in breite Streifen, Zucchini in halbe Scheiben von zwei Zentimetern.

Zucchini und Paprika sind schneller fertig als Kartoffeln, deshalb schneide ich sie bewusst grob. Ein zu klein geschnittenes Stück Zucchini ist nach zwanzig Minuten Wasser. Wer das umdreht und die Kartoffeln groß lässt, hat am Ende weiches Gemüse und rohe Kartoffelklötze.

Rohes Gemüse in der Schüssel mit Öl, Kräutern und Paprikapulver vermengt
Erst in der Schüssel mischen, dann aufs Blech — so glänzt jedes Stück.

Schritt für Schritt

  1. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, Umluft 180 Grad. Ein tiefes Blech mit Backpapier auslegen.
  2. Kartoffeln waschen und mit Schale in Spalten schneiden, Möhren schräg in Scheiben, Zwiebeln in dicke Spalten, Paprika in Streifen, Zucchini in halbe Scheiben. Knoblauch schälen und grob hacken.
  3. Alles in eine große Schüssel geben — nicht direkt aufs Blech. Drei Esslöffel Öl, einen guten Teelöffel Salz, Pfeffer, einen Teelöffel Paprikapulver und zwei Teelöffel getrocknete Kräuter dazu und mit den Händen durchmischen, bis jedes Stück glänzt.
  4. Das Gemüse auf dem Blech verteilen. In einer Schicht, mit Lücken dazwischen. Wenn es nicht passt, nimm ein zweites Blech oder lass etwas weg.
  5. 35 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten einmal mit dem Pfannenwender wenden, damit die Unterseiten nicht ankleben.
  6. Den Feta mit den Fingern in groben Brocken über das Gemüse bröseln. Nicht schneiden, nicht reiben — Brocken schmelzen außen an und bleiben innen cremig.
  7. Weitere 10 Minuten backen, bis der Feta an den Kanten goldbraun wird und die Kartoffelspalten sich mit der Gabel leicht einstechen lassen.
  8. Blech herausnehmen, fünf Minuten stehen lassen und direkt vom Blech auf die Teller geben. Wer mag, gibt noch einen Spritzer Zitrone oder Essig darüber.
Katrins Tipp: Das Blech muss heiß sein, bevor das Gemüse draufkommt. Ich schiebe das leere Blech mit in den Ofen und verteile das Gemüse erst darauf, wenn beides heiß ist — es zischt kurz, und die Unterseiten werden braun statt weich. Auf einem kalten Blech dauert es zehn Minuten, bis überhaupt etwas passiert, und in dieser Zeit gibt das Gemüse Wasser ab.
Feta wird in groben Brocken über das halbfertige Ofengemüse gebröselt
Der Feta kommt erst in den letzten zehn Minuten aufs Blech.

Der Fehler, den ich zweimal gemacht habe

Beim ersten Versuch habe ich alles auf ein Blech gequetscht, weil ich den Ofen nicht zweimal anmachen wollte. Das Ergebnis war blass, weich und roch nach gedünstetem Gemüse. Kein Stück hatte Farbe. Der Grund ist simpel: Liegt das Gemüse übereinander, verdampft das austretende Wasser nicht, sondern bleibt zwischen den Stücken stehen und dämpft sie.

Seitdem gilt bei mir die Regel, dass zwischen den Stücken Backpapier zu sehen sein muss. Bei den Mengen aus der Kostenbox passt das auf ein normales Backblech, wenn man es ordentlich verteilt. Wird es mehr, kommt ein zweites Blech dazu — und weil beide gleichzeitig im Ofen sind, kostet das nichts extra außer einmal Blech spülen.

Wo das Geld bleibt

Der teuerste Posten ist der Feta mit 1,79 €. Man braucht ihn nicht, aber er ist der Grund, warum bei uns das Blech leer wird: Mein Großer pickt Zucchini normalerweise heraus und legt sie an den Tellerrand. Mit Feta drüber isst er alles. Für 1,79 € kaufe ich mir also weniger Diskussion am Abendbrottisch, und das ist mir das Geld wert.

Sparen lässt sich an anderer Stelle. Kartoffeln kaufe ich im 2,5-Kilo-Sack, das ist pro Kilo rund 30 Cent günstiger als der Beutel mit 1,5 Kilo. Getrocknete Kräuter nehme ich als große Tüte italienische Kräuter für 79 Cent statt als Glas mit 15 Gramm für 1,29 €. Und Paprika kaufe ich ausschließlich im Angebot — außerhalb davon fliegen sie raus und es kommt mehr Möhre aufs Blech.

Was sich nicht lohnt: am Öl sparen. Drei Esslöffel für ein volles Blech kosten etwa zwölf Cent. Mit weniger Öl klebt das Gemüse fest, wird trocken und bekommt keine Farbe. Ich habe es mit anderthalb Esslöffeln probiert und danach zwanzig Minuten das Blech geschrubbt.

Was sich austauschen lässt

Alles außer den Kartoffeln. Bei uns waren schon Blumenkohl, Brokkolistiele, Kohlrabi, Fenchel, Champignons, Süßkartoffel und einmal ein einsamer Rest Weißkohl auf dem Blech. Faustregel: hartes Gemüse klein schneiden, weiches groß, wasserreiches Gemüse wie Tomaten oder Zucchini erst nach der Hälfte der Zeit dazugeben.

Statt Feta gehen auch geriebener Käse in den letzten fünf Minuten, ein Löffel Schmand nach dem Backen oder gar nichts, dafür ein Ei je Person, das man zehn Minuten vor Schluss in eine Mulde schlägt. Wenn es sättigender werden soll, gebe ich eine abgetropfte Dose Kichererbsen mit aufs Blech — 55 Cent, und aus der Beilage wird ein Hauptgericht. Aus derselben Ecke kommt bei uns die Blechpizza mit Gemüse, wenn ich noch etwas Teig übrig habe. Weitere Ideen für den Abend findest du unter Günstige Abendessen.

Was am nächsten Tag übrig ist, kommt bei mir kalt in eine Schüssel, mit einem Löffel Joghurt und etwas Essig verrührt. Das ist dann Salat für die Mittagspause und schmeckt tatsächlich besser als das aufgewärmte Blech.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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