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Günstige Abendessen 1,61 € / Portion

Gnocchi-Pfanne mit Paprika und Tomaten

Gnocchi-Pfanne mit Paprikastreifen, Kirschtomaten und geschmolzenem Käse
Vorbereitung: 10 Min.Kochzeit: 20 Min.Gesamt: 30 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Gnocchi aus dem Kühlregal 2 Packungen (1 kg) 2,18 €
Paprika 2 Stück 1,30 €
Kirschtomaten 250 g 1,29 €
Reibekäse (Gouda) 150 g 1,07 €
Zwiebel 1 große 0,12 €
Knoblauch 2 Zehen 0,10 €
Tomatenmark 2 EL 0,15 €
Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Oregano nach Bedarf 0,25 €
Gesamtkosten: 6,46 € 1,61 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: März 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 2 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

Zwei Paprika, die an den Schultern schon weich wurden. Eine angeschnittene Zwiebel in Frischhaltefolie. Eine halbe Schale Kirschtomaten, die keiner mehr roh essen wollte. Das war der Blick ins Gemüsefach an einem Donnerstag um kurz nach vier, und in einer Stunde würden zwei hungrige Kinder vom Sport zurückkommen.

Im Kühlschrank lag außerdem noch eine Packung Gnocchi. Aus dieser Kombination ist inzwischen ein festes Donnerstagsgericht geworden – nicht weil ich es geplant hätte, sondern weil es jedes Mal funktioniert hat. Eine Pfanne, zwanzig Minuten, kein Topf mit Wasser, den man vorher aufsetzen und hinterher abgießen muss.

Ich rechne für vier Personen mit rund 6,50 € für die ganze Pfanne. Das sind gut 1,60 € pro Teller, und dabei ist Käse drauf. Wer schon einmal für vier Personen bei einem Lieferdienst bestellt hat, weiß, wie weit das auseinanderliegt.

Paprikastreifen, Zwiebelringe und halbierte Kirschtomaten auf einem Holzbrett
Alles klein geschnitten, bevor die Pfanne heiß wird – danach geht es zu schnell.

Das Grundrezept: eine Pfanne, 20 Minuten

  1. Die Zwiebel in feine Halbringe schneiden. Paprika entkernen und in etwa ein Zentimeter breite Streifen schneiden, den Knoblauch fein hacken, die Kirschtomaten halbieren.
  2. Zwei Esslöffel Öl in der größten Pfanne, die du hast, richtig heiß werden lassen. Die Gnocchi direkt aus der Packung hineingeben, glatt verteilen und drei Minuten in Ruhe lassen – nicht rühren, nicht schütteln. Dann einmal wenden und zwei weitere Minuten braten, bis sie hellbraune Flecken haben. Auf einen Teller geben.
  3. Noch einen Löffel Öl in die Pfanne, Zwiebel und Paprika hinein. Bei mittlerer Hitze sechs bis sieben Minuten braten, bis die Paprikastreifen weiche, dunkle Ränder bekommen.
  4. Knoblauch und Tomatenmark dazugeben und eine Minute mitrösten, bis das Tomatenmark eine Nuance dunkler wird. Das ist der Schritt, der aus Wasser und Gemüse eine Soße macht.
  5. Kirschtomaten dazu und mit 100 ml Wasser ablöschen. Salzen, pfeffern, Paprikapulver und Oregano dazu. Fünf Minuten offen köcheln lassen, bis die Tomaten aufplatzen und die Flüssigkeit sämig wird.
  6. Die Gnocchi zurück in die Pfanne geben und vorsichtig unterheben. Herd ausschalten, den Reibekäse darüberstreuen, Deckel drauf und drei Minuten stehen lassen. Die Restwärme reicht zum Schmelzen völlig aus.

Bei uns steht die Pfanne damit nach zwanzig Minuten auf dem Tisch, gerechnet ab dem Moment, in dem das Schneidebrett auf der Arbeitsplatte liegt. Eine Beilage braucht es nicht. Wenn Besuch da ist, stelle ich eine Schüssel Gurkensalat dazu – eine halbe Salatgurke, Essig, Öl, Salz. Das kostet 50 Cent und macht aus einer Pfanne ein Essen mit zwei Schüsseln auf dem Tisch.

Warum die Gnocchi nicht ins Kochwasser kommen

Beim ersten Mal habe ich es brav gemacht, wie es auf der Packung steht: Wasser aufkochen, Gnocchi hinein, warten bis sie oben schwimmen, abgießen. Danach wollte ich sie noch anbraten. Was in der Pfanne landete, war eine graue Masse, die beim ersten Wenden zerfiel. Mein Mann nannte es freundlich „Kartoffelbrei mit Paprika“. Gegessen haben wir es trotzdem, aber schön war es nicht.

Gnocchi aus dem Kühlregal sind vorgegart. Sie brauchen keine Garzeit mehr, nur Hitze. Im Kochwasser ziehen sie zusätzlich Flüssigkeit, werden weich und haben außen nichts mehr, was in der Pfanne bräunen könnte. Kommen sie dagegen trocken in heißes Öl, karamellisiert die Stärke an der Oberfläche, und sie bekommen eine dünne, feste Kruste, während sie innen weich bleiben.

Zwei Dinge braucht es dafür: eine wirklich heiße Pfanne und Geduld. Wer nach dreißig Sekunden anfängt zu rühren, verhindert genau die Kruste, auf die es ankommt. Ich stelle mir dafür inzwischen den Küchenwecker auf drei Minuten, weil ich sonst doch am Pfannenwender zupfe.

Mit Gnocchi aus dem Tiefkühler funktioniert dasselbe Prinzip, aber nur mit einer Einschränkung: Sie müssen gefroren in die Pfanne, nicht aufgetaut. Aufgetaute TK-Gnocchi geben Wasser ab und kochen dann im eigenen Saft, statt zu braten. Gefroren brauchen sie pro Seite etwa zwei Minuten länger und einen Löffel Öl mehr.

Katrins Tipp: Wenn deine Pfanne kleiner als 28 cm ist, brate die Gnocchi in zwei Runden. Liegen sie in zwei Schichten übereinander, ziehen sie Wasser statt Farbe, und du bekommst genau den Matsch, den du vermeiden willst. Die erste Runde wartet solange auf einem Teller – sie werden am Ende ohnehin wieder heiß.
Gnocchi braten in einer Schicht in der heißen Pfanne und bekommen braune Flecken.
Drei Minuten nicht anfassen: nur so bildet sich die Kruste.

Sieben Abwandlungen, je nachdem was da ist

  • Mit Wurst: 200 g Fleisch- oder Jagdwurst in Streifen schneiden und in Schritt 3 mitbraten. Kostet etwa 0,90 € mehr, also gut 22 Cent pro Portion, und macht aus dem Gericht ein Abendessen, bei dem auch mein Mann nicht nach Nachtisch fragt.
  • Mit Erbsen: Eine große Handvoll TK-Erbsen in den letzten drei Minuten dazugeben. 20 Cent, und die Pfanne sieht gleich weniger nach Restegericht aus.
  • Statt Kirschtomaten: Eine halbe Dose gehackte Tomaten für 28 Cent. Spart einen ganzen Euro, die Soße wird glatter statt stückig – für Kinder, die keine Tomatenhaut mögen, sogar die bessere Variante.
  • Im Sommer mit Zucchini: Eine Zucchini in Halbmonden ersetzt eine der beiden Paprika. Zucchini kosten im Juli oft die Hälfte von Paprika.
  • Mit Schmand: Zwei Esslöffel Schmand am Ende unterrühren statt Käse darüberzustreuen. Wird milder und heller, kostet ungefähr dasselbe.
  • Mit Spinat: 150 g TK-Blattspinat auftauen, gut ausdrücken und in Schritt 5 dazugeben. Grün im Teller, ohne dass jemand extra Gemüse putzen muss.
  • Mit Ei: Vor dem letzten Deckel-Schritt vier Mulden in die Pfanne drücken und je ein Ei hineinschlagen. Deckel drauf, sechs Minuten bei kleiner Hitze. Kostet 92 Cent extra und macht aus einer Beilagenpfanne ein sattes Abendessen.

Chili gebe ich grundsätzlich nicht in die Pfanne, sondern als Flocken auf den Tisch. Meine Tochter, sechs, isst Paprika ohnehin nur, wenn sie richtig weich ist – sie kommt bei uns deshalb zwei Minuten früher in die Pfanne als in den meisten Rezepten. Scharf würde sie den Teller stehen lassen, und dann hätte ich für nichts gekocht.

Ein Teller Gnocchi-Pfanne mit geschmolzenem Käse
Gut 1,60 € pro Teller, Käse inklusive.

Wo bei dieser Pfanne gespart wird

Der größte Posten sind die Gnocchi selbst. Die Eigenmarke aus dem Kühlregal kostet bei Aldi und Lidl rund 1,09 € pro 500-g-Packung, die Markenware daneben fast 1,90 €. Für vier Personen brauche ich ein Kilo, das ist also ein Unterschied von 1,60 € für exakt dieselbe Zubereitung. Die Tiefkühlvariante ist teils noch günstiger, braucht in der Pfanne aber zwei Minuten länger und etwas mehr Öl.

Zweitgrößter Posten: die Paprika. Ich kaufe sie nie einzeln. Das 500-g-Netz mit drei bis vier Schoten kostet um die 1,99 €, einzeln gewogen zahlst du für dieselbe Menge schnell drei Euro. Was ich nicht verbrauche, wandert in Streifen geschnitten ins Gefrierfach – aufgetaut ist Paprika weich, aber genau das stört hier nicht.

Beim Käse lohnt der Block am Stück nur, wenn er gerade im Angebot liegt; sonst ist der geriebene Gouda pro 100 g praktisch gleich teuer. Ich kaufe die 250-g-Packung, nehme 150 g und friere den Rest im Beutel ein. Geriebener Käse lässt sich gefroren direkt verwenden, ohne dass er verklumpt.

Einen Posten rechnen viele gar nicht mit: den Strom. Eine Pfanne, die zwanzig Minuten auf der Platte steht, braucht deutlich weniger als ein Ofen, der erst zwanzig Minuten vorheizt und danach eine halbe Stunde läuft. An Abenden, an denen ich sonst nichts backe, ist die Pfanne allein deshalb die günstigere Entscheidung.

Was ich nicht kaufe, sind die Würzmischungen im Tütchen, die neben den Gnocchi hängen. 79 Cent für Salz, Zucker, getrocknete Zwiebel und Paprikapulver – das entspricht dem Preis der beiden Paprika im Rezept. Tomatenmark, Paprikapulver und Oregano hast du ohnehin im Schrank, und sie schmecken kräftiger. Weitere Abendessen dieser Preisklasse findest du unter Günstige Abendessen, und wenn du lieber den Ofen anmachst als am Herd zu stehen, ist der Gnocchi-Auflauf mit Tomatensoße und Käse die faule Schwester dieses Rezepts.

Was ich als Nächstes ausprobiere

Im Schrank steht seit dem letzten Balkan-Einkauf ein angebrochenes Glas Ajvar. Ein Esslöffel davon statt des Tomatenmarks, dazu die Paprika wie gehabt – ich bin ziemlich sicher, dass das funktioniert, und teurer wird es nicht, weil ein Glas Ajvar knapp einen Euro kostet und für mehrere Gerichte reicht. Wer sehen will, was ich sonst damit mache: Im Djuvec-Reis aus dem Ofen würzt genau dieses eine Glas ein ganzes Blech.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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