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Gemüsereste & Kühlschrank leeren 0,85 € / Portion

Gemüsepuffer aus Möhren und Zucchini

Teller mit goldbraunen Gemüsepuffern aus Möhren und Zucchini, daneben Kräuterquark
Vorbereitung: 20 Min.Kochzeit: 20 Min.Gesamt: 40 Min.Für 4 Personen
Kostenbox 4 Portionen
ZutatMengePreis
Möhren 400 g 0,40 €
Zucchini 1 große, ca. 400 g 0,80 €
Kartoffel 1 große, ca. 200 g 0,24 €
Eier 3 Stück 0,69 €
Mehl 100 g 0,11 €
Zwiebel 1 Stück 0,12 €
Speisequark für den Dip 250 g 0,45 €
Schnittlauch oder TK-Kräuter 1 Handvoll 0,25 €
Öl zum Braten, Salz, Pfeffer, Muskat nach Bedarf 0,35 €
Gesamtkosten: 3,41 € 0,85 € pro Portion
Preise: Aldi/Lidl, Stand: März 2026. Diese Rezept-Kategorie: Unter 1,50 € pro Portion. Die Preise sind Schätzwerte und können je nach Markt und Angebot abweichen.

„Mama, das sind doch gar keine richtigen Kartoffelpuffer.“ Mein Sohn hat den ersten misstrauisch von allen Seiten betrachtet, weil orange Streifen darin waren. Dann hat er vier gegessen, mit den Fingern, im Stehen an der Arbeitsplatte, während ich noch die nächste Fuhre in der Pfanne hatte.

Genau dafür mache ich sie. Zwei Möhren, eine große Zucchini, eine Kartoffel, drei Eier, etwas Mehl — daraus werden etwa sechzehn handtellergroße Puffer, und eine Portion kostet mit Kräuterquark 85 Cent. Gemüse, das sonst noch zwei Tage im Fach gelegen hätte, verschwindet dabei restlos. Mehr davon steht unter Reste verwerten.

Die Zucchini muss gesalzen werden

Das ist der eine Schritt, den man nicht überspringt, und ich sage das aus Erfahrung. Beim ersten Versuch habe ich alles gerieben, verrührt und direkt in die Pfanne gegeben. Der Teig war eine Suppe, die Puffer zerfielen beim Wenden, und ich habe hinterher immer mehr Mehl nachgeschüttet, bis das Ganze nach Pfannkuchen mit Gemüseeinlage schmeckte.

Zucchini besteht zu über neunzig Prozent aus Wasser, und dieses Wasser tritt aus, sobald Salz darankommt. Also: Zucchini reiben, mit einem guten Teelöffel Salz vermischen, zehn Minuten in einem Sieb stehen lassen und dann mit den Händen kräftig ausdrücken. Was in der Schüssel darunter landet, ist erstaunlich viel — bei einer großen Zucchini gut eine halbe Tasse. Genau die hätte deinen Teig ruiniert.

Schritt für Schritt

  1. Die Zucchini waschen, Enden abschneiden und grob raspeln. Nicht schälen, die Schale gibt Farbe und Halt.
  2. Die Raspel salzen, in ein Sieb geben und zehn Minuten stehen lassen. In dieser Zeit alles Weitere vorbereiten.
  3. Möhren und Kartoffel schälen und ebenfalls grob raspeln. Die Zwiebel fein reiben oder sehr klein würfeln.
  4. Die Zucchini portionsweise mit den Händen ausdrücken, bis kaum noch Flüssigkeit kommt, und in eine große Schüssel geben.
  5. Möhren, Kartoffel und Zwiebel dazugeben, Eier und Mehl unterrühren, mit Pfeffer und einer Prise Muskat würzen. Salz nur sparsam, die Zucchini bringt schon welches mit.
  6. Den Teig fünf Minuten stehen lassen. Ist er dann noch zu feucht, kommt ein Esslöffel Mehl dazu — er soll am Löffel haften, nicht davonlaufen.
  7. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, etwa zwei Millimeter hoch. Mit einem Esslöffel Häufchen hineinsetzen und flach drücken.
  8. Drei bis vier Minuten je Seite bei mittlerer Hitze braten, bis die Ränder dunkelbraun sind. Zu früh gewendet heißt zerfallen — warte, bis sich der Puffer mit dem Pfannenwender leicht anheben lässt.
  9. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und im Ofen bei 80 Grad warm halten, bis alle fertig sind.
Gemüsepuffer braten in der Pfanne in wenig Öl
Erst wenden, wenn sich der Puffer leicht vom Pfannenboden lösen lässt.
Katrins Tipp: Reibe nicht zu fein. Auf der feinen Seite der Reibe wird alles zu Brei, und die Puffer schmecken nach nichts Bestimmtem. Die grobe Seite oder der Rohkostaufsatz der Küchenmaschine geben Streifen, die man beim Essen noch erkennt — und die Kinder sehen, dass da Möhre drin ist, statt es später verwundert festzustellen.

Der Dip dazu

250 Gramm Speisequark, zwei Esslöffel Milch, damit er cremig wird, Salz, Pfeffer und eine Handvoll Schnittlauch oder TK-Kräuter. Das war es, 70 Cent für vier Personen. Fertiger Kräuterquark im Becher kostet für 200 Gramm rund 1,29 € und schmeckt deutlich süßlicher.

Bei uns steht daneben immer ein Glas Apfelmus, weil meine Tochter grundsätzlich Süßes zu Puffern will und mein Sohn grundsätzlich Herzhaftes. Beides auf den Tisch, jeder nimmt sich, was er mag, und die Diskussion ist beendet, bevor sie anfängt.

Schüssel mit geriebenen Möhren, Zucchini und Kartoffel, daneben Reibe und Sieb
Die ausgedrückte Zucchini gibt gut eine halbe Tasse Wasser ab.

Wo gespart wird

Der ganze Teller kostet mich 3,41 €. Der größte Posten ist die Zucchini mit 80 Cent, danach kommen die Eier mit 69 Cent. Möhren rechne ich mit 40 Cent für 400 Gramm, weil ich sie im Kilonetz kaufe — lose gewogen kosten dieselben Möhren gern das Doppelte, und im Netz halten sie im Kühlschrank drei Wochen.

Zucchini ist von Juni bis September am günstigsten, dann liegt das Kilo bei einem Euro und darunter. Außerhalb der Saison ersetze ich sie durch Weißkohl oder Knollensellerie, grob gerieben kommen beide erstaunlich nah heran und kosten das ganze Jahr über wenig. Auch ein Rest gekochter Kartoffeln vom Vortag lässt sich unterheben, dann brauchst du weniger Mehl.

Was ich nicht kürzen würde, ist das Öl. Ich habe die Puffer einmal aus Sparsamkeit auf dem Blech im Ofen gebacken, mit nur einem Pinselstrich Öl. Sie waren gar, aber weich und ledrig, und mein Sohn hat nach zwei Bissen aufgehört. Zwei Millimeter Öl in der Pfanne kosten vielleicht 25 Cent für das ganze Essen und sind der Unterschied zwischen knusprig und lappig. Wer noch mehr Puffer-Varianten sucht: Es gibt bei mir auch Kartoffelpuffer mit Apfelmus und Zucchinipuffer mit Quarkdip.

Was du als Nächstes probieren solltest

Nimm beim nächsten Mal 50 Gramm geriebenen Käse mit in den Teig und lass dafür einen Esslöffel Mehl weg. Die Puffer werden am Rand knuspriger und schmecken kräftiger — bei uns heißen sie dann „die gelben“. Und wenn welche übrig bleiben: kalt in die Brotdose, zwischen zwei Brothälften mit einem Klecks Quark. Meine Tochter nimmt sie inzwischen lieber mit als jedes Wurstbrot.

Porträt von Katrin
Über die Autorin
Katrin

Ich bin Katrin, 38, wohne mit meiner Familie in Dortmund und koche jeden Tag für vier Personen — mit rund 90 Euro Wocheneinkauf. Auf Ma Rezepte teile ich die Familienrezepte, die bei uns wirklich auf dem Tisch stehen: einfach, alltagstauglich und mit ausgerechneten Kosten pro Portion.

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