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Günstige Abendessen 0,76 € / Portion

Gemüsesuppe mit Grießklößchen

Teller Gemüsesuppe mit Grießklößchen, Möhrenscheiben und Erbsen
Vorbereitung: 20 Min.Kochzeit: 30 Min.Gesamt: 50 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Suppengrün 1 Bund 0,99 €
Kartoffeln 500 g 0,40 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Gemüsebrühe 1,5 l 0,20 €
Weichweizengrieß 100 g 0,18 €
Butter 30 g 0,22 €
Eier 2 Stück 0,46 €
TK-Erbsen 150 g 0,30 €
Salz, Pfeffer, Muskat nach Bedarf 0,15 €
Gesamtkosten: 3,02 € 0,76 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: Juni 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 1,50 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

Der Teller steht noch nicht richtig auf dem Tisch, da ist der Löffel meiner Tochter schon drin. Nicht um zu essen — um zu sortieren. Erst kommen alle Grießklößchen an den Tellerrand, in einer Reihe, dann wird gezählt. Sieben. Ihr Bruder hat acht, und darüber muss geredet werden. Die Suppe selbst interessiert die beiden erst, wenn die Verteilungsfrage geklärt ist.

Deshalb koche ich sie ungefähr alle zwei Wochen. Ein Bund Suppengrün für 99 Cent, ein halbes Kilo Kartoffeln, Brühe — und dann die Klößchen aus Grieß, Butter und Ei, die aus einer dünnen Gemüsesuppe eine Mahlzeit machen, an der auch ein neunjähriger Junge satt wird. Der ganze Topf kostet 3,02 €. 76 Cent pro Teller.

Grießklößchen werden mit zwei Teelöffeln geformt und in die Suppe gegeben
Nicht größer als eine Walnuss abstechen — die Klößchen gehen im Topf noch auf.

Was meine Mutter anders gemacht hat als ich am Anfang

Bei uns zu Hause gab es Grießklößchen immer nur in der Hühnersuppe, und die gab es sonntags oder wenn Besuch kam. Meine Mutter hat den Grieß in der Butter angeröstet, das Ei untergerührt und die Masse dann eine halbe Stunde stehen lassen. Diese halbe Stunde habe ich beim ersten eigenen Versuch übersprungen, weil ich es eilig hatte und dachte, das sei so eine Vorschrift aus alten Kochbüchern.

Das Ergebnis schwamm als graue Wolke in der Suppe. Der Grieß war noch nicht aufgequollen, die Masse zu weich, die Klößchen haben sich beim ersten Kontakt mit dem Wasser aufgelöst. Ich habe die Suppe an dem Abend trotzdem serviert und sie „Grießsuppe“ genannt, und niemand hat gemeckert, aber schön war es nicht.

Seitdem gilt bei mir dieselbe Regel wie bei ihr: Die Masse muss ruhen, bis sie sich mit zwei Teelöffeln formen lässt, ohne zu kleben. Und das Wasser darf nicht sprudeln. Grießklößchen wollen ziehen, nicht kochen.

Die Suppe darunter

Als Basis nehme ich, was ein Bund Suppengrün hergibt: Möhre, ein Stück Lauch, Sellerie und die Petersilie obendrauf. Dazu Kartoffeln in kleinen Würfeln, eine Zwiebel und anderthalb Liter Brühe. Die Kartoffel ist wichtig, weil sie die Suppe leicht bindet — ohne sie schmeckt das Ganze eher nach heißem Gemüsewasser mit Einlage.

Die Erbsen kommen aus dem Tiefkühlfach und erst in den letzten fünf Minuten dazu. Sie bringen Farbe in einen Topf, der sonst hauptsächlich beige und orange ist, und 150 g kosten 30 Cent. Wer keine da hat, lässt sie weg oder nimmt eine zweite Möhre. Wenn du die Suppe lieber mit Einlage aus dem Beutel magst, ist die Gemüsesuppe mit Nudeln die schnellere Schwester dieses Rezepts.

So gehe ich vor

  1. 30 g Butter in einem kleinen Topf schmelzen, 100 g Weichweizengrieß hineinrühren und zwei Minuten unter Rühren anrösten, bis es leicht nussig riecht. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  2. Zwei Eier verquirlen und unter den lauwarmen Grieß rühren. Salzen, eine Prise Muskat dazu. Die Masse zugedeckt mindestens 30 Minuten quellen lassen — in dieser Zeit wird die Suppe fertig.
  3. Das Suppengrün putzen: Möhre schälen und in Scheiben schneiden, Lauch längs halbieren, waschen und in Halbringe schneiden, den Sellerie schälen und klein würfeln. Die Petersilie beiseitelegen. Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden, Zwiebel fein hacken.
  4. Die Zwiebel in einem großen Topf in etwas Butter oder Öl glasig dünsten, das übrige Gemüse dazugeben, kurz mitdünsten und mit 1,5 l Gemüsebrühe aufgießen.
  5. 15 bis 20 Minuten leise köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. In den letzten fünf Minuten die tiefgekühlten Erbsen dazugeben.
  6. Die Hitze so weit herunterdrehen, dass die Suppe nur noch zittert. Mit zwei Teelöffeln kleine Nocken aus der Grießmasse abstechen und nacheinander hineingleiten lassen. Nicht größer als eine Walnuss — sie gehen noch auf.
  7. Die Klößchen zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Sie steigen nach oben, wenn sie fertig sind. Nicht umrühren, solange sie noch weich sind.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die gehackte Petersilie über die Teller streuen.

Wo genau das Geld gespart wird

Die Einlage ist hier der eigentliche Trick. 100 g Grieß kosten 18 Cent, dazu Butter für 22 Cent und zwei Eier für 46 Cent — 86 Cent für die Portion Sättigung, die sonst Fleisch oder Nudeln übernehmen müssten. Eine Packung Grieß mit 500 g liegt bei 89 Cent und reicht für fünf Töpfe. Sie steht bei mir dauerhaft im Schrank, weil daraus auch Grießbrei mit Kirschen wird, wenn der Nachmittag lang ist.

Beim Suppengrün lohnt der Blick auf den Preis. Das gebündelte Suppengrün kostet 99 Cent, im Winter manchmal 1,29 €. Wenn ich ohnehin Möhren im Kühlschrank habe, kaufe ich stattdessen nur ein Stück Sellerie und eine Stange Lauch und komme günstiger weg. Umgekehrt gilt: Liegt das Suppengrün in der Reduziert-Kiste, nehme ich zwei Bündel und koche am selben Abend die doppelte Menge Suppe.

Was ich nicht mehr mache: Klößchen aus dem Beutel kaufen. Eine Packung Fertig-Grießklöße kostet gut zwei Euro und ergibt weniger, als ich hier für 86 Cent aus drei Zutaten bekomme. Und was man auch nicht braucht, ist Brühe aus dem Glas für 2,49 € — Brühepulver reicht bei einer Suppe, in der ohnehin ein ganzes Bund Gemüse mitkocht. Mehr Töpfe ohne Fleisch findest du in der Kategorie Vegetarisch günstig.

Am nächsten Tag sind die Klößchen weicher und haben Brühe gezogen. Meine Kinder mögen sie dann sogar lieber, ich weniger. Deswegen esse ich abends immer eine Kelle mehr, als ich eigentlich müsste, und behaupte, das sei Planung.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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