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Günstige Abendessen 2,06 € / Portion

Lasagne für vier – und trotzdem unter zehn Euro

Frisch gebackene Lasagne in der Auflaufform, ein Stück herausgenommen
Vorbereitung: 30 Min.Kochzeit: 40 Min.Gesamt: 70 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Gemischtes Hackfleisch 400 g 2,88 €
Möhren 2 Stück (ca. 200 g) 0,24 €
Zwiebel und Knoblauch 1 Zwiebel, 2 Zehen 0,20 €
Gehackte Tomaten 2 Dosen à 400 g 1,10 €
Tomatenmark 2 EL 0,15 €
Lasagneplatten 250 g 0,89 €
Milch 700 ml 0,81 €
Mehl 60 g 0,07 €
Margarine 60 g 0,15 €
Reibekäse (Gouda) 200 g 1,43 €
Öl, Salz, Pfeffer, Oregano, Muskat, Zucker nach Bedarf 0,30 €
Gesamtkosten: 8,22 € 2,06 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: Mai 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 3 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

Jahrelang habe ich für Lasagne ein Glas fertige Béchamelsauce gekauft. 1,79 € für 400 Gramm, und ich dachte, das müsse so sein, weil Béchamel nach etwas klingt, das schiefgehen kann. Bis ich die Zutatenliste auf dem Glas gelesen habe: Wasser, Magermilchpulver, Mehl, pflanzliches Fett, Salz. Dieselbe Menge rühre ich in fünf Minuten aus Mehl, Margarine und echter Milch, und sie kostet mich 60 Cent.

Das war der erste von drei Punkten, an denen bei der Lasagne unauffällig Geld verschwindet. Die anderen beiden sind das Hackfleisch, von dem die meisten Rezepte 500 g verlangen, und der Käse, wenn man zum italienischen Hartkäse im Kühlregal greift.

Mein Blech kostet mit allem 8,22 €. Das sind 2,06 € pro Portion für vier hungrige Leute, und es bleibt meistens noch eine Ecke übrig.

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, die Möhren schälen und auf der groben Reibe raspeln. Die Raspel sind der Trick: Sie verschwinden in der Sauce und strecken das Fleisch, ohne dass jemand am Tisch Möhre auf der Gabel sieht.
  2. Zwei Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen, das Hackfleisch hineingeben und bei hoher Hitze kräftig anbraten, bis es an den Rändern braun wird. Nicht zu früh rühren — erst wenn es Farbe hat, wird es kräftig im Geschmack.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Möhrenraspel dazugeben, fünf Minuten mitbraten. Dann das Tomatenmark unterrühren und eine Minute mitrösten.
  4. Die beiden Dosen Tomaten dazugeben, mit dem Löffel zerdrücken, 150 ml Wasser angießen. Mit Salz, Pfeffer, Oregano und einem Teelöffel Zucker würzen und bei kleiner Hitze 20 Minuten offen köcheln lassen, bis die Sauce dick genug ist, dass sie nicht vom Löffel läuft.
  5. Währenddessen die Béchamel: 60 g Margarine in einem zweiten Topf schmelzen, 60 g Mehl einrühren und eine Minute unter Rühren hell anschwitzen. Dann 700 ml Milch nach und nach mit dem Schneebesen einrühren — immer erst rühren, dann nachgießen. Fünf Minuten leise köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken.
  6. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (etwa 30 × 20 cm) mit etwas Öl ausstreichen.
  7. Schichten, immer in dieser Reihenfolge: eine dünne Lage Hacksauce ganz unten, damit nichts anbrennt, dann Lasagneplatten, Hacksauce, ein paar Löffel Béchamel. Das wiederholst du dreimal. Ganz oben liegen Platten, darauf kommt die restliche Béchamel — sie muss die Platten vollständig bedecken, sonst bleiben die Ecken hart.
  8. Den Reibekäse gleichmäßig darüberstreuen und die Form 40 Minuten backen. Wenn der Käse nach 25 Minuten schon dunkel wird, ein Stück Backpapier auflegen.
  9. Zehn Minuten stehen lassen, bevor du schneidest. Das ist der Unterschied zwischen Stücken und Matsch auf dem Teller.
Lasagne wird in der Auflaufform geschichtet, daneben der Topf mit Béchamel
Unten eine dünne Lage Sauce, oben genug Béchamel – sonst bleiben die Ecken hart.

Béchamel: 60 Gramm, 60 Gramm, 700 Milliliter

Mehr musst du dir nicht merken. Gleiche Teile Fett und Mehl, dazu gut die zwölffache Menge Milch. Kalte Milch in die heiße Mehlschwitze und der Schneebesen in der Hand — dann gibt es keine Klümpchen. Und falls doch welche auftauchen: einmal kräftig durchschlagen, das reicht in neun von zehn Fällen.

Katrins Tipp: Nimm keine No-Name-Lasagneplatten „ohne Vorkochen“, die besonders dünn sind, sondern gieße lieber 150 ml mehr Flüssigkeit an. Meine erste selbst gemachte Lasagne war an den Rändern regelrecht knackig, weil ich die Sauce zu sparsam verteilt hatte. Die Platten ziehen die Flüssigkeit im Ofen aus allem, was sie berühren — lieber sieht die Form vor dem Backen etwas zu nass aus als zu trocken.
Hackfleischsauce mit geraspelten Möhren im Topf, daneben Dosentomaten
Zwei geraspelte Möhren strecken 400 g Hack, ohne dass es jemand merkt.

Wo bei der Lasagne das Geld verschwindet

Das Hackfleisch. Die meisten Rezepte nennen 500 g, viele sogar 600 g. Ich nehme 400 g gemischtes Hack für 2,88 € und strecke es mit zwei geraspelten Möhren für 24 Cent. Das Ergebnis ist eine Sauce, die genauso ergiebig ist, aber 1,20 € weniger kostet. Reines Rinderhack wäre noch einmal einen Euro teurer und bringt hier nichts, weil die Sauce ohnehin lange köchelt.

Die Béchamel. 60 g Mehl, 60 g Margarine und 700 ml Milch kosten zusammen rund einen Euro. Zwei Gläser Fertigsauce für dieselbe Menge kosten 3,58 €. Das ist der größte Einzelposten, den du streichen kannst, und er kostet dich fünf Minuten.

Der Käse. 200 g geriebener Gouda liegen bei 1,43 €. Geriebener Hartkäse in der 100-g-Tüte kostet oft 2,49 €, also mehr als das Dreifache pro Gramm. Auf einer Lasagne, die 40 Minuten im Ofen war, schmeckt man davon wenig — was du willst, ist eine Käsekruste, und die macht Gouda genauso gut. Wenn du den Geschmack vermisst, reibe einen Löffel Hartkäse erst nach dem Backen darüber.

Was ich nicht empfehle: an den Tomaten sparen und die Sauce mit Wasser strecken. Zwei Dosen für 1,10 € sind das Fundament — mit nur einer Dose wird die Lasagne trocken, und dann rettet auch die Béchamel nichts mehr. Weitere Abendessen dieser Größenordnung findest du in der Kategorie Günstige Abendessen, und wie eine noch schlichtere Variante ohne Möhre aussieht, steht bei der einfachen Lasagne für vier.

Falls doch etwas übrig bleibt: Am nächsten Tag ist Lasagne kalt aus der Form fast besser als frisch, weil sie durchgezogen ist. Ich schneide die Reste in Stücke, packe sie in Dosen, und mein Mann nimmt sie mit zur Arbeit. Wenn nur noch Hacksauce übrig ist, kommt sie am nächsten Abend über Nudeln oder in den Nudelauflauf mit Hackfleisch.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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