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Wochenpläne

Wochenplan: 7 Abendessen für 40 Euro (Familie mit 4 Personen)

Wochenplan-Zettel auf dem Küchentisch, drumherum die Einkäufe für sieben Abendessen

Der Bon lag bei 39,81 €. Ich habe ihn an dem Samstag noch im Auto glatt gestrichen und Zeile für Zeile mit meinem Zettel verglichen. Zwei Posten waren ein paar Cent teurer als gedacht, der Reis war billiger. Unterm Strich stimmte es.

Vierzig Euro für sieben Abendessen für vier Personen klingt nach Rechentrick. Ist es nicht. Es geht aber nur, wenn du am Freitag weißt, was am Mittwoch auf den Tisch kommt. Ohne Zettel lande ich bei 55 bis 60 €, und zwar nicht, weil ich teurer einkaufe, sondern weil ich dreimal die Woche losfahre. Jedes Mal liegt dann etwas im Wagen, das keinem Abendessen zugeordnet ist: eine Packung Frischkäse, weil sie im Angebot war, ein Fertigdressing, eine Tüte Chips für die Kinder. Zusammen sind das schnell fünfzehn Euro, die niemand satt gemacht haben.

Der Plan hier ist der günstigste, den ich habe. Er lebt von drei Entscheidungen: Fleisch gibt es an genau einem Abend, Kartoffeln tragen drei Abende, und sonntags wird das Abendessen süß. Nichts davon ist Verzicht. Mein Neunjähriger würde den Milchreis am Sonntag verteidigen wie sein Fahrrad.

Der Plan auf einen Blick

Tag Gericht Kosten gesamt pro Portion
Montag Linsenbolognese, die auch Fleischesser mögen 3,39 € 0,85 €
Dienstag Cremiges Kartoffelgratin mit Milch statt Sahne 3,55 € 0,89 €
Mittwoch Gebratener Reis mit Ei und Erbsen 3,22 € 0,81 €
Donnerstag Möhreneintopf, den auch Kinder auslöffeln 4,54 € 1,14 €
Freitag Blechpizza mit Gemüse und selbst gemachtem Teig 4,35 € 1,09 €
Samstag Kartoffelsuppe mit Würstchen 4,13 € 1,03 €
Sonntag Milchreis mit Zimt und Zucker als Abendessen 3,06 € 0,77 €
Woche 7 Abendessen, 28 Portionen 26,24 € 0,94 €

26,24 € für die sieben Töpfe und Bleche — das ist die Menge, die tatsächlich auf den Tellern landet. Der Einkauf darunter kostet 39,81 €. Die Differenz von 13,57 € liegt nicht im Müll, sie liegt im Schrank: Du kaufst einen Kilo Reis und kochst 300 Gramm davon. Du kaufst ein Kilo Zucker und brauchst sechzig Gramm. Deshalb steht 40 über diesem Plan und nicht 26. Vierzig ist das, was du an der Kasse zahlst, wenn dein Schrank leer ist. In der zweiten Woche zahlst du für dieselben sieben Abende deutlich weniger.

Die Reihenfolge der Tage ist nicht zufällig. Dienstag steht das Gratin eine Stunde im Ofen — in dieser Stunde koche ich auf dem Herd nebenbei den Reis für Mittwoch, denn gebratener Reis wird nur mit kaltem Reis vom Vortag richtig. Freitag ist Pizzatag, weil der Teig zwei Stunden Zeit braucht und ich freitags früher zu Hause bin. Der Möhreneintopf am Donnerstag ist der einzige Abend mit Hackfleisch und deshalb bewusst mitten in der Woche, wenn die Luft raus ist.

Der komplette Wocheneinkauf für sieben Abendessen, nach Bereichen sortiert auf der Arbeitsplatte
Ein Einkauf, 39,81 € — nach Bereichen sortiert, damit im Laden nichts vergessen wird.

Die Einkaufsliste

Das hier ist ein Einkauf, nicht drei. Die Mengen sind ganze Packungen, so wie sie im Regal stehen, nicht die anteiligen Gramm aus den Rezepten. Preise von Aldi und Lidl, Stand März 2026, ohne Angebote — wenn du Glück hast, wird es günstiger.

Obst & Gemüse — 9,09 €

  • Kartoffeln, festkochend, 5-kg-Sack — 3,49 €
  • Möhren, 2-kg-Beutel — 1,69 €
  • Zwiebeln, 1,5-kg-Netz — 1,19 €
  • Knoblauch, Netz mit 3 Knollen — 0,69 €
  • Lauch, 1 Stange — 0,79 €
  • Paprika, rot, 1 Stück — 0,55 €
  • Frühlingszwiebeln, 1 Bund — 0,69 €

Kühlregal & Tiefkühler — 15,14 €

  • Frische Milch 1,5 %, 2 × 1 l — 2,30 €
  • Eier, 10 Stück, Bodenhaltung — 2,29 €
  • Geriebener Gouda, 400-g-Beutel — 2,69 €
  • Butter, 250 g — 1,89 €
  • Gemischtes Hackfleisch, 500-g-Packung — 3,59 €
  • Wiener Würstchen, 1 Glas mit 6 Stück — 1,49 €
  • Erbsen, tiefgekühlt, 450-g-Beutel — 0,89 €

Trockenware & Konserven — 10,68 €

  • Spirelli, 500-g-Packung — 0,79 €
  • Langkornreis, 1-kg-Beutel — 1,69 €
  • Milchreis, 500-g-Packung — 1,09 €
  • Rote Linsen, 500-g-Packung — 1,39 €
  • Weizenmehl Type 405, 1 kg — 0,89 €
  • Gehackte Tomaten, 2 Dosen à 400 g — 1,10 €
  • Passierte Tomaten, 500-g-Packung — 0,65 €
  • Tomatenmark, 200-g-Dose — 0,45 €
  • Mais, 1 Dose mit 285 g — 0,55 €
  • Apfelmus, 700-g-Glas — 1,19 €
  • Zucker, 1-kg-Packung — 0,89 €

Sonstiges — 4,90 €

  • Rapsöl, 500 ml — 1,29 €
  • Gemüsebrühe, Glas für rund 12 l — 1,19 €
  • Sojasauce, 150-ml-Flasche — 0,89 €
  • Trockenhefe, 4 Päckchen — 0,39 €
  • Vanillezucker, 10 Päckchen — 0,45 €
  • Zimt, gemahlen — 0,69 €

Zusammen: 39,81 €. Salz, Pfeffer, Oregano, Majoran, Muskatnuss und Knoblauchpulver habe ich nicht mitgerechnet, weil die bei mir seit Monaten im Schrank stehen. Wenn du bei null anfängst, kommen dafür einmalig etwa drei Euro dazu, und die halten dann ein halbes Jahr.

Katrins Tipp: Mach hinter jede Zeile deiner Liste ein kleines V für Vorrat, wenn die Packung länger als eine Woche hält — Öl, Brühe, Mehl, Zucker, Zimt, Hefe, Sojasauce. Bei diesem Einkauf sind das 6,23 €. Nächste Woche streichst du diese Zeilen und siehst sofort, warum derselbe Plan dann nur noch gut 33 € kostet. Ich habe zwei Monate gebraucht, um zu kapieren, dass mein Einkauf gar nicht teurer wurde — ich habe nur immer wieder Vorrat mitgerechnet, den ich schon hatte.

Was übrig bleibt — und was daraus wird

Am Sonntagabend ist der Kühlschrank fast leer, der Schrank aber nicht. Das ist kein Fehler im Plan, das ist der Plan.

1,9 kg Kartoffeln. Der Fünf-Kilo-Sack ist billiger pro Kilo als zwei kleine Netze, und was übrig ist, hält bei uns im dunklen Flurschrank locker zwei Wochen. Damit und mit dem halben Glas Apfelmus gibt es am Montag darauf Kartoffelpuffer, ohne dass ich dafür etwas kaufen muss.

300 g rote Linsen und 700 g Reis. Zusammen sind das exakt die Zutaten für ein Rote-Linsen-Curry mit Reis. Ich lege beides nach vorne ins Regal, sonst finde ich es in vier Wochen wieder.

200 g Hackfleisch. Die 500-Gramm-Packung ist die kleinste, die es beim Discounter gibt. Ich teile sie direkt nach dem Einkauf, packe 200 Gramm flach in einen Gefrierbeutel und schreibe das Datum drauf. Flach eingefroren ist es in zwanzig Minuten wieder aufgetaut.

Rund 480 g Mehl und 3 Päckchen Hefe. Reicht für ein Topfbrot ohne Kneten, das 1,12 € kostet und am Samstag zur Suppe passt. Wenn stattdessen Kuchen dran ist: Mehl, Zucker, Butter und Eier sind für einen Marmorkuchen alle da.

100 g Erbsen und die halbe Dose Mais. Beides landet bei mir im Nudelsalat für die Brotdosen. Angebrochene Dosen fülle ich in ein Schraubglas um, in der Dose werden sie im Kühlschrank metallisch.

350 g Möhren, 900 g Zwiebeln, 2 Knollen Knoblauch, 6 Eier, 210 g Butter. Das ist die Grundlage der nächsten Woche. Aus Möhren und Kartoffeln zusammen wird bei uns oft eine sämige Möhrensuppe für 3,21 €, wenn ich zwischendurch einen Abend brauche, an dem ich nichts denken muss.

Reste nach der Woche: angebrochene Packungen Linsen, Reis, Mehl, Hefe, Apfelmus und Mais im Schrank
Was am Sonntag übrig ist, ist der Anfang der nächsten Woche.

Wo dieser Plan spart

Fleisch an einem Abend statt an vieren. 300 Gramm Hackfleisch für 2,16 € sind der einzige Fleischposten der Woche. Die Würstchen am Samstag kosten 1,49 € für sechs Stück, die vier Eier am Mittwoch 92 Cent. Zusammen 4,57 € für Fleisch, Wurst und Eier in einer ganzen Woche. Als ich noch jeden zweiten Abend Fleisch eingeplant habe, lag ich allein dafür bei 18 bis 20 €.

Ein Sack Kartoffeln trägt drei Abende. Gratin, Eintopf, Suppe — 3,1 kg zusammen, keine drei verschiedenen Sättigungsbeilagen, kein Kilopreis-Aufschlag für kleine Netze.

Soßen und Teig aus Grundzutaten. Der Pizzateig am Freitag kostet 67 Cent, ein fertiger aus dem Kühlregal 1,29 € — und der reicht bei mir nie bis in die Ecken vom Blech. Die helle Soße im Gratin ist ein Esslöffel Mehl, 20 Gramm Butter und Milch, zusammen 90 Cent statt 1,79 € für zwei Becher Sahne.

Ein süßer Abend. Milchreis für vier Personen kostet 3,06 €. Das ist der günstigste Teller der Woche und der, nach dem am wenigsten übrig bleibt.

Ein Einkauf, keine drei. Der größte Hebel steht auf keinem Preisschild. Ich fahre samstags einmal, mit Zettel, nach dem Frühstück. Nicht hungrig und ohne Kinder — das ist der Unterschied zwischen 40 und 55 Euro, und ich sage das ohne jeden Stolz, weil ich Jahre gebraucht habe, um es durchzuhalten.

Wenn ein Kind etwas nicht mag

Bei uns ist das jede Woche Thema. Meine Sechsjährige isst keine Erbsen, wenn sie sie sieht. Mein Neunjähriger findet Lauch in Suppe „schleimig“, obwohl er Kartoffelsuppe liebt. Beides lässt sich lösen, ohne ein zweites Essen zu kochen.

Zerkleinern hilft öfter als Weglassen. Die Kartoffelsuppe püriere ich zur Hälfte, dann sind Lauchstücke Vergangenheit und der Geschmack bleibt. Die Möhren in der Linsenbolognese reibe ich auf der feinen Seite, statt sie zu würfeln — so sieht die Soße aus wie Soße und nicht wie ein Suchbild.

Trennen statt mischen. Beim gebratenen Reis nehme ich zwei Löffel raus, bevor die Erbsen in die Pfanne kommen. Das kostet nichts und dauert fünf Sekunden.

Es gibt kein zweites Menü, aber immer Brot. Auf dem Tisch steht Brot und Butter. Wer den Eintopf nicht möchte, isst Brot und ist eine Stunde später satt oder eben nicht. Ich diskutiere abends nicht mehr über Essen, das hat bei uns nie funktioniert und mir nur den Feierabend genommen.

Und wenn ein Gericht wirklich durchfällt: tausch es gegen eines in derselben Preisklasse, dann kippt die Wochensumme nicht. Statt Möhreneintopf passt ein Linseneintopf mit Kartoffeln für 3,63 €, und wenn es ein Abend sein muss, an dem garantiert alle Teller leer sind, dann Makkaroni mit Käsesauce für 4,48 €. Beides ändert am Einkaufszettel nur zwei Zeilen.

Der Zettel für die kommende Woche hängt schon am Kühlschrank, mit den V für Vorrat und einer leeren Zeile bei Mittwoch. Da hat meine Tochter Schwimmen bis halb sieben, und ich habe noch keine Idee, die ich in zwanzig Minuten auf den Tisch bekomme. Wenn du eine hast, schreib sie mir.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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