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Wochenpläne

Wochenplan: 7 Abendessen für 80 Euro

Der ganze Wocheneinkauf für sieben Abendessen auf dem Küchentisch ausgebreitet

Im Mai hatte ich eine Woche, in der ich abends dreimal den Kühlschrank aufgemacht und wieder zugemacht habe. Nicht, weil nichts da gewesen wäre. Sondern weil ich keine Lust hatte, schon wieder auszurechnen, ob der Rest Käse noch bis Freitag reicht.

Diese Woche ist die Antwort darauf. Es ist der bequemste meiner drei Pläne: Hackfleisch an drei Abenden, Hähnchen an zweien, dazu der große Topf am Mittwoch und der Fisch am Freitag. Zweimal liegt so viel Käse obendrauf, dass mein Sohn beim Servieren gefragt hat, ob das alles für uns ist. An sieben von sieben Abenden liegt etwas auf dem Teller, das ich im 40-Euro-Plan strecken müsste. Der Einkaufszettel ist bei 76,20 € gelandet (Stand Juni 2026, Aldi und Lidl in Dortmund). Die 80 sind die Obergrenze, nicht das Ziel.

Die Woche auf einen Blick

Tag Was es gibt Kosten fürs Essen
Montag Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf mit Käsekruste 6,72 €
Dienstag Hähnchenschnitzel aus der Pfanne mit Gurkensalat 8,47 €
Mittwoch Gulaschsuppe aus dem großen Topf 8,00 €
Donnerstag Blechkartoffeln mit Hähnchenschenkeln 9,22 €
Freitag Fischstäbchen mit Kartoffelsalat 8,32 €
Samstag Hackbällchen mit geraspelter Zucchini 7,21 €
Sonntag Lasagne für vier 8,22 €
Zusammen 7 Abendessen, 28 Portionen 56,16 €
Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf mit dicker Käsekruste, eine Portion ist schon herausgenommen
Der Montag: 6,72 € für die ganze Form – der Käse ist davon der teuerste Posten.

Warum die Abende so liegen

Montag arbeite ich bis halb fünf, und danach will ich nicht mehr am Herd stehen und rühren. Der Auflauf kommt in die Form, in den Ofen, und ich decke in Ruhe den Tisch. Einen Fehler habe ich lange gemacht: die Kartoffeln zu dick geschnitten. Bei einem Zentimeter sind sie nach 50 Minuten außen weich und innen noch bissfest. Seitdem hobele ich sie auf zwei bis drei Millimeter, dann passt es.

Dienstag muss es schnell gehen, und trotzdem liegt echtes Fleisch in der Pfanne. 600 g Hähnchenbrustfilet für 5,39 €, jedes Stück einmal längs durchgeschnitten — aus zwei dicken werden vier dünne, und genau daran hängt der Preis. Wer die Filets ganz lässt, braucht das Doppelte und zahlt fünf Euro mehr für denselben Abend. Mehl, Ei, Semmelbrösel, drei Minuten pro Seite. Der Gurkensalat mit Essig, Öl und einer Prise Zucker ist fertig, bevor die Kartoffeln gar sind.

Mittwoch steht bei mir seit Jahren der große Topf auf dem Herd. 500 g Schweinegulasch, Kartoffeln, Zwiebeln, zwei Paprika, Kümmel und Lorbeer, eine gute Stunde bei kleiner Hitze — ich muss zweimal umrühren, mehr nicht. Rindergulasch habe ich einmal gekauft, das kostete fast das Doppelte und brauchte zweieinhalb Stunden. In einer Suppe mit so viel Paprika schmeckt das kein Mensch heraus. Ich koche absichtlich mehr, als wir abends schaffen: Der Rest ist am Donnerstag mein Mittagessen, und Suppe wird am zweiten Tag ohnehin runder.

Donnerstag ist der teuerste Abend, 9,22 €, und der einzige, an dem ganze Fleischstücke auf dem Tisch stehen. Hähnchenunterschenkel kosten bei uns 4,99 € das Kilo, das sind acht Stück. Auch hier habe ich gelernt: Ein Blech, alles draufgestapelt, funktioniert nicht. Dann dampft das Ganze, statt zu bräunen. Ich nehme zwei Bleche und lasse zwischen den Kartoffelspalten Platz. Dazu Schmand mit Schnittlauch, den mein Sohn löffelweise über die Spalten kippt.

Freitag ist Fischstäbchen-Tag, das ist bei uns so gesetzt wie der Müll am Donnerstag. Die Packung hat 15 Stück, mein Sohn schafft vier. Dazu Kartoffelsalat mit Brühe, Essig und Öl, keine Mayonnaise – nicht aus Prinzip, sondern weil der Rest davon am Samstagmittag noch genauso gut schmeckt und ich mir eine Mahlzeit spare.

Samstag gibt es Hackbällchen mit Reis und Tomatensoße, und in den Bällchen steckt eine ganze geraspelte Zucchini. Der Trick ist nicht das Verstecken, sondern das Ausdrücken: raspeln, salzen, zehn Minuten stehen lassen, mit den Händen auswringen. Habe ich das vergessen, sind mir die Bällchen in der Pfanne auseinandergefallen — zweimal, bis ich es kapiert habe. So bleiben sie fest, und gefragt hat hier noch nie jemand, was das Grüne ist.

Sonntag ist der einzige Tag, an dem ich Zeit für Béchamel habe. Die Lasagne braucht zusammen anderthalb Stunden, davon eine im Ofen, und danach ist die Küche zwar voll, aber ich hatte den Nachmittag. Von der Form bleibt bei uns immer ein Eckchen übrig, das geht am Montag mit in die Brotdose.

Der Einkaufszettel

Alle Preise sind vom Anfang der Woche, Aldi und Lidl in Dortmund, Stand Juni 2026. Ich kaufe einmal ein, samstags früh, und gehe unter der Woche nicht mehr los. Die zwei, drei Zwischeneinkäufe sind das, was einen Wochenplan sonst zuverlässig sprengt.

Fleisch, Wurst und Fisch

Gemischtes Hackfleisch, 1 kg 7,49 €
Gemischtes Hackfleisch, 500 g 4,29 €
Hähnchenbrustfilet, 600 g 5,39 €
Hähnchenunterschenkel, 1 kg (ca. 8 Stück) 4,99 €
Schweinegulasch, 500 g 4,79 €
Fischstäbchen, 450 g (15 Stück), TK 3,29 €
Zusammen 30,24 €

Kühlregal

Geriebener Gouda, 400 g 3,19 €
Schmand, 2 × 200 g 1,90 €
Milch 1,5 %, 2 l 2,38 €
Eier, 10 Stück 2,99 €
Margarine, 500 g 1,15 €
Zusammen 11,61 €

Obst und Gemüse

Kartoffeln, festkochend, 5 kg 5,99 €
Zwiebeln, 2 kg 2,79 €
Rote Paprika, 3 Stück (ca. 500 g) 2,79 €
Salatgurke, 2 Stück 1,78 €
Petersilie und Schnittlauch, 2 Töpfe 1,98 €
Zucchini, 2 Stück (ca. 600 g) 1,49 €
Möhren, 1 kg 1,49 €
Knoblauch, 3 Knollen 0,99 €
Radieschen, 1 Bund 0,79 €
Zitrone, 1 Stück 0,49 €
Zusammen 20,58 €

Vorrat und Tiefkühltruhe

Sonnenblumenöl, 1 l 1,99 €
Gehackte Tomaten, 3 Dosen à 400 g 1,77 €
Rinderbrühe (instant), 1 Glas 1,69 €
Gemüsebrühe, Glas für 12 l 1,59 €
Tomatenmark, 2 Tuben à 200 g 1,58 €
Lasagneplatten, 250 g 1,29 €
Remoulade (zu den Fischstäbchen), 250 ml 1,29 €
Langkornreis, 500 g 0,89 €
Weizenmehl Type 405, 1 kg 0,89 €
Semmelbrösel, 400 g 0,79 €
Zusammen 13,77 €

Gesamt: 76,20 €. Nicht auf dem Zettel stehen Salz, Pfeffer, Paprikapulver edelsüß, Oregano, Thymian, Muskat, Kümmel, Lorbeer, Zucker, Essig und Senf. Die stehen bei mir seit Monaten im Schrank und reichen noch für viele Wochen. Wer mit einer leeren Küche anfängt, sollte dafür einmalig rund 8 € einplanen.

Blech mit Hähnchenunterschenkeln, Kartoffelspalten und Paprika, daneben ein Schälchen Schmanddip
Donnerstag ist der teuerste Abend der Woche: 9,22 € für vier Personen.

Warum der Zettel mehr kostet als die sieben Abende

Die sieben Gerichte kosten zusammen 56,16 €, der Einkauf 76,20 €. Die Differenz von 20,04 € ist kein Rechenfehler, sondern das, was am Sonntagabend noch im Haus steht.

Ich kaufe fünf Kilo Kartoffeln und verkoche viereinhalb – das ist der einzige Posten, der wirklich fast aufgeht. Bei allem anderen ist es umgekehrt: Die beiden Brühgläser reichen zusammen für zwei Dutzend Liter, ich brauche in dieser Woche knapp zwei. Vom Mehl gehen 100 g in die Béchamel und die Panade, 900 g bleiben. Öl, Remoulade, Semmelbrösel, Reis, Margarine – alles angebrochen, nichts aufgebraucht. Dazu sechs Eier, ein knappes Kilo Zwiebeln und 700 g Möhren.

Genau das ist der Grund, warum die zweite Woche mit demselben Plan billiger wird. Bei mir liegt sie dann bei etwa 66 €, weil ich Öl, Mehl, Brühe, Reis, Semmelbrösel und Remoulade nicht noch einmal kaufe. Wenn du also zum ersten Mal nach dieser Liste einkaufst und beim Blick auf den Kassenbon schluckst: Der Bon zeigt nicht die Woche, er zeigt die Woche plus einen halben Vorratsschrank.

Katrins Tipp: Drei Hackfleisch-Abende heißen anderthalb Kilo. Kauf davon so viel wie möglich als Kilopackung: Bei uns kostet die 1-kg-Schale 7,49 €, die einzelne 500-g-Schale 4,29 € — auf das Kilo gerechnet über einen Euro mehr. Ich teile alles sofort nach dem Einkauf auf, bevor ich die Tasche wegräume: 400 g für den Auflauf am Montag, 500 g für die Bällchen am Samstag, 500 g für die Lasagne am Sonntag, flach im Gefrierbeutel, Datum drauf. Einmal habe ich das Kilo am Stück in den Kühlschrank gelegt und wollte es „später einfach halbieren“. Am Samstag war der Rest grau am Rand, und ich habe drei Euro in den Müll geworfen, weil ich mir zwei Minuten sparen wollte.

Trotzdem nicht verschwenderisch

80 € klingen nach viel, wenn man daneben einen Sparplan über 45 € legt. Teile die Summe aber durch die Menge, die tatsächlich auf dem Tisch landet: vier Personen, sieben Abende, 28 Teller. Der Zettel von 76,20 € macht 2,72 € pro Teller. Mit den tatsächlich verkochten 56,16 € sind es 2,01 € – und auf jedem dieser Teller liegt Fleisch oder Fisch. Im 60-Euro-Plan koche ich dieselben sieben Abende für 51,67 €, dort ist der Montag fleischlos und der Sonntag ein Blech ohne Beiwerk. Der Unterschied sind keine Delikatessen, sondern gut ein Pfund Fleisch mehr und zwei Abende, an denen ich nichts strecke.

Ich vergleiche das ganz gern mit dem, was dieselben Teller fertig kosten würden. Die Familienlasagne aus der Kühltheke liegt bei uns bei 7,49 € für ein Kilo und reicht für drei Personen. Ein Schnitzel mit Beilage kostet im Gasthaus um die Ecke 14,90 €, viermal also fast 60 € für den einen Dienstag, den ich hier mit 8,47 € bezahle. Ein Lieferdienst-Abend für vier landet in Dortmund schnell bei 38 €. Das ist die Hälfte meiner ganzen Woche für einen einzigen Abend.

Verschwendet wird auf diesem Zettel auch nichts. Fast jeder Posten arbeitet an mehreren Abenden: Die 400 g Reibekäse verteilen sich auf Montag und Sonntag. Die anderthalb Kilo Hackfleisch tragen Montag, Samstag und Sonntag. Die Kartoffeln stecken in fünf von sieben Gerichten, die Zwiebeln in allen sieben. Die zwei Kräutertöpfe kosten zusammen 1,98 € und stehen danach noch zwei Wochen auf der Fensterbank, während zwei geschnittene Bunde am dritten Tag matschig gewesen wären.

Und die Reste sind eingeplant, nicht zufällig: Der Kartoffelsalat vom Freitag ist am Samstag Mittagessen. Das Lasagne-Eckchen vom Sonntag geht am Montag mit in die Schule. Aus dem halben Kilo Kartoffeln, das übrig bleibt, mache ich in der Woche darauf Bratkartoffeln aus Pellkartoffeln von gestern. Der Rest Reibekäse landet in Käse-Makkaroni aus dem Ofen, und aus dem halben Beutel Reis wird ein Djuvec-Reis aus dem Ofen.

Wenn du tauschen willst

Der Donnerstag ist mit 9,22 € der Posten, an dem du am meisten sparen kannst. Ohne Hähnchen wird daraus ein Abend für unter sieben Euro, etwa mit Käsespätzle mit gerösteten Zwiebeln für 6,64 € — das sind 2,58 € weniger, und auf dem Zettel tauschst du die Hähnchenschenkel gegen zwei Packungen Spätzle. Und wenn der Samstag ein Abend sein soll, an dem niemand am Herd steht: Currywurst mit Ofenpommes für 6,58 € statt der Hackbällchen. Blech in den Ofen, Soße rühren, 63 Cent gespart und eine halbe Stunde dazu.

Was ich dazu backe, wenn ich Zeit habe: Topfbrot ohne Kneten für 1,12 €, weil das Mehl vom Zettel ohnehin fast ganz übrig ist — mittwochs passt es zur Gulaschsuppe. Und aus den sechs Eiern, die im Karton bleiben, werden am Sonntagnachmittag Waffeln nach Grundrezept.

Der Zettel hängt bei uns die ganze Woche am Kühlschrank, mit sieben Kästchen daneben. Abhaken darf meine Tochter, das hat sich irgendwann so ergeben und ist inzwischen ihr Amt. Am Sonntagabend sind alle sieben durchgestrichen, und ich weiß auf den Cent, was die Woche gekostet hat.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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