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Kinder-Klassiker 1,77 € / Portion

Schinken-Käse-Nudelauflauf aus einer Form

Breite Auflaufform mit Schinken-Käse-Nudelauflauf und goldbrauner Käsekruste
Vorbereitung: 20 Min.Kochzeit: 35 Min.Gesamt: 55 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Hörnchennudeln 600 g 0,95 €
Kochschinkenwürfel 250 g 2,09 €
Reibekäse (junger Gouda) 250 g 1,79 €
Eier 4 Stück 0,92 €
Milch 400 ml 0,46 €
Schlagsahne 200 ml 0,49 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Butter für die Form 15 g 0,12 €
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver nach Bedarf 0,15 €
Gesamtkosten: 7,09 € 1,77 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: Juli 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 2 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

„Machst du den mit den knusprigen Ecken?“ — das ist bei uns die Bestellung für diesen Auflauf. Mein Sohn meint damit die Stellen am Rand der Form, wo der Käse braun wird und die Nudeln oben leicht hart sind. Er isst die zuerst und lässt die weiche Mitte für alle anderen übrig, und ehrlich gesagt verstehe ich ihn.

Deshalb backe ich diesen Auflauf inzwischen in einer flachen, breiten Form statt in der hohen, in der ich früher alles gemacht habe. Gleiche Menge, gleiche Zutaten, aber deutlich mehr Oberfläche — und damit mehr von den Ecken, um die bei uns gestritten wird. Es ist eine dieser Kleinigkeiten, die nichts kosten und trotzdem den Unterschied machen, ob am Tisch gemeckert oder nachgeholt wird.

Der ganze Auflauf kostet mich 7,09 €, das sind 1,77 € pro Person, und er reicht für vier Teller plus Nachschlag. Am nächsten Tag wärme ich den Rest auf, und meine Tochter nimmt sich kalt ein Stück direkt aus der Form. Weitere Gerichte, bei denen keiner diskutiert, findest du bei den kinderfreundlichen Rezepten.

Nudeln, Schinkenwürfel, Reibekäse, Eier, Milch und Sahne auf der Arbeitsplatte
Neun Zutaten, mehr steckt nicht drin — der Schinken und der Käse machen zwei Drittel des Preises aus.

Die Nudeln kommen halb gar in die Form

Das ist die einzige Regel, an der wirklich alles hängt. Die Nudeln garen im Ofen weiter, weil sie in einer Flüssigkeit liegen — und wenn sie vorher schon weich waren, kommt nach vierzig Minuten Auflaufbrei aus dem Ofen. Ich koche sie deshalb zwei bis drei Minuten kürzer, als auf der Packung steht. Sie sollen beim Probieren in der Mitte noch einen deutlichen Widerstand haben.

Ich nehme Hörnchennudeln, keine Spaghetti, keine Spirelli. Hörnchen sind innen hohl, dort setzt sich der Guss fest, und beim Löffeln bekommt man mit jedem Bissen etwas davon mit. 600 g klingen nach viel für vier Personen, aber ein Auflauf muss die Form füllen — bei 500 g liegt zu wenig drin und die Schicht wird flach und trocken.

Schritt für Schritt

  1. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache Auflaufform mit der Butter ausstreichen, auch an den Rändern — das ist später der Unterschied zwischen Ecken abkratzen und Ecken abschrubben.
  2. Reichlich Salzwasser aufsetzen und die Nudeln zwei bis drei Minuten kürzer garen als angegeben. Abgießen, kurz abtropfen lassen, nicht abschrecken.
  3. Die Zwiebel fein würfeln und in einer Pfanne ohne Fett zusammen mit den Schinkenwürfeln fünf Minuten braten, bis die Zwiebel weich ist und der Schinken an den Kanten anbräunt. Der Schinken gibt genug Fett ab, Öl braucht es nicht.
  4. Eier, Milch und Sahne in einer Schüssel mit einer Gabel verquirlen, bis keine Eiweißfäden mehr zu sehen sind. Kräftig salzen, pfeffern, eine gute Prise Muskat und einen halben Teelöffel Paprikapulver dazu. Der Guss muss deutlich zu würzig schmecken — die Nudeln nehmen ihm einen großen Teil davon ab.
  5. Die Hälfte des Reibekäses unter den Guss rühren. So verteilt sich der Käse durch den ganzen Auflauf und liegt nicht nur oben.
  6. Nudeln, Schinken und Zwiebeln in der Form mischen und glattstreichen. Den Guss gleichmäßig darübergießen und die Form einmal auf die Arbeitsplatte klopfen, damit er nach unten durchläuft.
  7. Restlichen Käse darüberstreuen. Für dreißig bis fünfunddreißig Minuten in den Ofen, bis die Oberfläche goldbraun ist und der Guss in der Mitte nicht mehr wackelt, wenn du die Form anhebst.
  8. Fünf Minuten stehen lassen, bevor du portionierst. Direkt aus dem Ofen läuft der Guss noch, nach fünf Minuten lässt sich der Auflauf sauber ausstechen.
Der Ei-Sahne-Guss wird über Nudeln und Schinken in der Form gegossen
Nach dem Übergießen die Form einmal auf die Arbeitsplatte klopfen, damit der Guss nach unten durchläuft.

Warum Ei und Sahne beide hineingehören

Ich habe eine Zeit lang versucht, die Sahne einzusparen und nur Milch zu nehmen. Der Auflauf war essbar, aber der Guss blieb dünn und sammelte sich als milchige Pfütze am Boden der Form, statt zwischen den Nudeln zu stocken. Umgekehrt geht es genauso schief: nur Sahne ohne Ei bindet gar nicht, das Ei ist der Teil, der beim Backen fest wird und alles zusammenhält.

Das Verhältnis, das bei mir funktioniert: vier Eier auf 400 ml Milch und 200 ml Sahne. Ein Becher Sahne kostet 0,49 € — dafür bekommst du einen Guss, der schnittfest ist und beim Aufwärmen am nächsten Tag nicht auseinanderfällt. Wenn gerade keine Sahne da ist, geht auch ein Becher Schmand, dann wird der Auflauf etwas säuerlicher und noch cremiger.

Beim Käse nehme ich normalen jungen Gouda gerieben. Er zieht Fäden und wird schön braun. Emmentaler schmeckt kräftiger, ist aber im Discounter meistens teurer, und die fertigen Pizzakäse-Mischungen kosten fast das Doppelte für dieselbe Menge.

Frisch gebackener Nudelauflauf mit dunkelbraunen Ecken am Formrand
Die knusprigen Ecken sind bei uns der Grund, warum der Auflauf gewünscht wird.

Wo genau das Geld bleibt

Die zwei großen Posten sind der Schinken mit 2,09 € und der Käse mit 1,79 €. Alles andere — Nudeln, Eier, Milch, Sahne, Zwiebel — kostet zusammen 3,21 €. Ein fertiger Nudelauflauf aus der Kühltheke liegt bei 3,49 € für 400 g, also für etwa eine Portion.

Beim Schinken lohnt der Blick auf die Auslage. Fertige Kochschinkenwürfel im 150-g-Becher kosten oft 1,49 €, das sind rund 10 € pro Kilo. Ich kaufe stattdessen Kochschinken am Stück oder die dicke Aufschnittpackung, wenn sie im Angebot ist, und würfele selbst — dabei liege ich meist bei 7 bis 8 € pro Kilo. Fünf Minuten Arbeit, etwa 50 Cent gespart. Was hier ebenfalls funktioniert: Schinkenreste vom Wochenende, angebratene Fleischwurstwürfel oder ein Rest gekochter Schinken aus der Brotdosenpackung.

Sparen kannst du außerdem beim Käse: 200 g statt 250 g reichen, wenn du den Anteil im Guss reduzierst und nur die Oberfläche großzügig abdeckst. Das drückt den Preis um gut 35 Cent. Und die Nudeln nehme ich immer aus der 500-g-Packung für 0,79 € — die Markenware kostet das Dreifache und macht in einem Auflauf keinen Unterschied, weil alles ohnehin von Guss und Käse überdeckt wird.

Der Fehler wäre, den Guss zu strecken und mit Wasser aufzufüllen. Er stockt dann nicht richtig und der Auflauf wird wässrig. Wenn das Geld knapp ist, nimm lieber weniger Schinken und dafür eine Handvoll TK-Erbsen für 20 Cent — die Menge bleibt gleich, der Preis fällt. Eine ganz ähnliche Variante mit mehr Sauce und weniger Ei steht beim Schinken-Nudel-Auflauf.

Wenn du es einmal anders probieren willst

Lass den Schinken komplett weg und rühre stattdessen zwei Esslöffel Senf in den Guss, dazu doppelt so viel Zwiebeln, in Butter goldgelb gebraten. Der Auflauf schmeckt dann deutlich kräftiger, kostet 1,20 € pro Portion und ist bei uns die Version für die Wochen, in denen bis Freitag noch drei Tage sind. Wer es noch käsiger mag, findet die reine Käseversion bei den Käse-Makkaroni aus dem Ofen — die habe ich neulich gemacht, und mein Sohn hat wieder zuerst die Ecken abgeräumt.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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